Schlagwort: Buchtipp

  • Buchtipp: Für alle, nicht die Wenigen

    11.06.2021/EG

    Ulrich Schneider (Herausgeber): Für alle, nicht die Wenigen
    Warum wir unsere Zukunft nicht den Märkten überlassen dürfen

    Sachbuch (Kapitalismus, Markt, Ungleichheit, Politik)

    „Individuelles Gewinnstreben und Wettbewerb sorgen wie von selbst dafür, dass die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung zu jeweils angemessenen Preisen erfolgt. Das ist eine der Kernthesen des Neoliberalismus. Doch dem ist nicht so. Im Gegenteil: Der sogenannte freie Markt und seine ungezügelte Profitorientierung haben zu einer tiefen sozialen Spaltung unserer Gesellschaft und zur Ausgrenzung von immer mehr Menschen geführt. Ulrich Schneider hat namhafte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Gesundheit, Kultur, Energie, Verkehr und Landwirtschaft versammelt, die die Grenzen eines profitorientierten Wirtschaftens aufdecken und Alternativen aufzeigen.“

    Autoren

    Ulrich Schneider ist Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Berlin. Er ist Autor verschiedener Publikationen zu den Themen Armut in Deutschland, Verantwortung des Sozialstaates und soziale Gerechtigkeit. Im Westend Verlag erschienen zuletzt „Kampf um die Armut“(2015) sowie „Kein Wohlstand für alle!?“ (2017).
    Olaf Bandt, Mara Dehmer, Elisabeth Fresen, Cornelia Harrer, Dierk Hirschel, Joachim Rock, Hermann Schulte-Sasse, Melanie Weber-Moritz, Olaf Zimmermann

    Westend Verlag, ISBN: 978-3-86489-817-4, E-Buch, 272 Seiten, 17 Euro

  • Buchtipp: check your habitus

    04.06.2021/EG

    Daniela Dröscher, Paula Fürstenberg (Hrg.): check your habitus

    Sachbuch (Besitz, Kapital, Milieu, Sprache)

    „In »check your habitus« begeben sich 18 Autorinnen auf die niemals enden wollende Reise: von den verinnerlichten elterlichen Glaubenssätzen über die Versuche des Mithaltens bis zu Gefühlen von Trauer, Verrat, Scham und Hochstapelei, also all dem, was typisch ist für den »gespaltenen Habitus« von Aufsteigerinnen.“

    Herausgeberinnen/Autoren

    Herausgegeben von Daniela Dröscher und Paula Fürstenberg. Mit Beiträgen von Elisa Aseva, Nadire Biskin, Jan Böttcher, George Demir, Katy Derbyshire, Patrick Findeis, Heike Geißler, Dilek Güngör, Yael Inokai, Nadine Kegele, Peggy Mädler, Mehdi Moradpour, Selim Özdoğan, Maruan Paschen, Caca Savic, Anna Schapiro, Karosh Taha und Senthuran Varatharajah.

    Sukultur Verlag, ISBN: 978-3-955-66134-2, Heft, 4 Euro

  • Buchtipp: Was wir haben

    28.05.2021/EG

    Eula Biss: Was wir haben
    Über Besitz, Kapitalismus und den Wert der Dinge

    Sachbuch (Besitz, Identität, Kapitalismus)

    „Es habe zwei Phasen in ihrem Leben gegeben, schreibt Eula Biss: die Phase vor und die nach dem Kauf einer eigenen Waschmaschine. Ausgehend von feinen Alltagsbeobachtungen und mit selbstironischem Humor stellt sie sich den großen konsumkritischen Fragen: Wie bestimmen Dinge unser Leben? Warum wollen wir immer mehr? Und was macht das Haben mit dem Sein?
    Eula Biss fragt, welchen Wert die Dinge wirklich für uns haben und wie unser Alltagsleben mit den großen Wirtschaftsphilosophien unserer Zeit zusammenhängt.
    So werden – persönlich, subtil und mit überraschenden Wendungen – alte Überzeugungen zu Kapitalismus, Besitz und Identität auf den Prüfstand gestellt …“

    Autorin

    Eula Biss lehrt Nonfiction Writing an der Northwestern University von Illinois. Für ihr Buch Notes from no Man’s Land erhielt sie 2009 den National Book Critics Circle Award. Biss war u. a. Stipendiatin der Guggenheim und der Howard Foundation. Sie gewann außerdem den 21st Century Award der Chicago Public Library Foundation.

    Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-26926-2, E-Buch, 320 Seiten, 18 Euro

  • Buchtipp: Der Fall Julian Assange

    21.05.2021/EG

    Nils Melzer: Der Fall Julian Assange
    Geschichte einer Verfolgung – Der spektakuläre Report des UNO-Sonderberichterstatters für Folter

    Sachbuch (Imperialismus, Macht, Menschenrechte, Politik)

    „Mit dem „Afghan War Diary“ veröffentlicht WikiLeaks 2010 das größte Leak der US-Militärgeschichte, mitsamt Beweisen für Kriegsverbrechen und Folter. Kurz danach verdächtigt Schweden WikiLeaks-Gründer Julian Assange der Vergewaltigung, und ein geheimes US-Schwurgericht ermittelt wegen Spionage. Als ihn Ecuador nach jahrelangem Botschaftsasyl der britischen Polizei überstellt, verlangen die USA sofort seine Auslieferung und drohen mit 175 Jahren Haft.
    Nils Melzer, UNO-Sonderberichterstatter für Folter, will sich zunächst gar nicht auf den Fall einlassen. Erst als er Assange im Gefängnis besucht und die Fakten recherchiert, durchschaut er das Täuschungsmanöver der Staaten und beginnt den Fall als das zu sehen, was er wirklich ist: die Geschichte einer politischen Verfolgung. An Assange soll ein Exempel statuiert werden – zur Abschreckung aller, die die schmutzigen Geheimnisse der Mächtigen ans Licht ziehen wollen.
    Dieses packende Buch erzählt erstmals die vollständige Geschichte von Nils Melzers Untersuchung.“

    Autor

    Nils Melzer, Jahrgang 1970, ist Professor für internationales Recht und lehrt in Glasgow und Genf. 2016 wurde er vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zum Sonderberichterstatter für Folter ernannt. Seit 2019 ist er überdies Vizepräsident des Internationalen Instituts für humanitäres Völkerrecht (IIHL) in Sanremo. Vorher war er als sicherheitspolitischer Berater der Schweizer Regierung tätig sowie als Rechtsberater und Abgesandter in Kriegs- und Krisengebieten für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK).

    Piper Verlag, ISBN: 978-3-492-07076-8, Buch, 336 Seiten, 22 Euro

  • Buchtipp: Digitalisierung als Distributivkraft

    14.05.2021/EG

    Sabine Pfeiffer: Digitalisierung als Distributivkraft
    Über das Neue am digitalen Kapitalismus

    Sachbuch (Digitalisierung, Kapitalismus, Ökonomie)

    „Nehmen uns Roboter die Arbeit weg? Wer diese Frage stellt, missversteht die Digitalisierung – sie ist keine industrielle Revolution mit anderen Mitteln. Sabine Pfeiffer sucht nach dem wirklich Neuen hinter der Digitalisierung und dem digitalen Kapitalismus. Sie stellt in ihrer Analyse dem Marx’schen Begriff der Produktivkraft die Idee der Distributivkraft zur Seite. Von der Plattformökonomie bis zur künstlichen Intelligenz wird damit verstehbar: Es geht immer weniger um die effiziente Produktion von Werten, sondern vielmehr um deren schnelle, risikolose und auf Dauer gesicherte Realisierung auf den Märkten. Neben der Untersuchung dieser Dynamik und ihrer Folgen wird auch diskutiert, warum die Digitalisierung als Distributivkraft zu einer ökologischen Destruktivkraft zu werden droht.“

    Autor

    Sabine Pfeiffer (Dr. phil. habil.), geb. 1966, ist Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Technik, Arbeit, Gesellschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nach Ausbildung und Berufstätigkeit als Werkzeugmacherin und Studium der Soziologie war sie u.a. am ISF München tätig sowie Professorin für »Innovation und kreative Entwicklung« an der Hochschule München und Professorin für Soziologie an der Universität Hohenheim. Sie forscht seit den 1990er Jahren zum Wandel von Arbeit und Digitalisierung und ist u.a. Mitglied im Forschungsbeirat der »Plattform Industrie 4.0« und im »Rat der Arbeitswelt«.

    Transcript Verlag, ISBN: 978-3-7328-5422-6, E-Buch, 322 Seiten, ? Euro