Schlagwort: Buchtipp

  • Buchtipp: „Wahrheiten und Mehrheiten“

    12.04.2024/EG

    Peter Strohschneider: Wahrheiten und Mehrheiten
    Kritik des autoritären Szientismus

    Sachbuch (Demokratie, Politik, Wissenschaft)

    „Ob Klima-, Umwelt- oder Gesundheitskrise: Die Machtworte der Wissenschaft verheißen Abhilfe im Zeichen moderner Sachrationalität. Tatsächlich aber verbündet sich hier naive Wissenschaftsgläubigkeit mit einem tendenziell undemokratischen Machtanspruch.
    Peter Strohschneider widmet sich in seinem Buch Formen dieses autoritären Szientismus in der Gegenwart – und zeigt, wie wissenschaftliche Wahrheiten und politische Mehrheiten auch konstruktivere Allianzen eingehen können.“

    Autor

    Peter Stohschneider lehrte Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Für seinen Blick auf Wissenschaft und Politik prägende Jahre war er u. a. Vorsitzender des Wissenschaftsrats und der Zukunftskommission Landwirtschaft sowie Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

    C.H.Beck Verlag, ISBN 978-3-406-81568-3, Buch

  • Buchtipp: „Versteckte Köder“

    29.03.2024/EG

    Heike Melzer: Versteckte Köder
    Die Macht der Belohnungsreize und wie wir uns davon befreien

    Sachbuch (Medien, Psychologie)

    „Likes, Shopping, Candy Crush – wo verstecken sich Belohnungsreize in unserem Alltag und wie abhängig sind wir? Belohnungsreize sind allgegenwärtig. Soziale Netzwerke, Onlineshopping, Sexualität, Ernährung, Gaming: Geködert werden wir überall. Ungesteuerter Dauerkonsum und emotionale Enthemmung nehmen zu. Belohnungsaufschub, Fokussierungsfähigkeit, Frustrationstoleranz und Impulskontrolle werden zum Problem…“

    Autorin

    Heike Melzer ist Neurologin, ärztliche Psychotherapeutin und Business-Coach.

    Hanser Verlag, ISBN 978-3-446-28031-1, E-Buch

  • Buchtipp: „Streitpunkt Games“

    22.03.2024/EG

    Harald Koberg: Streitpunkt Games
    Warum die Kritik an digitalen Spielen zu kurz greift

    Sachbuch (Gesellschaft, Kultur)

    „Über Videospiele wird oft geurteilt, aber selten diskutiert – vor allem zwischen denen, die spielen, und Außenstehenden, welche die Faszination für Games oft schwer nachvollziehen können. Dabei bieten Videospiele eine breite Grundlage für Diskussionen – beispielsweise darüber, was der Erfolg dieser Spiele über die Gesellschaft verrät.
    Harald Koberg vermittelt seit vielen Jahren zwischen den Fans des Mediums und dessen Kritikerinnen. Als Kulturwissenschaftler und Medienpädagoge hat er sich mit beiden Perspektiven beschäftigt und als Spieler umfangreiches Erfahrungswissen gesammelt. Koberg erklärt Facetten der Faszination und analysiert Bedürfnisse, die beim Spielen befriedigt werden. Er hinterfragt gängige Kritik, um neue Kritik zu formulieren. Immer behält er dabei das soziale Umfeld im Blick: Jugendkultur, Individualisierung, Geschlechterdynamiken, Leistungsdruck. Was machen die Spiele mit der Gesellschaft, was die Gesellschaft mit den Spielen und Spielerinnen? Und was können wir tun, um diese Konflikte zu entschärfen?“

    Autor

    Dr. Harald Koberg ist ein renommierter Experte für Gaming-Kultur und die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Der studierte Philosoph und Kulturanthropologe arbeitet als Pädagoge, Berater, Wissenschaftler, Veranstalter und Journalist und immer dreht sich seine Arbeit um das Verstehen und Vermitteln der sozialen Bedeutung digitaler Kommunikations- und Lebenswelten. Er arbeitet als Spezialist für gesellschaftliche Fragen der Digitalisierung im öffentlichen Dienst, leitet den Fachbereich für digitale Spiele beim Verein Ludovico, organisiert das alljährliche button Festival of Gaming Culture in Graz, schreibt Videospielkritiken und lehrt an Schulen und Universitäten.

    Büchner Verlag, ISBN 978-3-96317-371-4, Buch

  • Buchtipp: „Der große Rausch“

    15.03.2024/EG

    Helena Barop: Der große Rausch
    Warum Drogen kriminalisiert werden. Eine globale Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute

    Sachbuch (Drogen, Politik)

    „Wer Anfang des 19. Jahrhunderts in der westlichen Welt Drogen kaufen wollte, ging in die Apotheke. Wer Anfang des 21. Jahrhunderts in der westlichen Welt Drogen kaufen wollte, musste zu seinem Dealer.
    Wie es dazu kam, dass Medikamente zu Rauschmitteln, Rauschmittel zu Rauschgift und aus Rauschgift illegale Drogen wurden, erklärt uns Helena Barop in dieser fantastisch geschriebenen Geschichte der Drogenpolitik. Die Historikerin zeigt, wie vor allem die US-amerikanische Drogenpolitik ihren Weg nach Deutschland und in den Rest der Welt fand und Drogen vielerorts zu einem gesellschaftlichen Problem erklärte. Fesselnd schildert Barop, wie die Angst vor Drogen sich zuverlässig in politisches Kapital umwandeln ließ und lässt. Dabei räumt sie mit Vorurteilen und Halbwahrheiten auf und verdeutlicht an zahlreichen Beispielen: Die Geschichte der Drogenpolitik ist eine Geschichte der schillernden Ambivalenzen – und es ist an der Zeit, sie neu zu sortieren.“

    Autorin

    Helena Barop, geboren 1986, studierte in Freiburg und Rom Geschichte und Philosophie. Ihre Doktorarbeit »Mohnblumenkriege. Die globale Drogenpolitik der USA, 1950-1979« hat viel Beachtung in den Medien gefunden und wurde mit renommierten Preisen ausgezeichnet.

    Siedler Verlag, ISBN 978-3-8275-0172-1, Buch

  • Buchtipp: „72 Minuten bis zur Vernichtung“

    08.03.2024/EG

    Annie Jacobsen: 72 Minuten bis zur Vernichtung
    Atomkrieg – ein Szenario

    Sachbuch (Politik, Waffen)

    „Ein Szenario von dreimal 24 Minuten: So lange dauert es vom ersten Entdecken eines atomaren Marschflugkörpers mit Ziel USA bis zum dann unausweichlichen und vernichtenden Gegenschlag und zum Ende der Welt wie wir sie kennen. Was passiert als Nächstes? Wieviel Zeit bleibt dem US-amerikanischen Präsidenten für die Entscheidung, wie der Gegenschlag aussieht? Gibt es einen funktionierenden Abwehrschirm? Sind die Kommunikationswege zwischen den Atommächten im Ernstfall sicher? Ist weltweite Eskalation unvermeidbar?
    Das Szenario ist fiktiv. Die zugrundeliegenden Parameter, die Befehlsketten, in Kraft gesetzten Regeln und die technischen Möglichkeiten mit ihren grausamen Konsequenzen beruhen auf den Fakten, die die Autorin im Austausch mit Experten und von Insider-Quellen gesammelt hat. Das Ergebnis ist ein atemloses Leseerlebnis voller hochinteressanter Erkenntnisse, erschreckend, faszinierend und informativ.“

    Autorin

    Annie Jacobsen ist eine US-amerikanische Investigativ-Journalistin, spezialisiert auf Krieg, Waffen und Sicherheit.

    Heyne Verlag, ISBN 978-3-453-21878-9, Buch