Kategorie: Allgemein

  • Buchtipp: Überreichtum

    06.02.2020/EG

    Martin Schürz: Überreichtum

    Sachbuch (Demokratie, Gesellschaft, Politik, Ungleichheit, Vermögen)

    Der antike Philosoph Platon verstand unter »Überreichtum« exzessiven Reichtum, der nicht glücklich mache, weil er nicht tugendhaft sei. Das Thema dieses Buches ist also alt, doch es wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Denn die weltweite Vermögenskonzentration ist enorm und soziale Ungleichheit ein beständiges Problem.
    Wie Vermögen verteilt wird, ist keine private Frage. Sie geht alle etwas an. Martin Schürz führt uns die Zahlen vor Augen, erklärt, was problematisch am Überreichtum ist. Gerade Gefühlszuschreibungen sind für die Akzeptanz der Privilegien der Überreichen bedeutsam: Neid und Hass werden vorwiegend den Armen als Laster zugeschrieben, Großzügigkeit und Mitleid den Überreichen als Tugenden. Wer eine gerechte Gesellschaft will, muss zuerst verstehen, wie Vermögenskonzentration wahrgenommen wird. Denn Überreichtum gefährdet die Demokratie und die politische Gleichheit. (mehr …)

  • SGB-II-Verwaltung kostet 6,8 Mrd. Euro

    04.02.2020/EG
    Quelle: Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ), Bremen

    BIAJ: „Verwaltungskosten“ für Hartz IV stiegen 2019 auf 6,77 Milliarden Euro

    Die „Verwaltungskosten für die Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende“, nach Sozialgesetzbuch II (Hartz IV), summierten sich 2019 auf insgesamt 6,77 Milliarden Euro. biaj.de

  • Flüchtlingsdebatte: Leistungen für Asylbewerber

    04.02.2020/EG
    Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin

    Flucht und Vertreibung verursacht hohe Kosten – für Flüchtlinge und Aufnahmeländer / Auch 2019 kamen die meisten Antragsteller aus Syrien

    Wie die Bundesregierung mitteilt, erhielten im Jahr 2009 rund 122.000 Asylbewerber (Netto-)Leistungen in Höhe von 766 Millionen Euro bzw. rund 6.300 Euro je Asylbewerber nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Für das Berichtsjahr 2018 meldet die Bundesregierung (Netto-)Leistungen in Höhe von 4,66 Milliarden Euro für 413.000 Asylbewerber bzw. rund 11.300 Euro je Asylbewerber. bundestag.de

    Zum Thema

    Ergänzende Daten (Asylanträge, Herkunftsländer, …) siehe mediendienst-integration.de.

    Faktenblatt zur Einwanderung in Deutschland svr-migration.de.

  • TV-Tipp: Abschied von der Mittelschicht

    03.02.2020/EG
    Quelle: Gemeinschaftssender ARTE, Strasbourg

    Reportage über das wachsende Prekariat in Europa

    „Rund ein Drittel aller Beschäftigten in Europa lebt in Unsicherheit. Obwohl sie Arbeit haben, teilweise sogar mehrere Jobs gleichzeitig, kommen sie nur knapp über die Runden. Sie bilden das sogenannte „Prekariat“. Die wachsende Angst vor der Armut führt zu einem Gefühl des sozialen Ausschlusses und auch zu Zweifeln an der Demokratie. Populistische Parteien profitieren.“
    Guy Standing, Wirtschaftswissenschaftler an der SOAS University of London: „In allen Ländern, in denen sie den Arbeitsmarkt flexibler gestaltet haben, sind mehr Menschen ins Prekariat abgerutscht.“ ↗arte.tv

  • Klimawandel verdeutlicht Defizite der politischen Konstruktion

    31.01.2020/EG
    Quelle: Ökonomenstimme, Zürich

    Reiner Eichenberger, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Freiburg (CH), und David Stadelmann, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Bayreuth, über das Versagen der Politik beim Thema Klimawandel

    „Die Klimapolitik ist wenig wirksam sowie teuer und unattraktiv für die Bevölkerung, weil Politiker, Parteien und Interessengruppen das Klimaproblem missbrauchen, um Macht, Umverteilung und Subventionen für ihre Klientel zu erlangen. Wenn die Politik das Klimaproblem ehrlich und effizient angehen würde, wäre es erstaunlich leicht zu bewältigen. Die effiziente Lösung heisst: Kostenwahrheit. Die zukünftigen Schäden müssen wissenschaftlich geschätzt und den heutigen Verursachern über eine CO2-Steuer in Rechnung gestellt werden. (…). Eine effiziente Klimapolitik mit allgemeiner CO2-Abgabe wäre für die Wirtschaft problemlos tragbar, und sie würde auch nicht zu grösseren Produktionsverlagerungen führen. (…).
    Viele Regierungen haben kein Interesse an Kostenwahrheit mit Umweltabgaben, die weitgehend durch die Senkung anderer Steuern kompensiert werden. Vielmehr wollen sie ein höheres Budget und mehr Einfluss. (…). Die Verwaltung liebt das Regulieren; es bringt ihr Bedeutung und Macht. Sie sträubt sich gegen effiziente Umweltabgaben, die das Klima über Anreize nachhaltiger schützen als ihre Vorschriften und diese zugleich unnötig machen. Ähnliches gilt für viele Politiker. Sie wollen das Klimasteueraufkommen nicht über Steuersenkungen den Bürgern zurückgeben, sondern es für Subventionen und zur Umverteilung zugunsten ihrer Klientel einsetzen. …“ ↗oekonomenstimme.org