Schlagwort: Armut

  • Ungleichheit wird größer

    16.01.2018/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    DIW: Spreizung der Bruttoeinkommen hat seit der Wiedervereinigung zugenommen – Oberstes Ein-Prozent steigert Anteil am Volkseinkommen seit 1995 von acht auf 13 Prozent

    „Der Einkommensanteil der unteren 50-Prozent sank von 26 Prozent im Jahr 1995 auf knapp 17 Prozent im Jahr 2013. Gleichzeitig erhöhte sich der Einkommensanteil der obersten Zehn-Prozent von 32 auf 40 Prozent.
    (…)
    Wenn man politische Maßnahmen gegen eine zunehmende Spreizung der Markteinkommen in Deutschland ergreifen möchte, müsste man die Teilhabe unterer Einkommensgruppen an der Unternehmensrendite verbessern.“ diw.de

  • Rente: Regierungsparteien und die Alterssicherung

    15.01.2018/EG

    Theoretische Ansätze aus den Wahlprogrammen der Regierungsparteien zum Thema ‘Rente‘:

    Christlich Demokratische Union/Christlich-Soziale Union (CDU/CSU)

    2017, Seite 41: „Wer sein ganzes Leben gearbeitet hat, soll im Alter davon leben können. (…) Unser Ziel bleibt es weiterhin Altersarmut zu vermeiden.“
    2013, Seite 45: „CDU und CSU stehen dafür ein, dass die gesetzliche Rente auch in Zukunft stabil und sicher ist.“
    2009, Seite 32: „Die gesetzliche Rentenversicherung ist das erfolgreichste Instrument zur Vermeidung von Armut im Alter. Wir sind stolz darauf, dass nur wenige Menschen auf ergänzende Sozialleistungen im Alter angewiesen sind.“ (mehr …)

  • Ungleichheit verursacht Kosten

    12.01.2018/EG aus dem Blog ÖKONOMENSTIMME, Zürich

    Werner Vontobel, Wirtschaftskolumnist, über die wahren Kosten der Ungleichheit

    „Je ungleicher die Kaufkraft verteilt ist, desto mehr muss nämlich – und damit sind wir beim dritten Kostenblock – die Wirtschaft bestrebt sein, mit viel Werbeaufwand denen etwas zu verkaufen, die eh schon alles haben. (…)

    Ungleichheit ist in der Regel mit einer hierarchischen Organisation der Arbeit verbunden. Dabei wird viel Arbeit mit reiner Überwachung und Bürokratie verschwendet. (…)

    Alfred Kleinknecht hat die „angelsächsischen“ Länder mit ihren flexibilisierten Arbeitsmärkten mit den Ländern des „rheinländischen Kapitalismus“ mit relativ starkem Arbeitnehmerschutz, höheren Löhnen und grösserer Arbeitsautonomie verglichen und festgestellt, dass letztere deutlich produktiver sind. Der Vergleich mit 20 Ländern über 44 Jahre zeigt, dass jedes Prozent weniger Lohnerhöhung die Produktivität pro Arbeitsstunde um 0,3 bis 0,5% senkt. Der Hauptgrund dafür liegt gemäss Kleinknecht in der aufgeblähten Bürokratie und an dem durch den häufigen Stellenwechsel bedingten Verlust an betriebsinternem Knowhow.“ ↗oekonomenstimme.org

    Zum Thema eine Buchempfehlung:
    Gleichheit ist Glück. Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind. Autoren: Richard Wilkinson und Kate Pickett

  • Buchtipp: Theorie der feinen Leute

    29.12.2017/EG

    Thorstein Veblen: Theorie der feinen Leute
    Eine ökonomische Untersuchung der Institutionen

    Sachbuch (Gesellschaft, Reichtum)

    Veblens „Theorie der feinen Leute“, erstmals 1899 veröffentlicht, ist einer der scharfsinnigsten und brillantesten Beiträge zur Soziologie des Prestiges, die wir kennen; ein klassisches Werk der Gesellschaftskritik, das intelligent und höchst lebhaft sich mit Institutionen, Sitten, Gebräuchen, kollektiven Denkgewohnheiten auseinandersetzt und dessen Nachwirkungen bei Riesman ebenso wie bei Bourdieu zu erkennen sind. (mehr …)

  • Globalisierung: Jeder fünfte Euro aus der EU wird in Steueroasen investiert!

    22.01.2017/EG aus der Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, Luxemburg

    Eurostat veröffentlicht Bestände der weltweiten Direktinvestition 2016: ‘Investitionen‘ in Steueroasen steigen auf 1,3 Billionen Euro – plus 20,8 % gegenüber 2015

    Eurostat listet in der aktuellen Meldung die Bestände von Direktinvestitionen aus der Europäischen Union im Jahr 2016 in sogenannten Offshore-Finanzzentren in Höhe von 1,28 Euro (2015: 1,06 Billionen Euro) auf. Der gesamte Direktinvestitionsbestand der EU in der übrigen Welt summierte sich Ende 2016 auf 7,6 Billionen Euro (2015: 6,89 Billionen Euro). Davon wurden 20,2 Prozent (1,28 Billionen Euro) in Steueroasen ‚investiert‘. ec.europa.eu