Schlagwort: Rente

  • Rentenpolitik geht auch anders

    22.10.2024/EG
    Quelle: Wirtschaftsdienst, Hamburg

    Ulrich Brandt und Christoph Freudenberg, beide Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV), analysierten die wesentlichen Unterschiede des österreichischen und deutschen Rentensystems

    „Den Österreichern ist es möglich, rund 50 % höhere Rentenleistungen zu finanzieren. Die Analyse zeigt, welche Einflussfaktoren diesen Unterschied erklären können. Im Vergleich zu älteren Studien (Alshut-Mann & Thiede, 2017; Buslei et al., 2023a) nutzen wir aktuellere Daten und eine differenziertere Zerlegung der Finanzierungsunterschiede. Die jüngsten Rentenreformen in Österreich sollen dazu beitragen, die Erwerbsbeteiligung Älterer zu erhöhen, was auch in Deutschland verfolgt wird. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Artikel mögliche Lehren der österreichischen Rentenpolitik für Deutschland.“

    Den Beitrag lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Rentenpolitische Maßnahmen deutscher Bundesregierungen seit 1998. Eine Chronologie gesetzlicher Neuregelungen zur Rentenversicherung seit 1998 lesen Sie hier.

    Eine satirische Aufarbeitung deutscher Rentenpolitik in der Sendung „Die Anstalt“ sehen Sie hier.

  • Höhere Einkommen verlängern die Lebenserwartung?

    19.06.2024/EG
    Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    DIW: „Menschen mit höheren Haushaltseinkommen haben ein geringeres Sterberisiko und eine bessere Gesundheit“

    Johannes Geyer, stv. Abteilungsleiter in der Abteilung Staat, DIW: „Der Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenserwartung führt dazu, dass Menschen mit niedrigen Einkommen von ihrem Einkommen relativ viel in die Rente einzahlen, aber wenig rausbekommen. Bei den Reichen ist es umgekehrt. Wir haben bei der Rente sozusagen eine Umverteilung von unten nach oben.“

    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    2010 bis 2013 erkrankten in den sozioökonomisch schwächsten Regionen in Deutschland 7,3 Prozent mehr Männer an Krebs als in den wohlhabenden Gegenden. Die Studie lesen Sie hier.

  • Videotipp: „Die Rente ist sicher“

    15.05.2024/EG
    Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Mainz

    Kabarettsendung „Die Anstalt“ thematisiert den politischen Willen zur Altersversorgung in Deutschland

    Die Sendung sehen Sie hier.

    Zum Thema

    „Die notwendige Bekämpfung der außerordentlich schnell und ungebremst steigenden Altersarmut in Deutschland verlangt eine umfassende Agenda zur Reform der Alterssicherung, die von der Reform der Rentenversicherung u.a. mit dem Ziel der Armutsvermeidung langjährig Versicherter über eine Reform der Altersgrundsicherung bis hin zur Vollversicherung in einem Pflegesystem reicht, in dem mittlerweile jeder dritte Bewohner eines Pflegeheimes in die Sozialhilfe fällt, weil die erforderlichen Eigenleistungen von zunehmend mehr Menschen nicht mehr aufgebracht werden können. Die Stabilisierung des Rentenniveaus allein wird dem Problem nicht Herr werden. Die Aktienrente wird armutspolitisch überhaupt keine Spuren hinterlassen.“
    Quelle: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband, Expertise zu den Erstergebnissen des Mikrozensus zur Armutsentwicklung 2023, Seite 7.

    Diffusionsniveau 2023: „Die systemische Verschmelzung von Pflichtversicherung (Rente) und Fürsorge (Grundsicherung im Alter) hat über die vergangenen zwanzig Jahre deutlich zugenommen.“ Den Beitrag von Johannes Steffen lesen Sie hier.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Video-Tipp: „Abgesichert im Alter“

    12.09.2023/EG
    Quelle: 3sat, Mainz

    Dokumentation von Sabine Jainski und Ilona Kalmbach über die Sicherung der Altersvorsorge in Deutschland und anderen Ländern

    „In Österreich sind die Renten doppelt so hoch wie in Deutschland. Schweden punktet mit einer Prämienrente, die am Aktienmarkt angelegt wird. In Frankreich kämpfen die Menschen um ein gerechtes Renteneintrittsalter, besonders für Geringverdiener. Die EU hat eine neue private Europarente gestartet, die in Osteuropa bereits verfügbar ist.“

    Die Dokumentation sehen Sie hier 3sat.de.

    Zum Thema

    Die durchschnittlichen Renditen langfristiger Rentensparmodelle sehen Sie hier betterfinance.eu.

  • Höheres Mindestrentenalter kann die Lebenszeit verkürzen

    11.05.2023/EG

    EPoS Collaborative Research Center Transregio 224 / Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn / Universität Mannheim

    Die Wissenschaftler Cristina Bellés-Obrero, Sergi Jiménez-Martin und Han Ye untersuchten die Auswirkungen der Abschaffung der Frühverrentung auf die Sterblichkeit

    „Die vorliegende Studie wirft ein neues Licht auf den Mortalitätseffekt des Hinausschiebens des Renteneintritts, indem sie die Auswirkungen der spanischen Rentenreform von 1967 untersucht. Durch diese Reform wurde das Vorruhestandsalter exogen verändert Renteneintrittsalter in Abhängigkeit von dem Datum, an dem der Einzelne mit der Einzahlung in das Sozialversicherungssystem System. Diejenigen, die vor dem 1. Januar 1967 Beiträge leisteten, behielten das Recht, freiwillig in Rente zu gehen (im Alter von 60 Jahren) in den Vorruhestand zu gehen, während Personen, die nach diesem Datum mit der Beitragszahlung begannen, erst mit 65 Jahren freiwillig bis zum Alter von 65 Jahren eine Rente beantragen. Anhand der spanischen Verwaltungsdaten der Sozialversicherung stellen wir fest, dass die Reform das Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt um etwa ein halbes Jahr verzögerte und die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme von Erwerbsunfähigkeitsrenten, Teilrenten und keiner Renten. Wir zeigen, dass eine Verzögerung des Ausstiegs aus dem Erwerbsleben das Risiko erhöht, zwischen dem im Alter zwischen 60 und 69 Jahren zu sterben, für fast alle Personen erhöht. Eine heterogene Analyse zeigt, dass der Anstieg der Sterblichkeit bei gering Qualifizierten, physisch und psychosozial anspruchsvollen Arbeitsplätzen stärker ist. Außerdem zeigen wir, dass die Berücksichtigung flexibler Ruhestandsregelungen, wie z. B. Altersteilzeit, die nachteiligen Auswirkungen einer Verzögerung des Renteneintritts auf die Sterblichkeit abschwächt.“

    Die Studie lesen Sie hier crctr224.de.