Schlagwort: Rente

  • Sozialbericht

    03.08.2017/EG aus der Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin

    Jeder zweite Euro des Bundeshaushaltes wird zur Absicherung elementarer Lebensrisiken benötigt

    Im Jahr 2016 hatten die sozialen Leistungen ein Volumen von rund 918 Milliarden Euro (+ 3,7 Prozent ggü. 2015). Das entspricht 29,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die größten Posten des Sozialbudgets:

    • Rentenversicherung (293 Mrd. Euro für rund 25,6 Mio. Rentenbezieher)
    • Krankenversicherung (220 Mrd. Euro)
    • Pensionen (55 Mrd. Euro für rund 1,2 Mio. Pensionsbezieher)
    • Kindergeld und Familienleistungsausgleich (44 Mrd. Euro)
    • Entgeltfortzahlungen (43 Mrd. Euro)
    • Grundsicherung für Arbeitssuchende (43 Mrd. Euro) und
    • Sozialhilfe (40 Mrd. Euro)

    Die komplette Tabelle lesen Sie auf Seite 274 ↗bmas.de.

  • Rentendebatte: Altersarmut droht jedem fünften Rentner

    26.06.2017/EG

    Armut im Alter – Spätfolgen atypischer Arbeit und niedrigen Löhnen

    „Der Eine hat einen befristeten Vertrag, die Andere arbeitet in Teilzeit, der Nächste ist über eine Leih- oder Zeitarbeitsfirma angestellt – und alle erhalten ein vergleichsweise niedriges Gehalt: Für viele Bürger Realität. Auf Menschen in diesen atypischen Beschäftigungsverhältnissen, auf Personen mit unterbrochenen Erwerbsbiographien und mit geringen Einkommen ist unser Rentensystem nicht ausreichend vorbereitet. Im Untersuchungszeitraum 2015 bis 2036 steigt für verschiedene Gruppen das Risiko, im Alter arm zu werden. Am stärksten betroffen sind alleinstehende Frauen, Niedrigqualifizierte und Langzeitarbeitslose. Das zeigt unsere neue Studie und macht klar: Die meisten der aktuellen Rentenreformvorschläge können die steigende Altersarmut nicht stoppen, da sie nicht genau auf die besonders bedrohten Menschen und den Niedriglohnsektor eingehen.“ bertelsmann-stiftung.de

    Stefan Sell, Sozialwissenschaftler: „Der nach Gerhard Schröder „beste Niedriglohnsektor“, der in Europa geschaffen wurde, betrifft mehr als jeden fünften Arbeitnehmer in Deutschland“ aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de

    Helga Spindler, Rechtswissenschaftlerin: „Hartz IV war eine geheime Staatsaktion des Bundesarbeitsministeriums und des Bundeskanzleramts, gelenkt durch die Bertelsmann Stiftung.“ guenther-hartmann.de

    Die verantwortlichen Regierungskoalitionen der richtungsweisenden Legislaturperioden:

    1998 bis 2005: SPD und Bündnis 90/Die Grünen
    2005 bis 2009: CDU/CSU und SPD
    2009 bis 2013: CDU/CSU und FDP
    seit 2013: CDU/CSU und SPD

  • Hartz IV: Aus armen Arbeitslosen wurden arme Erwerbstätige

    19.06.2017/EG aus dem Arbeitnehmerblog ‘blog.arbeit-wirtschaft.at‘, Wien

    Judith Pühringer, Geschäftsführerin von ‘arbeit plus‘, und Josef Pürmayr, Geschäftsführer der Sozialplattform OÖ, zur Hartz-IV-Debatte in Österreich / Laut EUROSTAT arbeiten in Deutschland 22,5 % der Beschäftigten für einen Niedriglohn

    „In Deutschland hat das dortige Hartz-IV-System aus erwerbslosen Armen arme Erwerbstätige gemacht und zu einer wachsenden Entsolidarisierung in der Gesellschaft geführt. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Nachbarland hat zudem andere Gründe. (…) Der deutsche Soziologe Klaus Dörre nennt das einen „Fahrstuhleffekt nach unten, der in Deutschland eine prekäre Vollerwerbsgesellschaft hervorgebracht hat.“ Das Prekariat „frisst sich mittlerweile vom Rand in die Mitte hinein“. Laut EUROSTAT arbeiten in Deutschland mittlerweile 22,5 Prozent der Beschäftigten nur mehr für einen Niedriglohn.“ blog.arbeit-wirtschaft.at

    Zum Thema

    OECD bemängelt hohen Anteil niedriger EinkommenZWEITLESE vom 13.06.2017.

    Jeder Zweite von Altersarmut bedroht

    Während in Thüringen 62,1% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unter 2.500 Euro verdienen, sind es in Baden-Württemberg knapp 38%, also mehr als ein Drittel. Wichtig zu wissen: Wer unter 2.500 Euro im Monat verdient, dem droht bei abgesenktem gesetzlichen Rentenniveau von 43% eine Rente in Bereich der Grundsicherung. Fast die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland, nämlich 44%, verdienen unter 2.500 Euro brutto im Monat. ↗rente-staerken.verdi.de

    Die verantwortlichen Regierungskoalitionen der Legislaturperioden:

    1998 bis 2005: SPD und Bündnis 90/Die Grünen
    2005 bis 2009: CDU/CSU und SPD
    2009 bis 2013: CDU/CSU und FDP
    seit 2013: CDU/CSU und SPD

  • Betriebsrente: Ein weiteres Produkt der Regierung für die Privatisierung sozialer Altersrisiken

    05.06.2017/EG aus dem Blog Aktuelle Sozialpolitik, Remagen

    Stefan Sell, Sozialwissenschaftler, zur neuen ‘betrieblichen‘ Altersversorgung

    „Wenn man die Menschen fragen würde, was denn eine Betriebsrente ist, wie wird wohl die Antwort in den meisten Fällen ausfallen? Na klar, es handelt sich um eine zusätzliche Rente, die der Arbeitnehmer von seinem Betrieb bekommt. Als eine Leistung, die an die Arbeit in dem Unternehmen gebunden ist. Und die vom Arbeitgeber kommt. Der zahlt mir eine Betriebsrente. Soweit die Theorie oder der naive Glaube an die einfachen Zusammenhänge …“ aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de

  • Rente: Österreich zeigt wie es geht

    27.04.2017/EG aus dem Ökonomieblog MAKROSKOP, Wiesbaden

    Hartmut Reiners (Autor und Gesundheitsökonom): „Österreich zeigt, dass eine den Lebensstandard sichernde Altersrente solide finanzierbar ist, ohne die Erwerbstätigen zu überfordern“

    „Weshalb hat Deutschland als die angeblich reichste Volkswirtschaft Europas ein deutlich niedrigeres Rentenniveau als das kleine Österreich? Ein wesentlicher Grund liegt in der mit der Agenda 2010 verfügten Kürzung des zukünftigen Auszahlungsbetrags der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Bereits heute liegt das deutsche Rentenniveau im OECD-Ranking weit hinten, während Österreich …“ ↗makroskop.eu

    Zum Thema

    Sozialwissenschaftler Stefan Sell zur Alterssicherung in Deutschland und Österreichaktuelle-sozialpolitik.blogspot.de.

    Gewerkschafter Reiner Heyse zum weiter sinkenden Rentenniveau (nach Steuern) in Deutschlandseniorenaufstand.de.