Autor: 8dF1v0

  • Buchtipp: „Disruptive Digitalisierung“

    02.01.2026/EG

    Torsten Niechoj (Hg.): Disruptive Digitalisierung

    Sachbuch (Digitalisierung, KI)

    „Künstliche Intelligenz, Krypto-Assets oder Hyperscaling – digitale Technologien verändern die Arbeits- und Lebenswelt grundlegend. KI und smarte Systeme nehmen uns Aufgaben ab, doch sie können uns auch überflüssig machen und reflexive und kreative Fähigkeiten untergraben. Digitale Infrastrukturen und Dienste bereichern unseren Alltag und bilden die Basis neuer Geschäftsmodelle. Sie schaffen jedoch auch neue Unsicherheiten und Instabilitäten. Wie gehen wir mit dem disruptiven Potenzial dieser neuen Technologien um? Wie können wir sie sinnvoll nutzen?“

    Autoren der wissenschaftlichen Beiträge:

    Gabriela Alfonso, Arslan Austin, Tanja Carstensen, Alex Gerber, Ulrich Greveler, Hansjörg Herr, Ido Aharon Iurgel, Heike Joebges, Timo Kahl, Christian Kellermann, Torsten Niechoj, Tobias Siebenlist und Frank Zimmer.

    Verlag: Metropolis

    Erscheinungstag: Januar 2026

  • 1.060 Sitzung des Bundesrates

    23.12.2025/EG

    Quelle: Bundesrat, Berlin

    Ausgewählte Beschlüsse der Länderkammer vom 19. Dezember 2025:

    TOP 2: Gesetz über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2026

    Der Bundesrat erteilte seine Zustimmung.

    „Der Haushalt sieht für das kommende Jahr Ausgaben und Einnahmen in Höhe von 524,54 Milliarden Euro vor. 387,21 Milliarden Einnahmen sind Steuereinnahmen, 97,96 Milliarden Euro stammen aus Krediten und rund 39,36 Milliarden Euro aus sonstigen Quellen. Ein Teil der Nettokreditaufnahme, nämlich 57,57 Milliarden Euro, unterliegt der Bereichsausnahme für verteidigungsbezogene und bestimmte sicherheitsbezogene Ausgaben und fällt somit nicht unter die Schuldenbremse.“

    „Nachdem der Bundespräsident das Haushaltsgesetz ausgefertigt hat und es im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden ist, kann es mit Wirkung zum 01. Januar 2026 in Kraft treten.“

    Weitere Informationen zum Gesetz lesen Sie hier.

    TOP 4C: Aktivrente

    Der Bundesrat erteilte seine Zustimmung.

    „Durch die Reform können Rentnerinnen und Rentner nach Erreichen des Regelrenteneintrittsalters mit 67 Jahren 2.000 Euro pro Monat steuerfrei bei nichtselbstständiger Arbeit verdienen. Jeder Euro, den sie darüber hinaus verdienen, wird versteuert. Dabei zahlt der Arbeitgeber weiterhin die Sozialversicherungsbeiträge, was die Sozialversicherungen finanziell stabilisiert. Dies trage auch zur Stärkung der Generationen- und Verteilungsgerechtigkeit bei, so die Bundesregierung.

    Nicht betroffen von der Aktivrente sind geringfügige Beschäftigungen und der Lohn aus selbstständiger Arbeit, da in diesen Beschäftigungsformen schon eine Steuervergünstigung vorliege oder für eine Weiterarbeit keine Anreize geschaffen werden müssten, so die Gesetzesbegründung.“

    „Das Gesetz kann nun ausgefertigt und verkündet werden, es tritt am 01. Januar 2026 in Kraft.“

    Weitere Informationen zum Gesetz lesen Sie hier.

    TOP 23: Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes

    Der Bundesrat erteilte seine Zustimmung.

    „Das Gesetz führt die Wehrerfassung wieder ein: Alle 18-jährigen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger erhalten künftig einen Fragebogen zu Motivation und Eignung. Männer sind verpflichtet, diesen auszufüllen, während Frauen dies freiwillig tun können. Zusätzlich müssen alle Männer, die ab Januar 2008 geboren wurden, nach Eintritt der Volljährigkeit zur Musterung.“

    „Das Gesetz kann nun vom Bundespräsidenten ausgefertigt und danach verkündet werden. Es tritt zum überwiegenden Teil zum 01. Januar 2026 in Kraft.“

    Weitere Informationen zum Gesetz lesen Sie hier.

    TOP 80: Steueränderungsgesetz 2025

    Der Bundesrat erteilte seine Zustimmung.

    Die Umsatzsteuersatz für die Gastronomie, mit Ausnahme des Getränkeausschanks, ab dem 01. Januar 2026 von derzeit 19 Prozent auf sieben Prozent. Von dem reduzierten Steuersatz sollen nicht nur klassische Restaurants und Hotels profitieren, sondern auch Bäckereien, Metzgereien, Catering-Unternehmen sowie Anbieter im Bereich Kita-, Schul- und Krankenhausverpflegung.

    Die Pendlerpauschale wird ab dem ersten gefahrenen Kilometer auf 38 Cent pro Kilometer angehoben.

    Im Vereinsrecht sollten die Haftungsprivilegien für Ehrenamtler erweitert werden.

    Die Übungsleiterpauschale wird auf 3.300 Euro erhöht.

    Die Ehrenamtspauschale wird auf 960 Euro erhöht.

    Der E-Sport wird künftig als gemeinnützig anerkannt.

    Gewerkschaftsmitglieder können ihren Beitrag zusätzlich zu bestehenden Pauschbeträgen und Werbungskosten vom zu versteuernden Einkommen absetzen.

    „Das Gesetz kann nun vom Bundespräsidenten ausgefertigt werden. Anschließend wird es im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Es tritt überwiegend zum 01. Januar 2026 in Kraft.“

    Weitere Informationen zum Gesetz lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Gesundheit gibt es nicht beim Arzt!“

    19.12.2025/EG

    Christoph Specht: Gesundheit gibt es nicht beim Arzt!

    Einen neuen Blick auf sich selbst und den eigenen Körper wagen

    Sachbuch (Gesundheit, Leben)

    „Der Arzt und renommierte Medizinjournalist Christoph Specht zeigt eindrucksvoll, warum Gesundheit nicht verordnet, sondern selbst gestaltet werden kann. Er räumt auf mit gängigen Gesundheitsmythen und eröffnet eine neue Sicht auf das, was uns wirklich gesund macht – jenseits von Tabletten, Check-ups und Therapien. Mit persönlicher Erfahrung, medizinischer Expertise und Erkenntnissen aus der Langlebigkeitsforschung und der Salutogenese macht er deutlich: Gesundheit beginnt …“

    Autor

    Dr. med. Christoph Specht, Arzt und Deutschlands einziger Medizin-Korrespondent, liefert seit vielen Jahren fundierte Einschätzungen zu Gesundheitsfragen.

    Verlag: Kösel

    Erscheinungstag: Oktober 2025

  • Videotipp „Kapitalismus made in USA“

    18.12.2025/EG

    Quelle: arte TV, Kehl am Rhein

    Die dreiteilige Dokumentation über den Einfluss von Überreichtum in der Geschichte der USA sehen Sie hier.

  • Wohnen um jeden Preis

    17.12.2025/EG

    Quellen: Deutscher Mieterbund, Berlin

    Mietenreport 2025 deckt Wohnwirklichkeit in Deutschland auf

    Ergebnisse:

    „Mittelschicht unter Druck

    Die Mietbelastung erreicht die Mitte: Nicht nur einkommensschwache Haushalte, sondern auch Haushalte mit mittlerem Einkommen geraten zunehmend in extreme Überlastung und Zahlungsrückstände. Fast jede:r dritte Mieter:in hat Angst, sich künftig die Miete nicht mehr leisten zu können. Fast jede:r Sechste fürchtet den Verlust der eigenen Wohnung.

    Familien im Zentrum der Krise

    Familien zwischen Miete und Mangel: Haushalte mit Kindern sind besonders häufig von steigenden Mietquoten, Überbelegung und baulichen Mängeln betroffen, selbst bei mittleren Einkommen.

    Extreme regionale Unterschiede

    Zwei Welten: Von 84 Prozent Mietquote in Berlin bis 40 Prozent im Saarland. Die Wohnrealitäten in den Bundesländern könnten kaum unterschiedlicher sein.

    Ungleiche Wohnraumverteilung

    Zu viel Platz hier, zu wenig dort: Gegenüber 2020 leben rund eine Million Mieter:innen mehr in überbelegten Wohnungen. Wohlhabendere Haushalte wohnen überdurchschnittlich oft unterbelegt, während Haushalte mit niedrigen Einkommen in beengten Verhältnissen leben: ein strukturell ineffizient genutzter Wohnungsbestand.

    Verdeckte Infrastrukturkrise

    Sanierungsstau und Schäden: Zunehmende Gebäudemängel deuten auf einen schleichenden Substanzverlust hin, auch dort, wo die Miete noch gezahlt werden kann.“

    Den Mietenreport 2025 lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Paritätische Studie zur Wohnarmut in Deutschland (Auszug):

    • Durch die Berücksichtigung von Wohnkosten wird eine bislang unsichtbare Gruppe von 5,4 Millionen Menschen sichtbar, die an und unter der Armutsgrenze lebt.

    • Nicht 13 Millionen, sondern 18,4 Millionen Menschen müssten demnach als arm gelten.

    • Insgesamt leben damit 22,3 Prozent der Bevölkerung in Deutschland in Wohnarmut.

    Die Studie lesen Sie hier.

    Ein umfassendes Dossier über den Preis des Wohnens des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) lesen Sie hier.