Kategorie: Allgemein

  • Buchtipp: „Leben ganz unten“

    01.08.2025/EG

    Christopher Wimmer: Leben ganz unten
    Perspektiven vom Rand der Gesellschaft

    Sachbuch (Einkommen, Politik, Sozialhilfe)

    „Notunterkünfte, Teeküchen, Straßenecken: Christopher ­Wimmer sprach mit Menschen, die mit Armut und Ausgrenzung konfrontiert sind. Er lässt die Stimmen jener zu Wort kommen, die ganz unten leben und über deren Los meist von oben entschieden wird – mit ›Instrumenten‹ wie Hartz IV oder Bürgergeld, mit ›Leistungsanreizen‹ oder Sozialkürzungen. Doch wie werden Menschen überhaupt marginalisiert? Was bedeutet es, von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen zu sein? Und wie gehen die Menschen, die Millionen zählen, mit Geldnot, Stigmatisierung oder Jobcenter-­Schikanen um?“

    Autor

    Christopher Wimmer, Dr. phil., ist Soziologe und Autor. Er forscht zu sozialer Ungleichheit, Armut sowie politischer Mobilisierung.

    Verlag: PapyRossa
    Erscheinung: Juli 2025

  • Gesundheitskompetenz ist mangelhaft

    28.07.2025/EG
    Technische Universität München (TUM)

    Gesundheitsrelevante Informationen sind für 76 Prozent der rund 2.000 Befragten nur schwer greifbar

    „Werden die vorliegenden Ergebnisse in den Kontext vorheriger Studien gesetzt, zeigt sich, dass der Anteil der Menschen, welche den Umgang mit gesundheitsrelevanten als schwierig empfindet, größer wird. Aufgrund des Querschnitts-Erhebungsdesigns dieser Studie kann zwar nicht zweifelsfrei geklärt werden, durch was diese Entwicklungen letztendlich bedingt werden. Jedoch erscheint es im Kontext der ansteigenden Verbreitung von falschen oder irreführenden Informationen (Schüz und Jones 2024) plausibel, dass es tatsächlich schwieriger wird, an Informationen zu gelangen, die auf die individuelle Bedarfslage zugeschnitten sind, verlässlich, evidenzbasiert und nicht tendenziös sind, und die zudem in einer Sprache formuliert sind, die für Laiinnen und Laien gut verständlich ist. Beispielsweise konnte demonstriert werden, dass Social Media-Plattformen die Verbreitung von Fehlinformation potenzieren, während richtige Informationen weniger geteilt werden (Vosoughi et al. 2018)…“

    Die Studie „Gesundheitskompetenz in Deutschland 2024“ lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Die Verbraucherzentrale hat qualifizierte Informationsquellen für Gesundheitsinformationen gelistet. Die Adressen lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Die Erfindung der Bundesrepublik“

    25.07.2025/EG

    Sabine Böhne-Di Leo: Die Erfindung der Bundesrepublik
    Wie unser Grundgesetz entstand

    Sachbuch (Grundgesetz, Politik)

    „Im Sommer 1948 stehen große Entscheidungen an: Die westlichen Alliierten beauftragen 65 Männer und Frauen damit, eine Verfassung auszuarbeiten. Monate leidenschaftlicher Diskussionen beginnen, in denen gestritten, getrickst und geträumt wird. Wie soll es werden, das neue Land?“

    Autorin

    Prof. Sabine Böhne-Di Leo forscht und lehrt Journalismus und Politik an der Hochschule Ansbach.

    Verlag: Kiepenheuer & Witsch
    Erscheinung: März 2024

  • Buchtipp: „Die Freiheit nehm‘ ich Dir“

    18.07.2025/EG

    Joachim Walter: Die Freiheit nehm‘ ich Dir
    Sinn und Unsinn des Strafvollzugs

    Sachbuch (Recht, Strafvollzug)

    „Menschen hinter Gittern: Wie leben sie? Wie sieht ihr Alltag aus? Und was genau geschieht im Gefängnis „im Namen des Volkes“? Wollen wir überhaupt wissen, was aus den Menschen wird, nachdem sie als Straftäter verurteilt und weggesperrt worden sind? Und was ist mit den Frauen und Männern, die als Personal in den Anstalten Dienst tun – oft ebenfalls lebenslänglich?
    Joachim Walter war u.a. stellvertretender Leiter der Strafvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim und Leiter des Jugendstrafvollzugs in Pforzheim und Adelsheim. Aus seiner jahrzehntelangen Berufserfahrung erzählt er …“

    Autor

    Joachim Walter, Dr. jur., studierte Rechtswissenschaften, Psychologie und Kriminologie. Er war stellvertretender Leiter der Justizvollzugsanstalten Heilbronn, Karlsruhe und Stuttgart-Stammheim und Leiter der Anstalten in Pforzheim und Adelsheim. An der Jugendstrafanstalt Adelsheim wurden unter seiner Leitung erfolgreich eine Reihe von progressiven Resozialisierungsmaßnahmen eingeführt. Außerdem war er Dozent an der Universität Heidelberg und hat in einschlägigen Fachzeitschriften veröffentlicht. Heute lebt er in Adelsheim und arbeitet seit seiner Pensionierung als Rechtsanwalt.

    Verlag: Westend
    Erscheinung: Juni 2025

  • Geldvermögen privater Haushalte

    17.07.2025/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland stieg im ersten Quartal 2025 auf über neun Billionen Euro

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, stieg das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, zum Ende des ersten Quartals 2025 auf 9.053 Milliarden Euro (+ 5,0 % ggü. I/2024).
    Die Daten lesen Sie hier.

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und ähnliche Organisationen).

    Zum Thema

    Das Sachvermögen privater Haushalte lag Ende 2023 bei 12,5 Billionen Euro.
    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2023, mit 12.528 Milliarden Euro (+ 3 % ggü. 2022) angegeben. Quelle: Publikation „Vermögensbilanzen“, Seite 12.

    Die Deutsche Bundesbank veröffentlichte im Monatsbericht Juli 2022 eine verteilungsbasierte Vermögensbilanz der privaten Haushalte in Deutschland. Die Daten zur Vermögensverteilung im Zeitraum 2009 bis 2021 lesen Sie hier, ab Seite 23.

    Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen im Jahr 2023 um nahezu 20 Prozent auf 121,5 Milliarden Euro. Die Daten lesen Sie hier.

    Vergleichende Daten zur Vermögensungleichheit in Deutschland und Europa lesen Sie hier.

    Einen Beitrag des Mitteldeutsche Rundfunks zum Thema „Warum große Vermögen kaum besteuert werden“ sehen Sie hier.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.