Schlagwort: Buchtipp

  • Buchtipp: „Die Wohnungsfrage – eine Gerechtigkeitsfrage“

    30.06.2023/EG

    Julian Degan, Bernhard Emunds, Lukas Johrendt, Torsten Meireis, Clemens Wustmans (Hg.): Die Wohnungsfrage – eine Gerechtigkeitsfrage

    Sachbuch (Kapitalismus, Politik, Wohnen)

    „Wohnraum, zumal in der Stadt, ist knapp – und teuer. Seit geraumer Zeit führt der globale Trend der Urbanisierung auch in deutschen Groß- und Mittelstädten, die sich im globalen Vergleich lange durch moderate Mieten auszeichneten, im Verbund mit einer Reihe weiterer Faktoren zu einer massiven Erhöhung der Wohnkosten. Der Band geht der Frage nach den normativen Dimensionen dieser Entwicklung in interdisziplinärer Perspektive nach. Dazu beschäftigt er sich mit der historischen Entwicklung der Wohnungspolitik und mit Spezifika des Gutes Wohnen aus ökonomischer und juristischer Perspektive. Außerdem geht es um Verteilungsfragen sowie um den Zusammenhang des Wohnens mit ökologischen und kulturellen Entwicklungen. Schließlich werden normative Grundlinien der Wohnraumdebatte rekonstruiert, um so zu klären, inwiefern die Wohnungsfrage als Gerechtigkeitsfrage zu verstehen ist.“

    Autoren

    Duncan Barahona, Iris Behr, Fabian Beran, Julian Degan, Birte Frommer, Susanne Heeg, Ralph Henger, Andrej Holm, Gustav Horn, Lukas Johrendt, Sebastian Kohl, Dirk Löhr, Torsten Meireis, Sascha Münch, Jonas J. Schoenefeld, Jana Schollmeier, Clemens Wustmans.

    Metropolis Verlag, ISBN: 978-3-7316-1527-9, Buch, 35 Euro

  • Buchtipp: „Die ökonomische Vernunft der Solidarität“

    16.06.2023/EG

    Hartmut Reiners: Die ökonomische Vernunft der Solidarität
    Perspektiven einer demokratischen Sozialpolitik

    Sachbuch (Medien, Politik)

    „Viele Ökonomen sehen im Sozialstaat nur einen Kostenfaktor. Sie befassen sich kaum mit Sozialpolitik, obwohl das diesbezügliche Budget in Deutschland fast ein Drittel des BIP umfasst. Die ökonomischen Eigenarten des Sozialstaats passen nicht in die Welt des Neoliberalismus, der alle sozialen und ökonomischen Beziehungen in seine Kosten-Nutzen-Relationen presst.

    Dieser Ignoranz stehen Klagen über eine Ökonomisierung des Sozialen gegenüber, die übersehen, dass die Sozialpolitik sich nicht mehr auf Umverteilung beschränkt, sondern auch eine wachsende Branche von gesundheitlichen und sozialen Diensten steuert …“

    Autor

    Hartmut Reiners, geboren 1945 in Bad Rothenfelde (Niedersachsen), ist Volkswirt und Gesundheitsökonom. Er war viele Jahre in den Gesundheitsministerien von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg tätig und an Reformen der Krankenversicherung zwischen 1988 und 2009 beteiligt.

    Promedia Verlag, ISBN: 978-3-85371-909-1, E-Buch, 19 Euro

  • Buchtipp: „Wir sind die anderen“

    09.06.2023/EG

    Bianca Kellner-Zotz / Michael Meyen: Wir sind die anderen
    Ostdeutsche Medienmenschen und das Erbe der DDR

    Sachbuch (Medien, Politik)

    „Was zeichnet Medienakteure mit DDR-Sozialisation aus? Wählen sie andere Themen, andere Begriffe, andere Ausdrucksmittel oder gibt es keine Unterschiede mehr zwischen Ost und West? Und wenn doch: Sollten wir sie dann nicht zu überwinden versuchen, anstatt dem Ost-Blick auf den Grund zu gehen? Die Befunde des Projekts Medienmenschen aus dem Forschungsverbund „Das mediale Erbe der DDR“ lassen den Schluss zu, dass es an der Zeit ist, den Ost-Medienmenschen zuzuhören. Ihre Biografien, ihre Erfahrungen, ihre Perspektiven können einen wichtigen Beitrag leisten, um die Ursachen für schwindendes Medien- und Demokratievertrauen zu verstehen. Denn mehr als 30 Jahre nach dem Mauerfall haben sich durch den größeren zeitlichen Abstand und innenpolitische Entwicklungen – nicht zuletzt die Wahlerfolge der AfD in Ostdeutschland – die Diskursräume geöffnet…“
    Autoren

    Bianca Kellner-Zotz, Dr., Jahrgang 1975, ist Kommunikationswissenschaftlerin, Hochschuldozentin und Autorin. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsverbund „Das mediale Erbe der DDR“. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen soziale Wandlungsprozesse wie Medialisierung und Singularisierung sowie diskursive Öffentlichkeit.

    Michael Meyen, Prof. Dr., Jahrgang 1967, ist lehrt u. a. Journalismus und Medienorganisation am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medienrealitäten, Kommunikations- und Fachgeschichte sowie Journalismus.

    Herbert von Halem Verlag, ISBN: 978-3-86962-656-7, Buch, 37 Euro

  • Buchtipp: „Kriegspropaganda und Medienmanipulation“

    02.06.2023/EG

    Christian Hardinghaus: Kriegspropaganda und Medienmanipulation
    Was Sie wissen sollten, um sich nicht täuschen zu lassen

    Sachbuch (Krieg, Medien, Politik)

    „Das erste Opfer jedes Krieges ist die Wahrheit – diese Erkenntnis aus dem Ersten Weltkrieg gilt bis heute, denn staatliche Propaganda hat es seitdem in sämtlichen Kriegen gegeben. Dabei sind ihre Strategien trotz der Weiterentwicklung moderner Kommunikationsmittel nahezu identisch geblieben. Während früher den Menschen Information vorenthalten wurde, ist es heute paradoxerweise das massive Überangebot, das ihnen die Wahrheitsfindung erschwert, wie sich nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine gezeigt hat. Zum globalen Problem wird dabei, dass die neutralen Medien anderer Länder Propaganda nicht entlarven und kennzeichnen. Statt Aufklärung zu schaffen, klammern hiesige Journalisten und Politiker alles aus, was manipulieren könnte – und verschleiern damit ihre eigene Inkompetenz.
    Christian Hardinghaus klärt umfassend über sämtliche Strategien medialer Manipulation in der Berichterstattung vergangener und heutiger Kriege auf. Und er zeigt, dass sich die Machthabenden selbst in Friedenszeiten manipulativer Kriegsrhetorik bedienen und wie sie ganz leicht mithilfe wissenschaftlich erarbeiteter Tipps und Tricks entlarvt werden könnten.“

    Autor

    Dr. phil. Christian Hardinghaus, geb. 1978 in Osnabrück, promovierte nach seinem Magisterstudium der Geschichte, Literatur- und Medienwissenschaft (Film und TV) an der Universität Osnabrück im Bereich Propaganda- und Antisemitismusforschung. Seine historischen Schwerpunkte liegen in der Erforschung des NS-Systems und des Zweiten Weltkriegs.

    Europa Verlag, ISBN: 978-3-95890-563-4, Buch, 24 Euro

  • Buchtipp: „Das Unbehagen in der Demokratie“

    26.05.2023/EG

    Michael J. Sandel: Das Unbehagen in der Demokratie
    Was die ungezügelten Märkte aus unserer Gesellschaft gemacht haben

    Sachbuch (Demokratie, Politik, Ungleichheit)

    „Unsere Gegenwart hat ein Demokratie-Problem. Zum einen sind unsere Gesellschaften gespalten wie nie zuvor: Befeuert durch die sozialen Medien treiben uns rassistische Ausschreitungen, Populismus, soziale Ungleichheit und eine weltweite Pandemie in die Vereinzelung. Zum anderen hat eine global ausgerichtete, von unseren Regierungen vollkommen unregulierte Wirtschaft der Politik den Rang abgelaufen. Seit nunmehr 40 Jahren macht der Neoliberalismus aus Bürgern Gewinner oder Verlierer des globalen Kapitalismus – mit verheerenden Folgen für unsere Demokratie. In seinem monumentalen Werk zeichnet Michael J. Sandel ein historisch informiertes und philosophisch inspiriertes Bild unserer demokratievergessenen Zeit. Und er führt aus, was wir tun müssen, damit aus Konsumenten wieder Bürger werden, die ihre Gesellschaft aktiv gestalten.“

    Autor

    Michael J. Sandel, geboren 1953, ist politischer Philosoph. Er studierte in Oxford und lehrt seit 1980 in Harvard. Seine Vorlesungsreihe über Gerechtigkeit begeisterte online Millionen von Zuschauern und machte ihn zum weltweit populärsten Moralphilosophen.

    S. Fischer Verlage, ISBN: 978-3-10-491730-6, E-Buch, 25 Euro