Schlagwort: Gesundheit

  • Bildung und Optionen

    14.05.2024/EG
    Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

    ifo Institut untersuchte die ungleichen Bildungschancen von Kindern in Deutschland

    „Deutschlandweit besuchen 26,7 % der Kinder mit niedrigerem Hintergrund ein Gymnasium, mit höherem Hintergrund sind es 59,8 %. Die Chance auf einen Gymnasialbesuch bei niedrigerem Hintergrund ist also nicht einmal halb so groß (Chancenverhältnis 44,6 %) wie bei höherem Hintergrund, die Chancendifferenz beträgt 33,2 Prozentpunkte. Die Ungleichheit der Bildungschancen ist in allen Bundesländern sehr stark ausgeprägt.“

    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Wie lässt sich Bildungsgerechtigkeit in der Schule realisieren? Das Deutsche Schulportal der Robert Koch Stiftung bietet dazu Informationen an.

    Die Internationale Schulleistungsstudie der OECD (PISA) evaluierte 2022 die Kenntnisse und Fähigkeiten 15-jähriger Schüler:innen in Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaften. Die Ergebnisse für Deutschland lesen Sie hier.

    Die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung 2021 (IGLU) evaluierte die Lesekompetenz von Schüler:innen der vierten Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse für Deutschland lesen Sie hier.

    Die Akteure der Bildungspolitik lesen Sie hier.

  • Ungleichheit wirkt auf die Lebenserwartung

    03.05.2024/EG
    Quelle: Robert Koch Institut (RKI), Berlin

    Spreizung der Lebenserwartung hat zugenommen

    „Dass Menschen in sozioökonomisch benachteiligten Wohngegenden früher sterben als Menschen in wohlhabenden Gegenden, wurde bereits vielfach nachgewiesen, auch für Deutschland. Ein Forschungsteam unter Federführung des Robert Koch-Instituts (RKI) hat nun gezeigt, dass die Lebenserwartung zwischen Deutschlands benachteiligten und wohlhabenden Regionen heute noch weiter auseinanderklafft als vor gut 20 Jahren – und erstmals die Todesursachen dahinter untersucht. […]. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs trugen am meisten zur sozial ungleichen Lebenserwartung in Deutschland bei, aber auch andere Ursachen wie chronische Lungenerkrankungen spielten eine Rolle. Dass sich die Ungleichheit in der Lebenserwartung vergrößert hat, geht den Forschenden zufolge vor allem auf Veränderungen im Krebsgeschehen zurück: So ist die Krebssterblichkeit in den vergangenen Jahren zwar insgesamt zurückgegangen, in den benachteiligten Regionen war dieser Rückgang jedoch nicht zu beobachten oder fiel geringer aus als in den wohlhabenderen. Vor allem frühe Krebssterbefälle, die vor einem Alter von 75 Jahren auftraten, trugen so zur Vergrößerung der Ungleichheiten in der Lebenserwartung bei. In der Pandemie kam hinzu, dass die COVID-19-Sterblichkeit in sozioökonomisch benachteiligten Regionen besonders hoch lag. Die Studienergebnisse machen deutlich, dass die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet ein wichtiges Handlungsfeld ist, um die gesundheitliche Chancengleichheit in Deutschland zu verbessern, schreiben die Forschenden.“

    Die Mitteilung sowie ergänzende Informationen lesen Sie hier.

  • Audio-Tipp zur Krankenhaus-Debatte

    16.02.2024/EG
    Quelle: Lage der Nation, Berlin

    Philip Banse, Journalist, und Ulf Buermeyer, Jurist, entwirren die ruinösen Beziehungen in der Finanzierung der rund 1.900 Krankenhäuser in Deutschland

    Den Podcast hören Sie, ab Minute 22:15, hier.

  • Buchtipp: „Was man für Geld nicht kaufen kann“

    09.02.2024/EG

    Michael J. Sandel: Was man für Geld nicht kaufen kann
    Die moralischen Grenzen des Marktes

    Sachbuch (Demokratie, Gesundheit, Kapital, Markt, Politik, Recht)

    „In unserer Welt scheint heute so gut wie alles käuflich zu sein. Selbst Lebensbereiche, deren Wert eigentlich unbezifferbar ist – Gesundheit, Politik, Recht und Gesetz, Kunst, Sport, Erziehung, Familie und Partnerschaft – haben im freien Markt ihren Preis. Aus unserer Marktwirtschaft ist eine Marktgesellschaft geworden.“

    Autor

    Michael J. Sandel, geboren 1953, ist politischer Philosoph. Sandel studierte in Oxford und lehrt seit 1980 in Harvard. Seine Vorlesungsreihe über Gerechtigkeit begeisterte online Millionen von Zuschauern und machte ihn zum weltweit populärsten Moralphilosophen. »Was man für Geld nicht kaufen kann« wurde zum internationalen Bestseller. Seine Bücher beschäftigen sich mit Ethik, Gerechtigkeit, Demokratie und Kapitalismus und wurden in 27 Sprachen übersetzt.

    S. Fischer Verlage, ISBN 978-3-10-491893-8, E-Buch

  • Audio-Tipp: „Lauterbachs Revolution?“

    11.01.2024/EG
    Quelle: Westdeutscher Rundfunk (WDR), Köln

    Dokumentation von Martina Keller, Wissenschaftsjournalistin, über die Krankenhausreform

    „Es soll die größte Gesundheitsreform in der Geschichte der Bundesrepublik werden: Weniger, aber dafür bessere Kliniken. Doch Interessensgruppen machen gegen die Pläne mobil: Die Länder pochen auf ihre Planungshoheit, die Deutsche Krankenhausgesellschaft will mehr Geld, Bürgerinitiativen kämpfen um jedes Bett. Vor Ort demonstrieren Landräte, Bürgermeister und Bundestagsabgeordnete mit Klinikpersonal und …“
    Die Doku hören Sie hier.