Autor: 8dF1v0

  • Buchtipp: Die Abgehobenen

    17.08.2018/EG

    Michael Hartmann: Die Abgehobenen
    Wie die Eliten die Demokratie gefährden

    Sachbuch (Demokratie, Gesellschaft, Vermögen, Ungleichheit)

    Die Eliten werden immer mehr zur geschlossenen Gesellschaft. Das gilt nicht nur für die Wirtschafts-, sondern zunehmend auch für die politische Elite. Ihre Lebenswelten und die der Bevölkerung driften seit Jahrzehnten auseinander. Sie glauben, dass für sie eigene Regeln gelten und produzieren einen Steuer- und Finanzskandal nach dem anderen. Der renommierte Elitenforscher Michael Hartmann benennt die Folgen: Politikverdrossenheit und Rechtspopulismus.

    Die einen schimpfen auf „die da oben“, andere auf das Elitenbashing. Dabei lohnt es sich, genau hinzusehen:

    – Wer sind die Eliten?
    – Wie erneuern sie sich?
    – Wie hängen ihre Haltungen und ihre Herkunft zusammen?

    Hartmanns Befund: Die Eliten sind ein abgehobener Selbstrekrutierungsbetrieb, der die Demokratie aushöhlt. Nur durch eine durchgreifende soziale Öffnung der politischen Elite ist eine Wende möglich.

    Michael Hartmann, renommierter Elitenforscher, setzt mit seinem Buch ein klares politisches Statement zu einem brisanten Thema mit gesellschaftlicher Sprengkraft. (mehr …)

  • Video-Tipp: „Türsteher Europas“

    16.08.2018/EG aus dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF), Mainz

    Dokumentation von Jan M. Schäfer und Simone Schlindwein über europäische ‘Außengrenzen‘ auf dem afrikanischen Kontinent

    „Profiteur dieser Politik ist die Rüstungsindustrie. Die EU bildet afrikanische Sicherheitsbehörden aus und liefert Material. In 12 Ländern haben die Autoren der Dokumentation erkundet, wie Europa seine Außengrenzen in den afrikanischen Kontinent verschiebt.

    Bei den Deals hat die EU klare Ziele: Entwicklungshilfe gegen Flüchtlingsstopp. Mehr als acht Milliarden Euro investiert die EU in den kommenden Jahren. Wer beim Kampf gegen Migration als Türsteher der EU agiert bekommt Geld.“ zdf.de

  • EU: Handel unter Ungleichen

    16.08.2018/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘, Luxemburg

    Handelsbilanz der EU-Staaten Januar bis Juni 2018: Deutschlands Exportüberschuss beträgt 124,2 Mrd. Euro (+ 0,1 % gegenüber 2017)

    Deutschlands Exportanteil (664,8 Mrd. Euro) an den Ausfuhren

    • aller 28 EU-Mitgliedsländer (2.721,4 Mrd. Euro) liegt bei 24,4 Prozent und
    • aller 19 Euro-Länder (2.105,1 Mrd. Euro) liegt bei 31,6 %.

    18 von 28 EU-Staaten (64,3 %) melden Defizite sowie 12 von 19 Euro-Staaten (63,1 %) melden Defizite.

    Die komplette Mitteilung lesen Sie hier europa.eu.

    Zum Thema

    „Der Welthandel ist ein Nullsummenspiel, bei dem die Überschüsse des einen die Defizite des anderen sind.“makronom.de

    „Ungesunder Überschuss“↗boeckler.de

    „Das süße Gift der Exportüberschüsse“makronom.de

    IMK-Report zur Rolle der Nominallöhne für die Handels- und Leistungsbilanzüberschüsse boeckler.de

  • Arbeitsmarkt: Hoher Anteil niedriger Löhne trotz Wirschaftswachstum

    14.08.2018/EG aus dem Blog MAKROSKOP, Wiesbaden

    Markus Krüsemann, Soziologe, über den abgehängten Teil des hochgejubelten Arbeitsmarktes

    Nach Jahren des zum Teil freiwilligen Verzichts auf größere Lohnsteigerungen (Bündnis für Arbeit) bemühen sich die großen Gewerkschaften zwar, für die Beschäftigten in den unteren Lohngruppen vergleichsweise höhere Gehaltssteigerungen durchzusetzen, doch bleibt dieser Effekt aufgrund ihrer geschwundenen Verhandlungsmacht sehr begrenzt. Verschärft wird die Lage durch die anhaltende Tarifflucht von Unternehmen, die zudem mit Strategien des Outsourcings gleich zwei entscheidende Hebel zur Durchsetzung von Niedriglöhnen in der Hand haben. ↗makroskop.eu

    Zum Thema

    Dokumentation von ARTE über erfolgreiche Unternehmen, motivierte Mitarbeiter und faire Löhne

    „Die Mondragón Corporación Cooperativa ist mit rund 74.000 Mitarbeitern das siebtgrößte Unternehmen in Spanien. Trotz der Größe des Konzerns hat sich Mondragón die Menschlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Noch nie wurde ein Mitarbeiter aus wirtschaftlichen Gründen entlassen. Und ein Manager verdient höchstens das Sechsfache eines einfachen Arbeiters.“ arte.tv/youtube.de

  • Studie: Früher Kindergartenbesuch ohne Einfluss auf Entwicklung

    10.08.2018/EG aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg

    These ‘Früher Kindergartenbesuch verbessert die Entwicklungschancen‘ ist nach der aktuellen Studie der Universität Erlangen-Nürnberg und des IAB nicht haltbar

    „Der hier zusammengefassten Studie zufolge lässt sich nicht nachweisen, dass sich ein früherer Kindergartenbesuch im Durchschnitt auf die Entwicklung von Kindern auswirkt – zumindest dann nicht, wenn der zeitliche Unterschied für den Eintritt in den Kindergarten bei knapp dreijährigen Kindern fünf Monate nicht überschreitet.

    Dies gilt für kognitive Fähigkeiten, wie sie etwa in Sprach- oder Mathematiktests erhoben werden, ebenso wie für nicht kognitive Fähigkeiten wie Verlässlichkeit oder Verträglichkeit mit anderen Kindern. Dabei ist schon im Alter von sechs Jahren kein Effekt eines früheren Kindergartenbesuchs festzustellen. Dies gilt auch für Kinder aus sozial schwächeren Haushalten.“ iab-forum.de

    Zum Thema

    Wie das Hirn lernt erklärt Gerald Hüther, Neurologe, im Gespräch mit Ken Jebsen hier youtube.com und hier ↗kenfm.de.