Kategorie: Allgemein

  • Video-Tipp: „Oeconomia“

    14.12.2022/EG
    Quelle: 3sat, Mainz

    Dokumentation von Carmen Losmann über den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Verschuldung und Vermögenskonzentration

    „Jenseits der distanzierten Formeln der Finanzberichterstattung, die den Fokus nicht auf ein Verstehen des großen Ganzen setzen, macht sich Dokumentarfilmerin Carmen Losmann mit so viel Scharf- wie Eigensinn daran, den Kapitalismus der Gegenwart in seiner Struktur zu durchleuchten…“
    Die Dokumentation sehen Sie hier 3sat.de.

  • Video-Tipp: „Arbeit ohne Sinn“

    13.12.2022/EG
    Quelle: ARTE, Strasbourg

    Dokumentation von John Webster deckt systemische Probleme in der Arbeitswelt auf

    „Arbeit kann erfüllend sein – im Idealfall. Doch ziemlich viele Menschen mit Bürojobs sind in ihrer täglichen Arbeit todunglücklich. Klar, man könnte einwenden, die Unzufriedenheit dieser Angestellten sei hauptsächlich ein Problem der Ersten Welt. Sie haben einen sicheren, körperlich nicht anstrengenden Beruf, der oft auch noch relativ gut bezahlt wird – und auf der Welt gibt es viele Menschen, die in weit größerem Elend leben. Aber gehört die beispiellose Verschwendung menschlicher Ressourcen nicht trotzdem zu den großen Dramen unserer Zeit?„
    Die Dokumentation sehen Sie hier ↗arte.tv.

  • Buchtipp: Sie nannten es Arbeit

    09.12.2022/EG

    James Suzman: Sie nannten es Arbeit
    Eine andere Geschichte der Arbeit

    Sachbuch (Leben, Ökonomie)

    „Heute bestimmt unsere Arbeit, wer wir sind, und das rastlose Konsumieren gilt als natürliche Eigenschaft des Homo Sapiens. Doch das war nicht immer so. James Suzman legt eine andere Geschichte der Menschheit vor, die zeigt, wie die Arbeit von uns Besitz ergreifen und unser Leben dominieren konnte. Doch wenn unsere Art zu arbeiten ein Produkt unserer Geschichte ist, dann lässt sie sich auch verändern.“

    Autor

    James Suzman ist Sozialanthropologe und Autor des Buches «Affluence without Abundance» (Wohlstand ohne Überfluss), in dem er die Gesellschaften der Jäger und Sammler als erste Wohlstandsgesellschaften porträtierte. Er ist Direktor des anthropologischen Thinktanks Anthropos und Fellow am Robinson College der Cambridge University.

    C. H. Beck Verlag, ISBN: 978-3-406-79303-5, Buch, 17 Euro

  • Buchtipp: Wenn das Nachdenken ausfällt

    02.12.2022/EG

    Martin Uban: Wenn das Nachdenken ausfällt
    Baupläne für Vorurteile

    Sachbuch (Meinung, Psyche)

    „Unser Weltbild besteht zu etwa 10 Prozent aus Fakten, die unsere Sinne wahrnehmen, zu 90 Prozent jedoch aus Bildern, die wir im Kopf entwickeln. Mit dem jüngsten Wissen der Naturwissenschaften erklärt Martin Urban, warum diese ›Bilder im Kopf‹ oft stärker sind als die Wirklichkeit ist, wir also Vorurteile haben…
    Der Autor nutzt die jüngsten Erkenntnisse der Wissenschaften wider ihre Verächter von den Fake-News-Fronten. Das Ergebnis ist ein Votum für die Aufklärung, für eine moralische Verpflichtung, nach den Fakten zu fragen, wissen zu wollen.“

    Autor

    Martin Urban, geboren 1936 in Berlin, stammt aus einer Theologenfamilie. Er studierte Physik, Chemie und Mathematik und arbeitete anschließend auf dem Gebiet der Plasmaphysik. Ab 1965 war er bei der Süddeutschen Zeitung, wo er von 1968 an die Wissenschaftsredaktion aufbaute und bis 2002 leitete. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Theodor-Wolff-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Wissenschaftspublizistik. Martin Urban lebt heute als freier Autor in Gauting bei München.

    Büchner Verlag, ISBN: 978-3-96317-879-5, E-Buch, 20 Euro

  • Buchtipp: Superyachten

    25.11.2022/EG

    Grégory Salle: Superyachten
    Luxus und Stille im Kapitalozän

    Sachbuch (Migration, Politik)

    „Abramowitsch hat eine, der Emir von Abu Dhabi auch, Jeff Bezos sowieso: Superyachten sind Ausweis der Zugehörigkeit zum Club der lucky few. Sie ermöglichen grenzenlose Mobilität und exklusiven Geltungskonsum. Zugleich sind sie schwimmende Umweltsünden. Sie verbrennen Unmengen Treibstoff, ihre Anker zerstören kostbare Flora. Und sie sind Spielfelder obszöner Ungleichheit: Während ihre Besitzer zu den einflussreichsten Menschen der Welt gehören, ist das Bordpersonal oft Willkür und Rechtlosigkeit ausgeliefert.
    Grégory Salle sieht in den riesigen Luxusschiffen den Schlüssel zum Verständnis des gegenwärtigen Kapitalismus. In seinem fulminanten Essay zeigt er, dass Superyachten nicht einfach Symbole des Exzesses sind. Vielmehr sind sie Symbole dafür, dass der Exzess zum Kennzeichen unseres Zeitalters geworden ist.“

    Autor

    Grégory Salle ist Soziologe und Politikwissenschaftler. Er ist Research Fellow am Centre national de la recherche scientifique in Paris.

    Suhrkamp Verlag, ISBN: 978-3-518-77507-3, E-Buch, 16 Euro