Kategorie: Allgemein

  • Evolution der Arbeitnehmer

    25.09.2017/EG aus dem Medium RUBIKON, Mainz

    Rainer Funk, Psychoanalytiker, über sozialpsychologische Aspekte einer an Effizienz und Wirtschaftlichkeit orientierten Arbeitswelt

    „In psychologischer Perspektive stellt der Arbeitskraftunternehmer einen neuen Persönlichkeitstypus dar, der sich mit den Erfordernissen der Entgrenzung im ökonomischen Bereich identifiziert und sie sich zueigen gemacht hat. Er entwickelt in sich selbst den Wunsch, gemäß den heute geltenden unternehmerischen Entgrenzungstechniken zu handeln:

    • er nimmt keine Rücksicht mehr auf seine eigenen, familiären und beruflichen Bindungsbedürfnisse, um sich grenzenlos und bindungslos ganz in den Dienst seiner beruflichen Aufgabe zu stellen
    • er lebt permanent über die Grenzen seiner seelischen Leistungsfähigkeit, hält sich aber nur körperlich fit
    • er schafft seine eigenen Werte und Überzeugungen ab, um ganz einer corporate identity und corporate culture gerecht zu werden
    • er …“ ↗rubikon.news
  • Pflege: Versicherungsleistungen decken Pflegekosten nicht

    25.09.2017/EG aus der Verbraucherzentrale Deutschland (VZBV), Berlin

    Umfrage der VZBV: Leistungen der Pflegeversicherung entsprechen nicht den steigenden Pflegekosten

    „Das Problem ist, dass die Leistungen der Sozialen Pflegeversicherung nicht den realen Kostenentwicklungen angepasst werden. Die Pflegekosten steigen aber kontinuierlich, etwa durch höhere Löhne des Pflegepersonals. Zwischen den Jahren 1995 und 2008 stagnierte die Höhe der Leistungen komplett. Erst ab dem Jahr 2008 erfolgten überhaupt Anpassungen, die allerdings nicht den Realwertverlust der Leistungen für Pflegebedürftige ausgleichen konnten. Eine Überprüfung der Pflegeleistungen ist zurzeit nur alle drei Jahre vorgesehen.“ vzbv.de

  • Bundestagswahl 2017

    25.09.2017/EG

    Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 lesen Sie hier bundeswahlleiter.de.

  • Vermögensteuer: Wie macht man es, ohne es zu tun?

    Stefan Bach, Wirtschaftswissenschaftler, über die Besteuerung privilegierter Einkommen

    Die allermeisten Ziele der Vermögensteuer lassen sich auch mit höheren Ertragsteuern und einer angemessenen Erbschaftsteuer erreichen. Moderate Erhöhungen der Spitzensteuersätze, der Unternehmen- und Kapitaleinkommensteuersätze sowie der Abbau von Steuervergünstigungen für Gewinn- und Vermietungseinkünfte könnten jährliche Mehreinnahmen in Größenordnungen von zehn bis 15 Milliarden Euro erzielen, ohne dem Wirtschaftsstandort Deutschland nennenswert zu schaden. Auch das Erbschaftsteueraufkommen ließe sich mehr als verdoppeln, wenn die überzogenen Vergünstigungen für hohe Unternehmensvermögen auf ein angemessenes Niveau zurückgeführt, sonstige Steuervergünstigungen beschnitten und die Mehrfachnutzung der persönlichen Freibeträge durch Schenkungen beschränkt würden.

    Bedenkenswert sind hybride Modelle einer Integration von Elementen der Vermögensbesteuerung in die Ertragsbesteuerung. Superreiche halten ihre Vermögen gerne in „Family-Offices“, Stiftungen oder Holdinggesellschaften. Dort thesaurieren sie ihre Erträge, die oft nur schwer zu ermitteln sind und kaum von der progressiven Einkommensteuer erfasst werden. Hier kann … ↗oekonomenstimme.org

  • Rente: Das österreichische System aus deutscher Perspektive

    22.09.2017/EG

    Rente: Reiner Heyse, Blog-Autor SENIORENAUFSTAND zur ‘Aufklärungsarbeit‘ einiger Medien / Florian Blank, Politikwissenschaftler WSI, über die Leistungsfähigkeit einer Sozialversicherung

    Reiner Heyse: „Das österreichische Rentensystem bedroht die Pfründe der Versicherungskonzerne hierzulande. Allzu deutlich beweist es, dass eine ausreichende Rentenhöhe, Rentenverlässlichkeit und soziale Gerechtigkeit mit einem Umverteilungssystem deutlich besser erreicht werden können als mit spekulativen und völlig unsicheren Sparanlagen auf den Finanzmärkten. Eine Reihe von Fernsehbeiträgen und Presseartikel haben das gut dokumentiert.“ seniorenaufstand.de

    Florian Blank: „In Deutschland wird lebhaft über Pensionen (bzw. eigentlich „Renten“, wie es hier heißt) gestritten. Im Fokus stand zuletzt die Wiederkehr von Altersarmut und endlich auch wieder das allgemeine Rentenniveau – also die Höhe der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Immer wieder taucht in den Debatten das Beispiel Österreich auf. Bei den Verfechtern des deutschen Systems mit „Riester-Rente“ etc. sorgt das für erhebliche Irritation.“ blog.arbeit-wirtschaft.at