Schlagwort: Demokratie

  • Buchtipp: „Geschichte eines Deutschen“

    07.06.2024/EG

    Sebastian Haffner: Geschichte eines Deutschen
    Die Erinnerungen 1914 bis 1933

    Sachbuch (Geschichte, Demokratie, Politik)

    „Als Kind und junger Mann erlebte Sebastian Haffner den Ersten Weltkrieg, die galoppierende Inflation 1923, die Radikalisierung der politischen Parteien, den unaufhaltsamen Aufstieg der Nationalsozialisten …“

    Autor

    Sebastian Haffner, geboren 1907 in Berlin, war promovierter Jurist. Er emigrierte 1938 nach England, wo er als Journalist für den »Observer« arbeitete. Seine »Geschichte eines Deutschen« verfasste er 1939 im Londoner Exil. 1954 kehrte er nach Deutschland zurück.

    Verlag: Pantheon
    Erschienen am 10.02.2014.

  • Buchtipp: „Armut“

    24.05.2024/EG

    Matthew Desmond: Armut
    Eine amerikanische Katastrophe

    Sachbuch (Einkommen, Politik, Ungleichheit, Vermögen)

    „Die USA sind das reichste Land der Welt – und doch gibt es hier mehr Armut als in jeder anderen fortgeschrittenen Demokratie: Würden die Betroffenen einen eigenen Staat gründen, hätte dieser eine größere Bevölkerung als Australien oder Venezuela. Warum klaffen gerade hier, wo doch alle Mittel vorhanden sein sollten, Reich und Arm, Anspruch und Realität so drastisch auseinander?“

    Autor

    Matthew Desmond, geboren 1979, ist Professor für Soziologie an der Universität Princeton. Selbst in prekären Verhältnissen aufgewachsen, hat Desmond später zu Forschungszwecken über Jahre hinweg von Armut betroffene Familien begleitet. Ihre Geschichten gingen ein in das Buch «Evicted», für das er 2017 den Pulitzer-Preis erhielt. Der lange erwartete Nachfolger «Armut», der ein noch größeres Bild zeichnet, stand auf Platz 1 der «New York Times»-Bestsellerliste.

    Rowohlt Verlag, ISBN 978-3-644-01980-5, E-Buch

  • Deutsche sterben früher!

    23.05.2024/EG
    Quelle: Springer Nature Switzerland AG, Cham

    Forscher des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung und Max-Planck-Instituts für demografische Forschung untersuchten die Lebenserwartung in Westeuropa

    Ergebnisse: „Deutschland weist im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern eine erhöhte Sterblichkeit in den mittleren und hohen Altersgruppen auf. Dabei ist Deutschlands Rückstand in der Lebenserwartung zum Durchschnitt der anderen westeuropäischen Länder gerade in den letzten 20 Jahren noch einmal angewachsen. Lag Deutschland im Jahr 2000 bei den Männern 0,73 Jahre und bei Frauen 0,74 Jahre zurück, waren es 2019 bereits 1,43 bzw. 1,34 Jahre. Dies erklärt sich überwiegend durch Sterblichkeit an nichtübertragbaren Krankheiten.“

    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Regionale Unterschiede und Trends in gesunder Lebenserwartung in Deutschland lesen Sie hier.

    Daten zur durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland lesen Sie hier.

    2010 bis 2013 erkrankten in den sozioökonomisch schwächsten Regionen in Deutschland 7,3 Prozent mehr Männer an Krebs als in den wohlhabenden Gegenden. Die Untersuchungsergebnisse lesen Sie hier.

    DIW-Forscher untersuchten die Unterschiede in der Lebenserwartung nach Einkommen. Fazit: „Im obersten Lohndezil ist die Lebenserwartung höher als im untersten; Unterschied steigt über die Geburtsjahrgänge von vier auf sieben Jahre.“ Die Studie lesen Sie hier.

    Personen mit geringen Einkommen werden häufiger und früher pflegebedürftig als Besserverdienende. Die Studie lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Umverteilung des Reichtums“

    17.05.2024/EG

    Christoph Butterwegge: Umverteilung des Reichtums

    Sachbuch (Armut, Einkommen, Politik, Ungleichheit, Vermögen)

    „Warum nimmt die soziale Ungleichheit seit Jahren zu? Welche Rolle spielen dabei Wirtschaftsstrukturen, Eigentumsverhältnisse und Verteilungsmechanismen? Mit welchen Narrativen werden die beträchtlichen Einkommens- und Vermögensunterschiede gerechtfertigt? Christoph Butterwegge beleuchtet die Politik unterschiedlicher Bundesregierungen und fragt, weshalb sich die Kluft zwischen Arm und Reich nach der „Zeitenwende“ und zusätzlichen Rüstungsanstrengungen weiter vertieft. Er nimmt den Niedriglohnsektor, den »Um-« bzw. Abbau des Sozialstaates sowie die Steuerentlastungen für Wohlhabende in den Blick. Wie lässt sich die Entwicklung aufhalten und verhindern, dass die Reichen noch reicher und die Armen noch zahlreicher werden?“

    Autor

    Christoph Butterwegge, Prof. Dr., lehrte von 1998 bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln und kandidierte 2017 für das Amt des Bundespräsidenten.

    PapyRossa Verlag, ISBN 978-3-89438-831-7, Buch

  • BVG stärkt Meinungsfreiheit

    18.04.2024/EG
    Quelle: Bundesverfassungsgericht, Karlsruhe

    Bundesregierung muss kritische Äußerungen hinnehmen

    Die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts hat der Verfassungsbeschwerde eines Journalisten stattgeben. Der Journalist Julian Reichelt, Chefredakteur von nius.de, wendete sich gegen eine einstweilige Verfügung, durch die ihm eine kritische Äußerung gegenüber der Bundesregierung untersagt wurde.
    Wesentliche Erwägungen der Kammer:
    „Die Verfassungsbeschwerde ist offensichtlich begründet. Die angegriffene Entscheidung verletzt den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht auf Meinungsfreiheit aus Art. 5 Abs. 1 GG.

    1. a) Dem Staat kommt kein grundrechtlich fundierter Ehrenschutz zu. Der Staat hat grundsätzlich auch scharfe und polemische Kritik auszuhalten…“

    Den Beschluss lesen Sie hier.