Schlagwort: Arbeitswelt

  • Rente: Deutschland versus Österreich

    23.10.2021/EG
    Quelle: Duncker & Humblot, Berlin

    Florian Blank, Sozialwissenschaftler am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung Düsseldorf, und Erik Türk, Sozialwissenschaftler an der Arbeiterkammer Wien, untersuchten die Altersrenten in Deutschland und Österreich

    „Die Gegenüberstellung der Rentenansprüche für einheitliche, idealtypische Biografien ermöglicht den Vergleich von Unterschieden der Rentensysteme selbst. Die von der OECD erstellten Modellbiografien mit durchgehenden Erwerbsverläufen, abschlagsfreiem Renteneintritt und stabilen Einkommenspositionen bilden den Ausgangspunkt für den Vergleich der Rentenversicherungen Deutschlands und Österreichs. Die Vorgehensweise der OECD wird dargestellt, sofern erforderlich korrigiert, aktualisiert und weiterentwickelt. Zusätzlich werden Arbeitslosigkeit, vorzeitiger Renteneintritt sowie Kindererziehungszeiten berücksichtigt. Durch diese Ergänzungen werden eine höhere Realitätsanbindung erreicht und Elemente des sozialen Ausgleichs einbezogen. Es zeigt sich, dass die österreichische Pensionsversicherung in jeder Konstellation deutlich höhere Leistungen gewährt, die Elemente des sozialen Ausgleichs den Abstand teils vergrößern, teils verringern.“
    Die Studie lesen Sie hier ↗elibrary.duncker-humblot.com

    Zum Thema

    Alterssicherung in Deutschland und Österreich: Vom Nachbarn lernen? ↗econstor.eu.

  • Mindestlohn: Wie niedrig soll er mindestens sein?

    20.09.2021/EG
    Quelle: Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    Moritz Drechsel-Grau und Tom Krebs, beide Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Mannheim, untersuchten die Auswirkungen eines Mindestlohns in Höhe von 12 Euro auf Beschäftigung, Wachstum und öffentliche Finanzen

    „Die Simulationsanalyse zeigt, dass eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro langfristig keinen nennenswerten Effekt auf die Beschäftigung hat. Darüber hinaus führt ein Mindestlohn von 12 Euro langfristig zu einem Anstieg der Produktivität um circa ein Prozent, einer Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Produktion um circa eineinhalb Prozent und Mehreinnahmen
    der öffentlichen Hand von circa 20 Milliarden Euro pro Jahr.“

    Die Studie lesen Sie hier boeckler.de

    Zum Thema

    Marcel Fratzscher, Wirtschaftswissenschaftler Humboldt-Universität zu Berlin und Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin, argumentiert für einen Mindestlohn in Höhe 12 Euro. diw.de

    Der Rentenexperte Dr. Johannes Steffen errechnete den bereits heute notwendigen gesetzlichen Mindestlohn, der zur Erreichung des Grundsicherungsniveaus gemäß SGB XII (aktuell 1.074 Euro) nach 45 Beitragsjahren erreichen zu können, nötig wäre: 16,15 Euro/Std.! portal-sozialpolitik.de

  • Arbeitswelt im Schatten der Kontrolle

    05.07.2021/EG
    Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin

    Bericht der Bundesregierung über die Auswirkungen des Gesetzes zur Bekämpfung der illegalen Beschäftigung

    Nach einer Untersuchung durch das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) an der Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Friedrich Schneider, em. Wirtschaftswissenschaftler an der Johannes Keppler Universität Linz, hat sich der geschätzte Umfang der sogenannten Schattenwirtschaft von 328 Milliarden Euro im Jahr 2017, 325 Milliarden Euro im Jahr 2018 und 324 Milliarden Euro im Jahr 2019 wenig verändert. Für das (Pandemie-)Jahr 2020 schätzen die Wissenschaftler das Volumen der Schwarzarbeit* auf 339 Milliarden Euro.
    Im Jahr 2020 sank die Zahl der Prüfungen von Arbeitgebern durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) um 18,3 Prozent auf 44.702 Prüfungen. Die ermittelte Schadenssumme stieg um 8,2 Prozent auf 817 Millionen Euro. bundestag.de
    *Schwarzarbeit ist in § 1 Absatz 2 SchwarzArbG definiert.

  • Video-Tipp: Wem gehört die Welt?

    16.06.2021/EG
    Quelle: 3sat, Mainz

    Dokumentation über die Geschichte des Eigentums

    Besitz und Reichtum gehen einher mit Ungleichheit und Gewalt, denn mit dem ersten Zaun gab es den ersten Streit. Zugleich ist Eigentum die Basis früher Zivilisationen und Imperien – wie dem Römischen Reich. Viele der Errungenschaften von damals gelten bis heute.

    Teil 1 „Vom Acker zum Imperium“ sehen Sie hier ↗3sat.de.
    Teil 2 „Von Fürsten und Kaufleuten“ sehen Sie hier ↗3sat.de.
    Teil 3 „Von der Macht des Marktes“ sehen Sie hier ↗3sat.de.

  • Buchtipp: Working Class

    07.05.2021/EG

    Julia Friedrichs: Working Class
    Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können

    Sachbuch (Arbeitswelt, Armut, Rente, Ungleichheit)

    „Die Generation nach den Babyboomern ist die erste nach dem Zweiten Weltkrieg, die ihre Eltern mehrheitlich nicht wirtschaftlich übertreffen wird. Obwohl die Wirtschaft ein Jahrzehnt lang wuchs, besitzt die Mehrheit in diesem Land kaum Kapital, kein Vermögen. Doch sich Wohlstand aus eigener Kraft zu erarbeiten ist schwieriger geworden, insbesondere für die, die heute unter 45 sind. Die Hälfte von ihnen fürchtet, im Alter arm zu sein. Was sind die Ursachen für diesen großen gesellschaftlichen Umbruch, wann fing es an?
    Julia Friedrichs spricht mit Wissenschaftlern, Experten und Politikern. Vor allem aber begleitet sie Menschen, die dachten, dass Arbeit sie durchs Leben trägt, die reinigen, unterrichten, Tag für Tag ins Büro gehen und merken, dass es doch nicht reicht. Sie sind die ungehörte Hälfte des Landes. Dieses Buch erzählt ihre Geschichte.“

    Autor

    Julia Friedrichs, 1979 im westlichen Münsterland geboren, studierte Journalistik in Dortmund und Brüssel. Seitdem arbeitet sie als Autorin von Reportagen und Dokumentationen für die ARD, das ZDF und die Zeit. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Axel-Springer-Preis für junge Journalisten, den Nachwuchspreis des Deutsch-Französischen Journalistenpreises, den Dr. Georg Schreiber-Medienpreis sowie 2019 den Grimme-Preis.

    Berlin Verlag, ISBN: 978-3-8270-8029-5, Buch, 304 Seiten, 19 Euro

    Änne Seidel, Moderatorin, im Gespräch mit Julia Friedrichs hören Sie hier deutschlandfunk.de.