Schlagwort: Steuer

  • Geldvermögen privater Haushalte

    15.01.2026/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland stieg im dritten Quartal 2025 auf rund 9,4 Billionen Euro

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, stieg das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, zum Ende des zweiten Quartals 2025 auf 9.389 Milliarden Euro (+ 5,1 % ggü. III/2024).
    Die Daten lesen Sie hier.

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.

    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten.
    Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und ähnliche Organisationen). Zum Jahresende 2024 betrug das Geldvermögen privater Organisationen ohne Erwerbscharakter 375,5 Milliarden Euro bzw. rund 4 % vom gesamten Geldvermögen privater Haushalte. Quelle: Finanzierungsrechnung der Deutschen Bundesbank vom 15.06.2025, Seite 46 und 50.

    Zum Thema

    Sachvermögen privater Haushalte Ende 2023 bei 12,5 Billionen Euro
    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2023, mit 12.524 Milliarden Euro (+ 3 % ggü. 2022) angegeben. Quelle: Publikation „Vermögensbilanzen“, Seite 12.

    Die Deutsche Bundesbank veröffentlichte im Monatsbericht Juli 2022 eine verteilungsbasierte Vermögensbilanz der privaten Haushalte in Deutschland. Die Daten zur Vermögensverteilung im Zeitraum 2009 bis 2021 lesen Sie hier, ab Seite 23.

    Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2024 Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen in Höhe von 113,2 Milliarden Euro veranlagt. Die Daten lesen Sie hier.

    Vergleichende Daten zur Vermögensungleichheit in Deutschland und Europa lesen Sie hier.

    Einen Beitrag des Mitteldeutsche Rundfunks zum Thema „Warum große Vermögen kaum besteuert werden“ sehen Sie hier.

    Daten des Jahres 2021 zu unbeschränkt Steuerpflichtigen mit einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 1 Million Euro und mehr nach Ländern sowie Einkunftsarten lesen Sie hier (siehe Frage 10).

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Wirtschaftspolitik bleibt mangelhaft

    14.11.2025/EG
    Quellen: ifo Institut, München / Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln / Sachverständigenrat, Wiesbaden

    Wirtschaftsforschungsinstitute sehen Zukunftsfähigkeit Deutschlands gefährdet

    ifo: „Unter den zehn größten Investitionsposten 2026 – sie summieren sich auf 24,4 Milliarden Euro und damit 43,1 Prozent der gesamten Investitionsausgaben – finden sich zahlreiche Positionen, die nicht dazu dienen, Infrastruktur aufzubauen oder zu erhalten. Dazu zählen unter anderem 7,6 Milliarden Euro an Darlehen an die Sozialversicherungen sowie 6,85 Milliarden Euro für internationale Hilfen, Gewährleistungen und Entschädigungen.
    Tatsächlich fließen unter den zehn größten Investitionsposten (24,4 Mrd. Euro) nur rund 5,8 Milliarden Euro in Infrastrukturinvestitionen – etwa in Autobahnen und Schienenwege. Weitere 2,65 Milliarden Euro sind für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen. Zudem werden 1,5 Milliarden Euro als „Vorsorge Ausgabereste Investitionen“ verbucht – eine buchhalterische Kategorie, mit der nicht verausgabte Mittel aus dem Vorjahr die Investitionsquote erhöhen.“
    Die Studie lesen Sie hier.

    IW: „Das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität sollte den Investitionsstau lösen. Mit 500 Milliarden Euro wollte die Bundesregierung Brücken, Bahn und Schulen sanieren und die Transformation voranbringen – zusätzlich zum regulären Haushalt. Davon ist wenig geblieben. Stattdessen nutzt Schwarz-Rot das Geld, um Lücken im Haushalt zu stopfen. Neue IW-Berechnungen zeigen: Von den neuen Krediten in Höhe von 271 Milliarden Euro bis 2029 werden bis zu 133 Milliarden, also fast 50 Prozent, zweckentfremdet. Das Sondervermögen verkommt so zu einem Verschiebebahnhof.“
    Die Studie lesen Sie hier.

    Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2025/2026: „Würden die Mittel aus dem Sondervermögen vollständig zusätzlich und investitionsorientiert eingesetzt, hätte dies deutlich stärkere Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum als beim aktuell geplanten Ausgabenpfad.“
    Das Gutachten lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Staatsfinanzierung: Steuern, Sparen oder Verschulden?“

    19.09.2025/EG

    Axel Stommel: Staatsfinanzierung: Steuern, Sparen oder Verschulden?

    Sachbuch (Politik, Steuer)

    „Im März 2025 hat der bereits abgewählte Deutsche Bundestag tausend Milliarden Euro aus neuer Verschuldung zur Verfügung gestellt, das Grundgesetz musste dafür geändert werden. Der Vorgang gibt Anlass, Fragen der Staatsfinanzierung von Grund auf zu untersuchen. Kann es sein, dass der Kampf um die Steuern der Kampf um unsere Zukunft ist?“

    Autor

    Dr. Axel Stommel, Dipl.  Volksw., Dipl. Hdl., Stud. Dir.  a.  D., gehörte schon zu jenen Wissenschaftlern, in deren Namen 1978 das erste und auf Solidarität und Nachhaltigkeit zielende Memorandum Alternativen der Wirtschaftspolitik vorgelegt wurde.

    Verlag: Büchner
    Erscheinung: Juli 2025

  • Videotipp: Krippen, kleine Kinder, großes Geld

    08.09.2025/EG
    Quelle: ARTE TV, Offenburg

    Reportage über ein profitables Geschäftsfeld: private Krippen

    Die ARTE-Reportage deckt die Mechanismen auf, die aus der Kindertagesbetreuung ein Geschäftsmodell generierten.

    Eddy Gilson, stellvertretender Abteilungsleiter, Amt für Geburten und Kindheit, Brüssel:
    „Wir wollen eine Finanzialisierung des Sektors vermeiden. Auf keinen Fall wollen wir uns in einen Betreuungssystem wiederfinden, dessen Hauptziel darin besteht, Geld zu verdienen. Wir denken das entspricht nicht dem, was der Staat, was Familien und deren Kinder heute brauchen. Wir wollen Schwierigkeiten vermeiden, wie wir sie in Pflegeheimen erlebt haben. Sobald ich eine Dienstleistung in relativ hoher Bezahlung anbiete, aber gleichzeitig versuche, bei den Kosten und der Qualität zu sparen, wird es riskant.“

    Die zweiteilige Reportage sehen Sie hier.

  • Jahreseinkünfte ab einer Million Euro

    04.06.2025/EG
    Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden

    Statistisches Bundesamt meldet für 2021 rund 34.500 Einkommensmillionäre

    Wie das Statistisches Bundesamt mitteilt, hatten im Jahr 2021 gut 34.500 aller erfassten Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen in Deutschland Einkünfte von mindestens einer Million Euro.

    Die Mitteilung lesen Sie hier.