Schlagwort: Demokratie

  • Buchtipp: „Undemokratische Emotionen“

    07.07.2023/EG

    Eva Illouz: Undemokratische Emotionen

    Sachbuch (Demokratie, Gewalt, Politik)

    Die Autorin unterstreicht die Bedeutung von Emotionen in der Politik und arbeitet an Ihrer Heimatgeschichte heraus, wie Rechtspopulisten bestimmte Gefühle instrumentalisieren. Israel ist seit seiner Gründung wie kaum ein anderes Land von Sicherheitsfragen geprägt. In dieser Situation sei dem langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu das machiavellistische Kunststück gelungen, gerade wegen der Furcht, die er sät, geliebt zu werden. Anhand ausführlicher Interviews mit u. a. Menschenrechtsaktivisten zeigt Illouz, wie Angst und Ressentiment Gesellschaften spalten und die Demokratie unterminieren.“

    Autorin

    Eva Illouz, geboren 1961, ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie Studiendirektorin am „Centre européen de sociologie et de science politique“, CSE-EHESS in Paris. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Anneliese-Meier-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung und den EMET-Preis für Sozialwissenschaften. Ihre Bücher werden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

    Suhrkamp Verlag, ISBN: 978-3-518-77616-2, E-Buch, 18 Euro

  • Audio-Tipp: „Die Machteliten – Ausflug in eine andere Welt“

    15.06.2023/EG
    Quelle: Bayerischer Rundfunk (BR), München

    Radioreportage von Marie Schoeß, Literaturkritikerin, über den politischen Einfluss von wenigen

    Den BR-Podcast hören Sie hier br.de.

    Zum Thema

    Wie Machteliten die Demokratie gefährden, lesen Sie im Buch „Die Abgehobenen“ von Elitenforscher Michael Hartmann.

  • Buchtipp: „Machiavelli und der populistische Schmerzensschrei“

    21.04.2023/EG

    John McCormick: Machiavelli und der populistische Schmerzensschrei
    Studien zur politischen Theorie

    Sachbuch (Demokratie, Politik)

    „Wie die bahnbrechenden Aufsätze in diesem Band zeigen, ist Machiavelli überraschend relevant für die Analyse der gegenwärtigen Krise der Demokratie, die durch Populismus und Plutokratie gekennzeichnet ist.
    Mit seiner Hilfe, so McCormick, lassen sich unsere demokratischen Verfassungen neu gestalten, so dass die Bürgerinnen und Bürger die Korruption von Oligarchen vereiteln und sich direkter sowie umfassender am politischen Geschehen beteiligen können.“

    Autor

    John McCormick ist Professor für Politikwissenschaft an der University of Chicago. Er gilt als einer der bedeutendsten Machiavelli-Forscher der Gegenwart.

    Suhrkamp Verlag, ISBN: 978-3-518-29986-9, Buch, 22 Euro

  • Buchtipp: Schamland

    11.11.2022/EG

    Stefan Selke: Schamland
    Die Armut mitten unter uns

    Sachbuch (2013, Armut, Demokratie, Leben)

    „In einer einzigartigen Mischung aus Sozialreportage und messerscharfer Gesellschaftsanalyse nimmt Stefan Selke uns mit in die unbekannte Welt der Armen. Er zeichnet das Leben jener Menschen, die einst in der Mitte der Gesellschaft lebten und sich verzweifelt bemühen, ein Stück Normalität zu bewahren…“

    Autor

    Stefan Selke landete nach einem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik bei der Soziologie und ist als Professor für »Gesellschaftlichen Wandel« an der Hochschule Furtwangen am Puls der Zeit. 2021 wurde Selke mit dem Wolfgang-Heilmann-Preis der Integrata-Stiftung zum Thema »Visionen für eine bessere Welt: Humane Utopien als Gestaltungrahmen für die nach-Corona-Gesellschaft« ausgezeichnet.

    Ullstein Verlag, ISBN: 978-3-843-70539-4, E-Buch, 9 Euro

  • Buchtipp: Der Verlust

    04.11.2022/EG

    Anita Blasberg: Der Verlust
    Warum nicht nur meiner Mutter das Vertrauen in unser Land abhandenkam

    Sachbuch (Leben)

    „Es ist etwas passiert in den letzten dreißig Jahren. Immer weniger Menschen vertrauen den Institutionen dieses Landes – weder der Regierung noch den Medien, noch nicht einmal der Wissenschaft. Doch wie konnte es so weit kommen? Die preisgekrönte Journalistin Anita Blasberg rekonstruiert die schrittweise Erosion des Vertrauens – am Beispiel ihrer eigenen Mutter und entlang historischer Bruchstellen und Protagonisten. Da ist ein junger Treuhandmanager, der achtzig ostdeutsche Betriebe in zwei Jahren verkauft; da ist eine Klinikärztin, die ihre Patienten schneller entlassen soll, als ihr lieb ist; da sind Politiker, die nach der Finanzkrise ihre eigene Ohnmacht bestaunen und dann fast alles beim Alten belassen…“

    Autorin

    Anita Blasberg, 1977 in Düsseldorf geboren, studierte Sozialwissenschaften, Politik, Psychologie und Germanistik. Seit 15 Jahren arbeitet sie als Redakteurin und Reporterin für DIE ZEIT. Sie wurde mit dem Deutschen Sozialpreis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. Für die Fernsehreportage „Die Weggeworfenen“ erhielt sie u. a. den Prix Italia. Blasberg hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie bei Hamburg.

    Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3-644-01077-2, E-Buch, 15 Euro

    Anita Blasberg im Gespräch mit Christian Rabhansl deutschlandfunkkultur.de.