Kategorie: Allgemein

  • Automobil: Innovationsprämie für Plug-in-Hybridfahrzeuge ist zu hoch

    26.03.2022/EG
    Quelle: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe

    Wissenschaftler des International Council on Clean Transportation (ICCT) und des Fraunhofer ISI untersuchten den Nutzen der Förderung von Plug-in-Hybridfahrzeugen

    „Im direkten Vergleich mit vollelektrischen Batteriefahrzeugen schneiden Plug-in-Hybridfahrzeuge hinsichtlich ihres absoluten Beitrags zur Verringerung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen deutlich schlechter ab. Auch das Verhältnis zwischen steuerlichen Fördersummen einerseits und vermiedenen Emissionen andererseits fällt für Hybridfahrzeuge ungünstig aus. Um das Verhältnis zwischen staatlicher Förderung und CO2-Einsparung für Plug-in-Hybride dem von Batteriefahrzeugen anzugleichen, müsste die Innovationsprämie für Plug-in-Hybridfahrzeuge um mindestens 2.500 Euro verringert werden.“ isi.fraunhofer.de

    Zum Thema

    AUDI: Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im Jahr 2021 auf 6,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,2 Mrd. Euro).
    BMW: Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im Jahr 2021 auf 16 Mrd. Euro (Vorjahr: 5,2 Mrd. Euro).
    Mercedes-Benz: Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im Jahr 2021 auf 29,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,6 Mrd. Euro).
    PORSCHE: Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im Jahr 2021 auf 5,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,4 Mrd. Euro).
    VW: Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im Jahr 2021 auf 20,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 11,7 Mrd. Euro).

  • Buchtipp: Erfolgreiches China

    25.03.2022/EG

    Robert Fitzthum: Erfolgreiches China
    Die Fakten zur Befreiung aus der Armut, zur grünen Umgestaltung und zu menschengerechten Städten der Zukunft

    Sachbuch (Gesellschaft, Politik, Wirtschaft)

    „Wie hat sich das Leben für die einfachen Menschen in China verändert? Wie soll ein Grünes China erreicht werden? Wie sieht die Zukunft in Smart Cities und City Clusters aus? Warum konnte China bei der Entwicklung des Landes so erfolgreich sein?
    Sie finden hier die Fakten, warum nach glaubwürdigen internationalen Umfragen 80% bis 90% der chinesischen Bevölkerung Vertrauen zu ihrer Regierung haben. China wurde nach Kriterien der Weltbank zu einem „Land mittleren Einkommens“ und geht den Weg Richtung Sozialstaat.
    Anschaulich dank zahlreicher Beispiele sowie Interviews mit Fachleuten und Politikern, gibt das Buch eine detaillierte Beschreibung über die Planung, Struktur und Finanzierung des komplexen Armutsbekämpfungsprogramms, über die systematischen Aktivitäten Richtung Grünes China und über die langfristige Städteentwicklung.
    Der Autor zeigt aus seiner eigenen Erfahrung auf, wie sich die Lebensbedingungen der Menschen in China kontinuierlich verbessern.“

    Autor

    Der Österreicher Robert Fitzthum wurde 1951 in Wien geboren und studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien. Er arbeitete in Wien als IT-Manager und Personalchef in unterschiedlichen Banken und war als selbstständiger Unternehmensberater tätig. Er lebt seit 2013 als Beobachter der weltpolitischen und lokalen Entwicklungen in Nanjing/China.

    Goldegg Verlag, ISBN: 978-3-99060-262-1, Buch, 24 Euro

  • Buchtipp: Wer schweigt, stimmt zu

    18.03.2022/EG

    Ulrike Guérot: Wer schweigt, stimmt zu
    Über den Zustand unserer Zeit. Und darüber, wie wir leben wollen.

    Sachbuch (Demokratie, Gesellschaft, Politik)

    „Wie wollen wir eigentlich leben? Nach zwei Jahren Pandemie, in zermürbten Gesellschaften, verformten Demokratien, polarisierten Debatten, erschöpfen Volkswirtschaften und eingeschränkten Freiheitsrechten, liegt diese Frage mitten auf dem europäischen Tisch! Ulrike Guérot hat ein wütendes Essay für all diejenigen geschrieben, die nicht so leben wollen wie in den letzten zwei Jahren; die einem Virus nicht noch ein demokratischen System hinterher schmeißen, und die ihre Freiheit nicht für eine vermeintliche Sicherheit verspielen wollen. Ein Buch gegen den transhumanistischen Zeitgeist, der mit einer als Lebensrettung maskierten Kontrollpolitik genau das verspielt, was das Mysterium des Lebens ausmacht.“

    Autorin

    Ulrike Guérot studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Bonn, Münster und Paris. Sie ist Professorin, Autorin und Aktivistin in den Themenbereichen Europa und Demokratie, mit Stationen in Think Tanks und an Universitäten in Paris, Brüssel, London, Washington, Berlin und Wien. 2014 gründete sie das European Democracy Lab, e.V., eine Denkfabrik zum Neudenken von Europa. 2016 wurde ihr Buch „Warum Europa eine Republik werden muss. Eine politische Utopie“ europaweit ein Bestseller. Seit Herbst 2021 ist Ulrike Guérot Professorin für Europapolitik der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms Universität Bonn und Co-Direktorin des Centre Ernst Robert Curtius (CERC).

    Westend Verlag, ISBN: 978-3-8648-9855-6, E-Buch, 13 Euro

  • Ukraine: Näher am Töten und Zerstören als (nach-)gedacht

    17.03.2022/EG
    Quelle: journalismus.online

    Hektor Haarkötter, Kommunikationswissenschaftler an der Hochschule Bonn Rhein-Sieg, über ‘Helden‘ in diesen Zeiten

    Auszug: „Mit dem Krieg in der Ukraine hat sich in der journalistischen Berichterstattung etwas Wesentliches geändert. Es gibt jetzt eine Kriegsberichterstattung. Ich habe das in dieser Form in den vergangenen militärischen Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen, die hierzulande die Seelen beschäftigt haben, noch nicht erlebt. Analysen militärischer Strategien, Offiziere, die im Radio lange Interviews zu taktischen Aspekten des Kriegsgeschehens geben, Diskussionen über einzelne Waffensysteme und deren Pro und Contra: Die „Militärexperten“ betreten die Bühne journalistischer Berichterstattung und dürfen in Gala-Uniform oder in Tarnfleck ihre Expertise dem noch gar nicht so kriegsmüden Publikum zum Besten geben. Wie so oft im Journalismus weiß man nicht so recht, was diese Experten eigentlich zu ebensolchen macht. Ist es die ordensdekorierte Brust, ist es die eigene Beteiligung an ungezählten Waffengängen der Vergangenheit oder reicht es, mal ein schlaues Buch von Clausewitz gelesen zu haben, um gewitzt über das Handwerk des Tötens sprechen zu dürfen? Mein Verdacht: Würde man alle diese Experten an die Front schicken, wäre dieser Krieg sehr schnell vorbei…“ journalismus.online.

    Zum Thema

    Wang Yi, chinesischer Staatskommissar und Außenminister, zur aktuellen Lage in der Ukraine:
    „Erstens ist China der festen Überzeugung, dass die Souveränität und die territoriale Integrität aller Länder geachtet und geschützt und die Ziele und Grundsätze der UN-Charta ernsthaft befolgt werden sollten. Diese Position Chinas ist konsistent und klar und gilt auch für die Ukraine-Frage.
    Zweitens tritt China für eine gemeinsame, umfassende, kooperative und nachhaltige Sicherheit ein. China ist der Ansicht, dass die Sicherheit eines Landes nicht auf Kosten der Sicherheit anderer Länder gehen sollte, und noch weniger sollte die regionale Sicherheit durch die Stärkung oder gar Ausweitung von Militärblöcken gewährleistet werden. Die legitimen Sicherheitsinteressen aller Länder sollten respektiert werden. Angesichts der fünf aufeinanderfolgenden Runden der NATO-Osterweiterung sollten die legitimen Sicherheitsbedürfnisse Russlands ernst genommen und angemessen berücksichtigt werden.
    Drittens hat China die Entwicklungen in der Ukraine-Frage genau verfolgt. Die derzeitige Situation ist nicht das, was man sich wünscht. Oberste Priorität hat jetzt, dass alle Parteien die notwendige Zurückhaltung üben, um zu verhindern, dass sich die derzeitige Lage in der Ukraine verschlimmert oder gar außer Kontrolle gerät…“ german.beijingreview.com.cn

  • Buchtipp: Vermögen vererben

    11.03.2022/EG

    Ronny Grundig: Vermögen vererben
    Politiken und Praktiken in der Bundesrepublik und Großbritannien 1945-1990

    Sachbuch (Gesellschaft, Kapitalismus, Politik, Steuern)

    „Das Vererben von Vermögen stabilisiert die Gesellschaftsordnung. Erbregelungen können soziale Ungleichheitsverhältnisse in die Zukunft fortschreiben oder zu Enttäuschungen übergangener Familienmitglieder führen. Da das Vererben soziale Gerechtigkeits- und Familienvorstellungen berührt, ist seine Regulierung politisch höchst umstritten. Obwohl die jährlich vererbten Vermögen in den letzten Jahren immer neue Rekordhöhen erreichten, ist die Vorgeschichte dieser gegenwärtigen Entwicklung bisher kaum erforscht.
    Ronny Grundig untersucht den Wandel der Vermögensvererbung vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Ende der 1980er Jahre. Er blickt auf politische Regulierungen, die Praktiken des Vererbens und die Aneignung des Erbes durch die Hinterbliebenen. Der Autor analysiert die Steuervermeidung Vermögender sowie Konflikte zwischen Erben und Erbinnen. Ebenso zeigt er den Wandel von Paar- und Familienbeziehungen beim Vererben, die sich in den Testamenten niederschlagen und die Verteilung der hinterlassenen Vermögen beeinflussen.“

    Autor

    Ronny Grundig, geb. 1990, studierte Geschichtswissenschaft und Sozialwissenschaften sowie Militärgeschichte und -soziologie in Erfurt und Potsdam. Seine Promotion an der Universität Potsdam entstand am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) im Rahmen des Graduiertenkollegs »Soziale Folgen des Wandels der Arbeitswelt«. Derzeit arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung »Regime des Sozialen« des ZZF an einem Projekt zur Gesellschaftsgeschichte des ostdeutschen Handwerks in der Transformationszeit (1980-2000).

    Wallstein Verlag, ISBN: 978-3-8353- 4846-2, E-Buch, 26 Euro