Schlagwort: Buchtipp

  • Buchtipp: „Arbeit Macht Missbrauch“

    18.10.2024/EG

    Lena Marbacher: Arbeit Macht Missbrauch
    Eine Gesellschaftskritik

    Sachbuch (Gesellschaft)

    „Machtmissbrauch hat zunächst weder mit Geschlecht noch mit einer bestimmten Branche zu tun. Aus allen Bereichen der Gesellschaft – ob Politik, Gastronomie, Startups, Sport, Theater, Pflege, Ehrenamt, Polizei oder Wissenschaftsbetrieb – kommen immer mehr Fälle an die Öffentlichkeit. Besprochen werden sie bislang lediglich branchenspezifisch und meist als Einzelfälle. Das Problem, so Lena Marbacher, liegt aber im System von Arbeit und Gesellschaft. Die Bedingungen, die Machtmissbrauch ermöglichen, sind fast immer die gleichen. Ein duldendes Umfeld ist eine davon.“

    Autorin

    Lena Marbacher, geboren 1981, ist freie Journalistin, schreibt u. a. für »Der Freitag« und ist Co-Autorin des im Ullstein Verlag erschienenen Bestsellers »Unlearn Patriarchy« mit einem Beitrag über Arbeit.

    Verlag: Fischer
    Erscheinungstag: 09.10.2024

  • Buchtipp: „Demokratie ohne Gesetze“

    11.10.2024/EG

    C. L. Skach: Demokratie ohne Gesetze
    Warum nicht Regeln, sondern wir selbst unsere Gesellschaft tragen

    Sachbuch (Demokratie, Gesellschaft)

    „Wir glauben, dass Regeln und Gesetze dazu da sind, um uns und unser Zusammenleben zu schützen. Sie bewahren unsere Gesellschaften davor, im Chaos zu versinken. Wie könnten wir ohne sie Recht von Unrecht unterscheiden, in unseren Gemeinschaften gut leben und einander gute Nachbar:innen sein?“

    Autorin

    Cindy Lynn Skach ist Professorin für politische und rechtliche Theorie an der Universität von Bologna.

    Verlag: Ullstein
    Erscheinungstag: 17.10.2024

  • Buchtipp: „Selbst schuld!“

    04.10.2024/EG

    Wolfgang M. Schmitt, Ann-Kristin Tlusty: Selbst schuld!

    Sachbuch (Gesellschaft, Gesundheit, Medien, Meinung, Politik)

    „Du bist überfordert, weil du deine Zeit nicht richtig planst. Du verdienst nicht genug Geld, weil du nicht hart genug arbeitest. Du bist verantwortlich für die Klimakatastrophe, weil du die Joghurtbecher nicht richtig entsorgst. Kurzum: Du bist selbst an allem schuld! So lautet die Ideologie unserer Zeit. Vorgetragen wird sie von Politikern wie Ökonominnen, Influencern wie der eigenen Familie. Ausgeblendet werden dabei sämtliche gesellschaftlichen Bedingungen.
    In 13 persönlichen Essays fragen die Autor:innen, wie die persönliche Schuld sämtliche Lebensbereiche erobern konnte. Ihr Buch leistet sich den Luxus des Zweifels am scheinbar Selbstverständlichen. Es ist ein Manifest kritischen Denkens für die Gegenwart.“

    Autoren

    Beiträge von Christian Baron, Dietmar Dath, Aladin El-Mafaalani, Sebastian Friedrich, Sarah-Lee Heinrich, Özge İnan, Şeyda Kurt, Sophie Lewis, Maximilian Pichl, Anke Stelling, Wolfgang M. Schmitt, Ann-Kristin Tlusty und Matthias Ubl.

    Verlag: Hanser
    Erscheinungstag: 23.09.2024

  • Buchtipp: „Offshore“

    27.09.2024/EG

    Brooke Harrington: Offshore
    Wie Vermögensverwalter Reichtum tarnen und einen neuen Kolonialismus schaffen

    Sachbuch (Politik, Steuer, Vermögen)

    „Ihre wichtigste Eigenschaft ist die Diskretion, und ihre Aufgabe ist es, den Reichtum der Reichsten unsichtbar zu machen – während sie ihn mehren. Ganze Teams von Offshore-Experten arbeiten Tag und Nacht daran, für ihre Kunden Steuerschlupflöcher zu finden, Gesetze zu umgehen, kreative Lösungen zu finden. Der Begriff Steuerparadies, der in vielen europäischen Sprachen für Offshore verwendet wird, wirkt angesichts der libertären Anarchie, die hier herrscht, geradezu verharmlosend. Die renommierte Soziologin Brooke Harrington bringt Licht in die faszinierende Schattenwelt der Vermögensverwalter. Sie beschreibt, wie das System funktioniert, das sie geschaffen haben, und welche Folgen es für alle anderen hat: Wir sollten uns um diese klandestinen Experten viel mehr Sorgen machen als um die Ultra-Reichen selbst.“

    Autorin

    Brooke Harrington ist Soziologieprofessorin am Dartmouth College in New Hampshire. Seit vielen Jahren erforscht sie die Welt der Superreichen und ihrer Steuerparadiese. Zu Recherchezwecken absolvierte sie mit einem Stipendium der Max-Planck-Gesellschaft zwei Jahre lang eine Zusatzausbildung zur Vermögensverwalterin und arbeitete vier Jahre in Köln. Ihr Buch »Capital without Borders: Wealth Managers and the One Percent« (Harvard University Press 2016) wurde vielfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.

    Verlag: Campus
    Erscheinungstag: 18.09.2024

  • Buchtipp: „Alles super?“

    06.09.2024/EG

    urbanista.ch (Hrsg.): Alles super?
    Wie Superblocks unsere Städte zu besseren Orten machen

    Sachbuch (Leben, Wohnen)

    „Erfunden in Barcelona, exportiert in die ganze Welt – das Verkehrskonzept und Stadtplanungstool der Superblocks findet in immer mehr Städten Anwendung. In ganz Europa verteilen Kommunen den Straßenraum neu und machen Platz für verschiedene Funktionen.
    Beispiele aus Mailand, Paris und Berlin, London und Wien, aber auch Bern, Hamburg und Brüssel zeigen die Potenziale von Superblocks. Sie können Menschen zusammenbringen und Nachbarschaften sicherer machen, Umsätze ebenso wie die Artenvielfalt erhöhen. Mit ihnen wird die Luft sauberer, die Stadt kühler, die Verkehrswende greifbarer.
    Und trotzdem bleiben sie ein Streitthema. Mit diesem Diskussionsstoff teilen wir unsere gesammelte Expertise und geben Einblicke in die Planung, Umsetzung und Evaluation von Superblocks.“

    Herausgeber

    urbanista ist eines der führenden Büros für Stadtentwicklung, räumliche Transformation und urbane Zukunftsstrategien mit Sitz in Zürich und Hamburg.

    Verlag: Oekom
    Erscheinungstag: 02.07.2024