Schlagwort: Buchtipp

  • Buchtipp: „Der Preis der Welt“

    13.10.2023/EG

    Friedrich Lenger: Der Preis der Welt
    Eine Globalgeschichte des Kapitalismus

    Sachbuch (Kapitalismus)

    „Der Kapitalismus hat in den letzten 500 Jahren eine Welt hervorgebracht, die ökonomisch hochgradig verflochten ist und zugleich hochgradig asymmetrisch. In seiner brillanten Globalgeschichte des Kapitalismus schildert der renommierte Historiker Friedrich Lenger diese Entwicklungen, die von den Indigenen Amerikas bis zu den bengalischen Seidenwebern niemanden unberührt ließen. Diese Geschichte handelt von wachsendem Wohlstand und krasser Armut, von Unfreiheit und Gewalt und der Gefährdung unseres Planeten, für die wir heute den Preis zahlen.“

    Autor

    Friedrich Lenger forscht und lehrt Geschichte an der Universität Gießen. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist Geschichte des Kapitalismus. 2015 wurde er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

    C. H. Beck Verlag, ISBN 978-3-406-80834-0, Buch

  • Buchtipp: „Raus aus dem Ego-Kapitalismus“

    06.10.2023/EG

    Patrick Kaczmarczyk: Raus aus dem Ego-Kapitalismus
    Für eine Wirtschaft im Dienste des Menschen

    Sachbuch (Kapitalismus)

    „Ob Krisen, Armut oder die zunehmende Verrohung und Spaltung der Gesellschaft: Die beängstigenden Entwicklungen der letzten Jahre sind in erster Linie das Ergebnis verfehlter wie fehlender wirtschaftspolitischer Ideen und Leitbilder. Das sagt der Politökonom Patrick Kaczmarczyk. Seine Suche nach möglichen Auswegen aus dem drohenden sozio-ökonomischen wie ökologischen Desaster führt Kaczmarczyk bis in die Soziallehre der Kirche. Diese weist einen überraschenden Reichtum an Prinzipien und Leitbildern auf, die den auf radikalen Egoismus setzenden Dogmen des Neoliberalismus in fundamentaler Weise entgegenstehen. Denn eines steht fest: Ohne mehr Gemeinsinn sind die aktuellen Krisen ein bloßer ein Vorgeschmack auf all das, was noch auf uns zukommt.“

    Autor

    Dr. phil. Patrick Kaczmarczyk ist Entwicklungsökonom. Zuletzt arbeitete er als Berater für die Vereinten Nationen zur Finanzmarktstabilität im globalen Süden sowie zur wirtschaftlichen Entwicklung in Ostafrika. Derzeit ist er als wirtschaftspolitischer Referent in Berlin tätig.

    Westend Verlag, 978-3-98791-020-3, E-Buch

  • Buchtipp: „Das Geld“

    29.09.2023/EG

    Eske Bockelmann: Das Geld
    Was es ist, das uns beherrscht

    Sachbuch (Geld)

    „Geld regiert die Welt, und die von ihm regierte Welt droht in einer Katastrophe zu enden – sozial und ökologisch. Doch warum bestimmt das Geld überhaupt über den Lauf der Welt? Worin besteht seine Herrschaft, dass selbst die mächtigsten Regierungen vor ihm strammstehen und wir uns kaum vorstellen können, dass es je anders gewesen sein könnte? In seiner grandiosen Schilderung, wie das Geld in die Welt kam, zeigt Eske Bockelmann entgegen den heute gängigen Überzeugungen, dass sich dieses besondere Tauschmittel erst im Europa des Spätmittelalters durchgesetzt hat – mag es davor auch Märkte und Münzen gegeben haben. Mit einem ungewöhnlich genauen Blick auf die Geschichte und Ethnologie des Wirtschaftens arbeitet er die Unterschiede zu vormonetären Gemeinwesen und ihrem sozialen Zusammenhalt ohne Geld heraus und beleuchtet die Etablierung der Marktwirtschaft in den freien Städten des späteren Mittelalters bis hin zum Platzen der ersten Finanzblase. Und mit dieser Herleitung des Geldes gelingt es endlich, auch das scheinbar ewige Rätsel zu lösen: was Geld überhaupt ist – und wie es zusammenhängt mit Wert und Kapital, Spekulation und Krise, Staat und Gesellschaft.“

    Autor

    Eske Bockelmann, 1957 in Friedrichshafen geboren, ist klassischer Philologe und Germanist. Er wurde promoviert an der Universität München und habilitiert an der TU Chemnitz, wo er seit 1994 arbeitet.

    Matthes & Seitz Verlag, 978-3-95757-888-4, E-Buch

  • Buchtipp: „Zukunftsbilder 2045“

    22.09.2023/EG

    Stella Schaller, Lino Zeddies, Ute Scheub, Sebastian Vollmar: Zukunftsbilder 2045
    Eine Reise in die Welt von morgen

    Sachbuch (Perspektiven)

    „Wir möchten Sie zu einer Zeitreise in die Zukunft einladen. Nicht in die finstere Zukunft eines unbewohnbaren Planeten mit Überschwemmungen, Ressourcenkriegen und totem Boden, sondern in eine Welt, wie sie sein kann, wenn wir uns um sie kümmern. Die grün ist, lebensfroh und fortschrittlich.“

    Autoren

    Stella Schaller arbeitet als systemische Transformationsbegleiterin in Berlin und ist Mitgründerin des Thinktanks Reinventing Society.
    Lino Zeddies ist Berater für Transformation, Selbstorganisation und Utopieentwicklung bei Reinventing Society.
    Ute Scheub, 1955 in Tübingen geboren, war Mitbegründerin der taz. Die promovierte Politikwissenschaftlerin arbeitet als freie Journalistin in Berlin.
    Sebastian Vollmar ist seit 2010 Artdirector und Founder von Vollmar & Vision und Artdirector und Fellow bei Reinventing Society.

    Oekom Verlag, 978-3-96238-386-2, Buch

  • Buchtipp: „Die Konsensfabrik“

    15.09.2023/EG

    Edward S. Herman, Noam Chomsky, Uwe Krüger, Holger Pötzsch, Florian Zollmann: Die Konsensfabrik
    Die politische Ökonomie der Massenmedien

    Sachbuch (Medien)

    „Die Medien haben die Macht, einen gesellschaftlichen Konsens herzustellen, der den herrschenden wirtschaftlichen und politischen Interessen folgt – und nutzen sie. Diese Einflussnahme erfolgt jedoch keinesfalls durch verschwörerische Mächte im Hintergrund, sondern durch die ökonomischen Bedingungen der Medienlandschaft, die Chomsky und Herman schonungslos analysieren. Mit „Manufacturing Consent“ legten sie ihr heute weltberühmtes Werk zur Medienkritik vor, das als der Klassiker zum Thema gilt – und nichts an Aktualität verloren hat.
    Die Autoren zeigen auf, auf welche Weise in den Medien Themen ausgewählt und besprochen werden, und machen so die Doppelmoral und die auf den Status quo ausgerichtete Voreingenommenheit sichtbar, die den Darstellungen der so viel gepriesenen „freien Presse“ zugrunde liegen.“

    Autoren

    Edward S. Herman (1925 – 2017) war ein US-amerikanischer Ökonom und Medienanalytiker sowie Professor für Finanzwissenschaft an der Wharton School of Economics der University of Pennsylvania.

    Noam Chomsky ist emeritierter Professor für Sprachwissenschaft an der University of Arizona und emeritierter Professor für Linguistik und Philosophie am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

    Uwe Krüger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig und Forschungskoordinator des dortigen Zentrums Journalismus und Demokratie.

    Holger Pötzsch ist Professor für Medien- und Dokumentationswissenschaften am Institut für Sprachen und Kultur an der UiT – The Arctic University of Norway.

    Florian Zollmann ist Leitender Dozent für Journalismus an der Newcastle University.

    Westend Verlag, 978-3-86-489895-2, E-Buch