Schlagwort: Gesundheit

  • Ungleichheit wirkt auf die Lebenserwartung

    03.05.2024/EG
    Quelle: Robert Koch Institut (RKI), Berlin

    Spreizung der Lebenserwartung hat zugenommen

    „Dass Menschen in sozioökonomisch benachteiligten Wohngegenden früher sterben als Menschen in wohlhabenden Gegenden, wurde bereits vielfach nachgewiesen, auch für Deutschland. Ein Forschungsteam unter Federführung des Robert Koch-Instituts (RKI) hat nun gezeigt, dass die Lebenserwartung zwischen Deutschlands benachteiligten und wohlhabenden Regionen heute noch weiter auseinanderklafft als vor gut 20 Jahren – und erstmals die Todesursachen dahinter untersucht. […]. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs trugen am meisten zur sozial ungleichen Lebenserwartung in Deutschland bei, aber auch andere Ursachen wie chronische Lungenerkrankungen spielten eine Rolle. Dass sich die Ungleichheit in der Lebenserwartung vergrößert hat, geht den Forschenden zufolge vor allem auf Veränderungen im Krebsgeschehen zurück: So ist die Krebssterblichkeit in den vergangenen Jahren zwar insgesamt zurückgegangen, in den benachteiligten Regionen war dieser Rückgang jedoch nicht zu beobachten oder fiel geringer aus als in den wohlhabenderen. Vor allem frühe Krebssterbefälle, die vor einem Alter von 75 Jahren auftraten, trugen so zur Vergrößerung der Ungleichheiten in der Lebenserwartung bei. In der Pandemie kam hinzu, dass die COVID-19-Sterblichkeit in sozioökonomisch benachteiligten Regionen besonders hoch lag. Die Studienergebnisse machen deutlich, dass die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet ein wichtiges Handlungsfeld ist, um die gesundheitliche Chancengleichheit in Deutschland zu verbessern, schreiben die Forschenden.“

    Die Mitteilung sowie ergänzende Informationen lesen Sie hier.

  • Audio-Tipp zur Krankenhaus-Debatte

    16.02.2024/EG
    Quelle: Lage der Nation, Berlin

    Philip Banse, Journalist, und Ulf Buermeyer, Jurist, entwirren die ruinösen Beziehungen in der Finanzierung der rund 1.900 Krankenhäuser in Deutschland

    Den Podcast hören Sie, ab Minute 22:15, hier.

  • Buchtipp: „Was man für Geld nicht kaufen kann“

    09.02.2024/EG

    Michael J. Sandel: Was man für Geld nicht kaufen kann
    Die moralischen Grenzen des Marktes

    Sachbuch (Demokratie, Gesundheit, Kapital, Markt, Politik, Recht)

    „In unserer Welt scheint heute so gut wie alles käuflich zu sein. Selbst Lebensbereiche, deren Wert eigentlich unbezifferbar ist – Gesundheit, Politik, Recht und Gesetz, Kunst, Sport, Erziehung, Familie und Partnerschaft – haben im freien Markt ihren Preis. Aus unserer Marktwirtschaft ist eine Marktgesellschaft geworden.“

    Autor

    Michael J. Sandel, geboren 1953, ist politischer Philosoph. Sandel studierte in Oxford und lehrt seit 1980 in Harvard. Seine Vorlesungsreihe über Gerechtigkeit begeisterte online Millionen von Zuschauern und machte ihn zum weltweit populärsten Moralphilosophen. »Was man für Geld nicht kaufen kann« wurde zum internationalen Bestseller. Seine Bücher beschäftigen sich mit Ethik, Gerechtigkeit, Demokratie und Kapitalismus und wurden in 27 Sprachen übersetzt.

    S. Fischer Verlage, ISBN 978-3-10-491893-8, E-Buch

  • Audio-Tipp: „Lauterbachs Revolution?“

    11.01.2024/EG
    Quelle: Westdeutscher Rundfunk (WDR), Köln

    Dokumentation von Martina Keller, Wissenschaftsjournalistin, über die Krankenhausreform

    „Es soll die größte Gesundheitsreform in der Geschichte der Bundesrepublik werden: Weniger, aber dafür bessere Kliniken. Doch Interessensgruppen machen gegen die Pläne mobil: Die Länder pochen auf ihre Planungshoheit, die Deutsche Krankenhausgesellschaft will mehr Geld, Bürgerinitiativen kämpfen um jedes Bett. Vor Ort demonstrieren Landräte, Bürgermeister und Bundestagsabgeordnete mit Klinikpersonal und …“
    Die Doku hören Sie hier.

  • Audio-Tipp: „Die Kalorien-Lüge“

    21.09.2023/EG
    Quelle: SWR, Stuttgart

    Beitrag von Max Rauner, Journalist, über den wirklichen Energiebedarf

    „Kalorien aus einer Fertigpizza sind etwas anderes als Kalorien aus Gemüse und Fisch. Stoffwechselforscher halten die Maßgabe von 2.000 Kilokalorien pro Tag für Unsinn.“

    Den Beitrag hören Sie hier swr.de.