Schlagwort: Arbeitswelt

  • Eine Million Leiharbeiter

    25.08.2017/EG

    Zahl der Arbeitnehmer von Zeitarbeitgebern von 630.324 im Jahr 2006 auf 992.756 am 31.12.2016 (+ 57,5 %)

    Im Dezember 2016 waren bundesweit 992.756 Arbeiter sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig bei Zeitarbeitgebern beschäftigt. bundestag.de

    Einen Überblick zur Entwicklung der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung lesen Sie hierwikipedia.org.

    Das Geschäft mit Arbeitskräften – die Großen der Branche in Deutschland: (mehr …)

  • Nicht jede Arbeit ist besser als keine

    25.08.2017/EG aus dem Medium Oxford University Press, Oxford

    Oxford-Studie zu den Auswirkungen schlechter Arbeitsplätze auf die Gesundheit

    Die Forscher untersuchten den Einfluss von Arbeitsqualität auf die Gesundheit in Großbritannien. Dabei nutzten die Forscher chronische stressbezogene Biomarker aus einer repräsentativen Kohorte von 1.116 arbeitslosen Erwachsenen.

    Kernaussagen der Studie:

    • In Bezug auf die allostatische Last (Belastung) ist nicht jede Arbeit unbedingt besser als keine Arbeit. Die Qualität der Arbeit ist wichtig.
    • Die Qualität der Arbeit kann zum Beschäftigungserfolg der Arbeitslosen beitragen.
    • So wie „gute Arbeit gut für die Gesundheit ist“, kann sich eine schlechte Qualität der Arbeit negativ auf die Gesundheit auswirken.

    Die Studie lesen Sie hier academic.oup.com.

  • Buchtipp: Neben uns die Sintflut

    25.08.2017/EG

    Stephan Lessenich: Neben uns die Sintflut
    Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis

    Sachbuch (Lehre, Wirtschaftswissenschaft)

    Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Wir lagern systematisch Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab. Und wir alle verdrängen unseren Anteil an dieser Praxis. Der renommierte Soziologe Stephan Lessenich bietet eine brillante, politisch brisante Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft. Er veranschaulicht das soziale Versagen unserer Weltordnung, denn es profitieren eben nicht alle irgendwie von freien Märkten. Die Wahrheit ist: Wenn einer gewinnt, verlieren andere. Jeder von uns ist ein verantwortlicher Akteur in diesem Nullsummenspiel, dessen Verlierer jetzt an unsere Türen klopfen. (mehr …)

  • EU: Handelsbilanzen der Ungleichen

    18.08.2017/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘, Brüssel

    EU28 Handelsbilanz Halbjahr 2017: 16 von 28 EU-Staaten melden Defizite / Deutschlands Exportanteil (639,7 Mrd. Euro) an allen Ausfuhren der EU28 (2.606,6 Mrd. Euro) liegt bei 24,5 %

    Das statistischen Amt der Europäischen Union ‘Eurostat‘ meldet die Handelsbilanzsalden der 28 EU-Mitgliedstaaten für die Monate Januar bis Juni 2017:

    Handelsbilanzsaldo (weltweite Ausfuhren abzüglich weltweite Einfuhren) insgesamt

    • Deutschland: 124,4 Mrd. Euro Exportüberschuss (- 5,0 Prozent gegenüber Jan. bis Juni 2016)
    • EU27 (ohne Deutschland): 34,8 Mrd. Euro Überschuss (Niederlande) bis 83,7 Mrd. Euro Defizit (Vereinigtes Königreich)

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  • Wie wirkt Neoliberalismus?

    18.08.2017/EG aus dem Medium Blätter für deutsche und internationale Politik, Berlin

    Wendy Brown, Politikwissenschaftlerin, über neoliberale Wirkmechanismen auf demokratische Strukturen in den USA

    „… den Blick auf den Neoliberalismus lenken. Dabei handelt es sich einerseits um eine Politik aus Freihandel, sinkenden Steuern, Deregulierung, einer Entfesselung des Kapitals, einer Schwächung der organisierten Arbeitnehmer, dem Abbau des Wohlfahrtsstaats und der Privatisierung öffentlicher Güter. Andererseits ist der Neoliberalismus aber auch eine Form der Rationalität: Nicht nur wirtschaftliche Unternehmungen, sondern jedes organisierte menschliche Handeln wird dem Markt und der Vernunft des Marktes unterworfen und in seinem Wert wie in der Durchführung ökonomisiert. Menschen werden so zu selbstverantwortlichen Unternehmern ihrer eigenen Leben, zu in sich selbst investierendem Humankapital. Politische, persönliche und soziale Beziehungen werden von der neoliberalen Vernunft in Begriffe des Marktes gefasst. Lernen, Sport, Essen und Beziehungen verwandeln sich in Objekte spekulativer Investitionen: Sie werden gelistet, bewertet und als Teil eines ausgewogenen Portfolios eingeordnet. Selbst die Demokratie wird von der neoliberalen Vernunft auf diese Weise entwertet und transformiert.“ blaetter.de