Schlagwort: Buchtipp

  • Buchtipp: „Miteinander“

    12.01.2024/EG

    Farhan Samanani: Miteinander
    Über das Zusammenleben in einer gespaltenen Welt

    Sachbuch (Gesellschaft, Politik)

    „Wie können wir mit denen leben, die anders sind als wir? Der Anthropologe Farhan Samanani nimmt sich eines der polarisierendsten Themen unserer Gegenwart an: Diversität.
    Zunehmend handeln und denken wir, als ob die Gräben zwischen uns unüberbrückbar wären: Anstatt Austausch zu suchen, schaffen wir Blasen, errichten Mauern und gentrifizieren ganze Städte, um uns mit Gleichgesinnten zu umgeben. Doch es geht auch anders. Auf der Suche nach Experimenten des Miteinanders führt uns der Anthropologe Farhan Samanani von …“

    Autor

    Farhan Samanani, geboren in Kanada, ist Sozialanthropologe. Nach einem Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, ist er derzeit am King’s College London tätig. Samanani hat einen Doktortitel von der Universität Cambridge.

    Hanser Verlag, ISBN 978-3-446-27870-7, E-Buch

  • Buchtipp: „Wirtschaftsmärchen“

    08.12.2023/EG

    Patrick Schreiner und Kai Eicker-Wolf: Wirtschaftsmärchen
    Hundertundeine Legende über Ökonomie, Arbeit und Soziales

    Sachbuch (Arbeit, Ökonomie, Politik, Steuern, Soziales)

    „»Die Löhne sind zu hoch.« »Wachstum kommt allen zugute.« »Der Sozialstaat ist unbezahlbar.« »Private Unternehmen sind effizienter als der Staat.« »Hohe Steuern bremsen die Wirtschaft.« Derlei Behauptungen machen Stimmung – für mehr Markt und weniger Politik, für mehr soziale Ungleichheit und weniger Umverteilung, für mehr Vereinzelung und weniger soziale Sicherheit. Sie sind Ausdruck eines neoliberalen Zeitgeists, der auf »unternehmerische Freiheit«, Konkurrenz, Privateigentum und »Eigenverantwortung« setzt. In diesem Buch nehmen Patrick Schreiner und Kai Eicker-Wolf 101 solcher Wirtschaftsmärchen unter die Lupe: Sie zeigen auf, weshalb diese falsch sind oder in die Irre führen; wem sie schaden und wem sie nutzen; welche Denkmuster und Annahmen hinter ihnen stehen. Und sie veranschaulichen, wie gefährliche Feindbilder geschaffen werden: das vom teuren Hängemattenstaat etwa, von halsstarrigen Gewerkschaften, von selbstsüchtigen Politikerinnen, von faulen Armen oder von wirklichkeitsfremden Sozialromantikern. Jenseits des Geflunkers streitet dieses Buch für soziale und demokratische Rechte in einer solidarischen Gesellschaft.“

    Autoren

    Patrick Schreiner, Dr. phil., *1978, ist Politikwissenschaftler. Er arbeitet als Gewerkschafter in Berlin und publiziert unter anderem zu wirtschafts- und verteilungspolitischen Themen sowie politischer Theorie.

    Kai Eicker-Wolf, Dr. phil., *1965, ist Ökonom. Er arbeitet als Gewerkschafter in Frankfurt am Main und publiziert unter anderem zu wirtschafts-, finanz- und bildungspolitischen Themen.

    Papyrossa Verlag, ISBN 978-3-89438-814-0, Buch

  • Buchtipp: „Hybris und Nemesis“

    24.11.2023/EG

    Rainer Mausfeld: Hybris und Nemesis
    Wie uns die Entzivilisierung von Macht in den Abgrund führt – Einsichten aus 5000 Jahren

    Sachbuch (Demokratie, Politik)

    „Macht drängt nach mehr Macht und Reichtum nach mehr Reichtum, eine Dynamik, die den Zusammenhalt einer Gesellschaft gefährdet und sie zu zerstören droht: Dies ist eine der frühesten Einsichten der Zivilisationsgeschichte. Macht bedarf daher stets einer robusten Einhegung. Das bedeutendste Schutzinstrument für eine Zivilisierung von Macht stellt die egalitäre Leitidee der Demokratie dar.
    Rainer Mausfeld zeigt entlang historischer Linien auf, dass der Begriff der Demokratie seiner ursprünglichen Bedeutung beraubt worden ist und heute als Demokratierhetorik für Herrschaftszwecke missbraucht wird. Dadurch ist es in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Entzivilisierung von Macht gekommen, deren psychische, gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen die menschliche Zivilisation insgesamt bedrohen.“

    Autor

    Rainer Mausfeld ist Professor an der Universität Kiel und hatte bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl für Wahrnehmungs- und Kognitionsforschung inne. In seinen gesellschaftspolitischen Beiträgen beschäftigt er sich mit der neoliberalen Ideologie, der Umwandlung der Demokratie in einen autoritären Sicherheitsstaat und psychologischen Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements.

    Westend Verlag, ISBN 978-3-98-791010-4, E-Buch

  • Buchtipp: „FairTech“

    03.11.2023/EG

    Mina Saidze: FairTech
    Digitalisierung neu denken für eine gerechte Gesellschaft

    Sachbuch (Digitalisierung)

    „Technologie bestimmt unsere Zukunft. Doch die Digitalisierung von heute produziert Ungerechtigkeit, sie schließt systematisch große Teile der Bevölkerung aus oder benachteiligt sie. Was müssen wir tun, damit alle in unserer Gesellschaft die gleichen Chancen haben? Wie wichtig ist die Digitalisierung für unsere Jobs, und wird Künstliche Intelligenz sie gefährden oder doch vielmehr sichern? Während Technokraten über KI debattieren, bleiben soziale Aspekte auf der Strecke. Dabei geht es darum, wie unsere Welt von morgen aussieht und wer sie mitgestaltet.
    Die Tech-Expertin Mina Saidze fordert endlich FairTech von der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft. Eine klare Ansage von einer, die schon weiß, wohin die Reise geht.“

    Autor

    Mina Saidze ist eine mehrfach ausgezeichnete Gründerin, Datenexpertin, Publizistin und eines der bekanntesten Gesichter der Digitalszene in diesem Land. Sie wuchs als Tochter politischer Aktivisten aus Afghanistan in Hamburg auf und arbeitet im Bereich Big Data und Künstliche Intelligenz für Hightech-Startups und Konzerne.

    Quadriga Berlin Verlag, ISBN 978-3-7517-4848-3, E-Buch

  • Buchtipp: Die Erfindung der „Unterklasse“

    27.10.2023/EG

    Loïc Wacquant: Die Erfindung der „Unterklasse“
    Vom großen globalen Abkassieren

    Sachbuch (Gesellschaft, Politik, Ungleichheit)

    „In den Jahren von 1977 bis 1997 machte der Begriff „Unterklasse“ in den USA eine steile Karriere, um dann genauso schnell wieder aus der Debatte zu verschwinden. In diesem Buch zeichnet Loïc Wacquant die Entstehung und Konstruktion dieses Begriffs kritisch nach. Im Detail zeigt er, dass die Kategorie der „Unterklasse“ politisch und sozial ‘erfunden‘ wurde, um bestimmte Bevölkerungsgruppen zu stigmatisieren. So die Verantwortung für soziale Probleme auf die Betroffenen selbst abgewälzt, können strukturelle und gesellschaftliche Ursachen ignoriert werden. Das Buch ist eine profunde Kritik des Rassismus und der Armutspolitik im Neoliberalismus – und ein Beitrag zur „Politik des Wissens“ durch die Verwendung abwertender Begriffe.“

    Autor

    Loïc Wacquant ist Professor für Soziologie an der University of California in Berkeley und Forscher am Centre de sociologie européenne in Paris. Seine Bücher wurden in zwei Dutzend Sprachen übersetzt.

    Dietz Berlin Verlag, ISBN 978-3-320-02403-1, Buch