Schlagwort: Politik

  • Ein Blick über den Zaun nach …

    21.10.2024/EG
    Quelle: Daily Maverick, Johannesburg

    Mark Swilling, Stellenbosch University, beschreibt drei grundlegende Bedrohungen für jede Demokratie am Beispiel Südafrika

    „Das erste ist die Toleranz gegenüber Armut, das zweite ist das Streben nach Sicherheit und das dritte ist ein Rückgang der Überzeugung, dass Verlierer eine Chance haben, wieder zu gewinnen. Und sie alle interagieren auf eine Weise, die sich gefährlich verstärken kann.“

    Die weiteren Ausführungen hören und lesen Sie hier.

  • Geldvermögen privater Haushalte

    17.10.2024/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland stieg Ende Juni 2024 auf 8,8 Billionen Euro

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, stieg das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, zum Ende des zweiten Quartals 2024 auf 8.815 Milliarden Euro (+ 7,5 % ggü. II/2023).
    Die Daten lesen Sie hier.

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und ähnliche Organisationen).

    Zum Thema

    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2022, mit 12.398 Milliarden Euro (+ 14 % ggü. 2021) angegeben. Quelle: Publikation „Vermögensbilanzen“, Seite 14.

    Die Deutsche Bundesbank veröffentlichte im Monatsbericht Juli 2022 eine verteilungsbasierte Vermögensbilanz der privaten Haushalte in Deutschland. Die Daten zur Vermögensverteilung im Zeitraum 2009 bis 2021 lesen Sie hier, ab Seite 23.

    Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen im Jahr 2023 um nahezu 20 Prozent auf 121,5 Milliarden Euro. Die Daten lesen Sie hier.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Videotipp: „Steuerparadies Deutschland“

    16.10.2024/EG
    Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Mainz

    Dokumentation von Hauke Wendler über eine seit 1997 bestehende Aussetzung der Vermögensteuer

    „Für die Dokumentation recherchierte frontal im Steuerparadies Deutschland und stößt dabei auf überraschende Hintergründe: Auf Unterlagen des Vereins ‚Die Familienunternehmer‘, der seit Jahrzehnten gegen die Vermögensteuer kämpft, mit Millionenetat und teuren Kampagnen. Auf enge Beziehungen, die der Lobbyverein bis in die höchsten Kreise der deutschen Politik pflegt. Und auf Zeitzeugen, die behaupten, die Vermögensteuer hätte sich vor 27 Jahren durchaus retten lassen. Nur habe dazu der politische Wille gefehlt.“

    Nach Berechnungen der NRO Oxfam kostete die Aussetzung der Vermögensteuer Deutschland bisher über 413 Milliarden Euro.

    Die Dokumentation sehen Sie hier.

    Zum Thema

    Nach Berechnungen der NRO Oxfam kostete die Aussetzung der Vermögensteuer Deutschland bisher über 413 Milliarden Euro.

    Die Ökonomen Andrea Grisold und Henrik Theine von der Wirtschaftsuniversität Wien untersuchten im Auftrag der Otto Brenner Stiftung die Defizite in der Medienberichterstattung zum Thema Vermögenssteuer. Die Studie „Streitfall Vermögenssteuer?“ lesen Sie hier.

  • Mietbelastung in Deutschland

    09.10.2024/EG
    Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    DIW-Wissenschaftler Pio Baake und Konstantin A. Kholodilin untersuchten die Entwicklung der Mietbelastung seit Beginn der 1990er Jahre nach sozioökonomischen Kriterien

    Fazit, Auszug, Seite 630: „Niedrige Einkommensgruppen werden durch die Miete deutlich stärker belastet als hohe Einkommensgruppen. Die einkommensschwächsten 20 Prozent in Deutschland zahlten im Jahr 2021 im Durchschnitt rund 36 Prozent ihres Einkommens für Miete, die einkommensstärksten nur rund 22 Prozent. Auch Einpersonenhaushalte weisen in Deutschland überdurchschnittliche Mietbelastungen auf.“

    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Mieterbund erwartet für 2024 weiteren Rückgang der Heizkosten, außer bei Fernwärme. Die Meldung lesen Sie hier.

    Ihre Heizkosten können Sie hier mit dem interaktiven Online-Heizkostenrechner prüfen.

  • Buchtipp: „Selbst schuld!“

    04.10.2024/EG

    Wolfgang M. Schmitt, Ann-Kristin Tlusty: Selbst schuld!

    Sachbuch (Gesellschaft, Gesundheit, Medien, Meinung, Politik)

    „Du bist überfordert, weil du deine Zeit nicht richtig planst. Du verdienst nicht genug Geld, weil du nicht hart genug arbeitest. Du bist verantwortlich für die Klimakatastrophe, weil du die Joghurtbecher nicht richtig entsorgst. Kurzum: Du bist selbst an allem schuld! So lautet die Ideologie unserer Zeit. Vorgetragen wird sie von Politikern wie Ökonominnen, Influencern wie der eigenen Familie. Ausgeblendet werden dabei sämtliche gesellschaftlichen Bedingungen.
    In 13 persönlichen Essays fragen die Autor:innen, wie die persönliche Schuld sämtliche Lebensbereiche erobern konnte. Ihr Buch leistet sich den Luxus des Zweifels am scheinbar Selbstverständlichen. Es ist ein Manifest kritischen Denkens für die Gegenwart.“

    Autoren

    Beiträge von Christian Baron, Dietmar Dath, Aladin El-Mafaalani, Sebastian Friedrich, Sarah-Lee Heinrich, Özge İnan, Şeyda Kurt, Sophie Lewis, Maximilian Pichl, Anke Stelling, Wolfgang M. Schmitt, Ann-Kristin Tlusty und Matthias Ubl.

    Verlag: Hanser
    Erscheinungstag: 23.09.2024