Schlagwort: Arbeitswelt

  • Arbeitswelt und Globalisierung 2017: Rekorde für Deutschlands Konzerne

    28.12.2017/EG aus der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH, Stuttgart

    Ernst & Young: Gesamtumsatz der 100 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands steigt um 7 %, der Gewinn um 21 %

    „Deutschlands Top-Unternehmen steuern auf ein Rekordjahr zu: Der Gesamtumsatz der 100 umsatzstärksten börsennotierten Konzerne kletterte in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp sieben Prozent auf 1,25 Billionen Euro. Der Gewinn stieg sogar noch stärker: um 21 Prozent auf knapp 109 Milliarden Euro. Dementsprechend legte auch die Profitabilität zu: Die durchschnittliche Marge stieg von 7,7 auf 8,7 Prozent.“ ↗ey.com

    Zum Thema

    Die Reduzierung der Ertragsteuer für Unternehmen in den USA lassen die Ergebnisse der Automobilkonzerne BMW und Daimler ‘explodieren‘. dw.de

    Daten aus dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zur Lohnentwicklung Januar bis September 2017: reales Plus 0,9 Prozent! ↗destatis.de

  • Arbeitswelt: Unter dem Christbaum ist nichts heilig

    23.12.2017/EG aus dem Medium KONTRAST, Wien

    Kathrin Glösel, Autorin, über den hohen Preis der Weihnacht

    „Welchen Weg hat so ein Smartphone zurückgelegt, bis es unter dem Weihnachtsbaum landet? Unter welchen Arbeitsbedingungen haben Menschen es hergestellt, transportiert und verkauft?
    Wir haben drei Stationen eines verschenkten Smartphones nachgezeichnet und uns die beteiligten Unternehmen näher angesehen.“ kontrast.at

    Zum Thema

    Amazon-Beschäftigte kämpfen weiter für ihren Tarifvertrag ↗verdi.de.

  • Arbeitswelt: Geht uns die Arbeit aus?

    18.12.2017/EG aus dem Beratungsunternehmen ‘The Boston Consulting Group GmbH‘ (BCG), München

    BCG Report: „Bereits heute sind ca. 40 % aller aktuellen beruflichen Tätigkeiten in Deutschland durch Automatisierung substituierbar.“

    „Die vierte industrielle Revolution führt zu fundamentalen Veränderungen der Arbeitswelt in Deutschland. (…) Niemand kann derzeit mit Gewissheit sagen, ob am Ende dieser Entwicklung insgesamt mehr oder weniger Arbeitskraft zum Einsatz kommen wird als heute. Sicher ist aber, dass ein großer Teil der Beschäftigten neue Kompetenzen benötigen wird, um im Arbeitsmarkt der Zukunft gefragt zu sein. Denn: Bei 40 % der heutigen Tätigkeiten ist davon auszugehen, dass sie mittelfristig durch Automatisierung ersetzt werden, was schon bis 2025 ca. 7,7 Mio. Beschäftigte betreffen dürfte. Über 60 % dieser Betroffenen sind nicht Geringqualifizierte, sondern Fachkräfte. Die notwendige Weiterbildung auf in Zukunft gefragte Kompetenzen ist mit einem finanziellen Aufwand von durchschnittlich € 10 Mrd. pro Jahr deutlich günstiger als die dadurch vermeidbaren Sozialkosten.“ ↗bcg.com

    Zum Thema

    Aus dem Forschungsbericht ‘Wirtschaft 4.0 und die Folgen für Arbeitsmarkt und Ökonomie‘ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit: „In der digitalisierten Welt wird es im Jahr 2025 einerseits 1,5 Mio. Arbeitsplätze, die nach der Basisprojektion noch vorhanden sein werden, nicht mehr geben. Andererseits werden im Wirtschaft 4.0-Szenario ebenfalls 1,5 Mio. Arbeitsplätze entstanden sein, die in der Basisprojektion nicht existieren werden. Zusammengefasst unterscheidet sich das digitalisierte Szenario um rund 7 Prozent (= 3 Mio. von 43,4 Mio. Arbeitsplätzen) von der QuBe-Basisprojektion.“ iab.de.

  • Rente: Armutsgefährdung Älterer

    30.11.2017/EG aus dem Blog ARBEIT&WIRTSCHAFT der Bundesarbeitskammer, Wien

    Florian Blank, Politikwissenschaftler, und Erik Türk, Ökonom, über die Renten- bzw. Pensionssysteme in Deutschland und Österreich

    „Vor allem bei den Armutsgefährdungsquoten der „jüngeren Älteren“, die von den Renten- und Arbeitsmarktreformen stärker betroffen waren als die ab 75-Jährigen, weisen Deutschland und Österreich höchst unterschiedliche Entwicklungen auf. Während in der Altersgruppe 65 bis 74 Jahre in Deutschland – insbesondere bei den Männern – die Armutsgefährdungsquoten seit 2007 deutlich gestiegen sind, war in Österreich, über den gleichen Zeitraum betrachtet, eine markante Reduktion zu verzeichnen.

    Aktuell liegt der Wert in Deutschland in dieser Altersgruppe bei den Männern um mehr als neun Prozentpunkte über dem österreichischen Vergleichswert und ist damit mehr als doppelt so hoch. Der Abstand bei den Frauen beträgt mittlerweile sechs Prozentpunkte. Der deutsche Wert übersteigt damit den österreichischen um gut 40 %.“ ↗awblog.at

    Zum Thema

    Die Regierungsverantwortung im Rückblick:

    • 2013 bis 2017 CDU/CSU und SPD
    • 2009 bis 2013 CDU/CSU und FDP
    • 2005 bis 2009 CDU/CSU und SPD
    • 1998 bis 2005 SPD und Bündnis90/Die Grünen
    • 1982 bis 1998 CDU/CSU und FDP
    • 1974 bis 1982 SPD und FDP

    Erfolgreiche Alterssicherungspolitik: Das Beispiel Österreich

    „Österreich hat in vielerlei Hinsicht mit Deutschland vergleichbare Rahmenbedingungen: der Anteil der Steuerzuschüsse an den Einnahmen der Rentenversicherung ist ähnlich hoch, das durchschnittliche Renteneintrittsalter ebenfalls. Der Rentenbeitrag liegt in Österreich seit 1988 unverändert bei 22,8 Prozent, in Deutschland mit den vorgeschriebenen bzw. empfohlenen Beiträgen von 18,7 Prozent zur Rentenversicherung und vier Prozent zur privaten Vorsorge ebenfalls bei 22,7 Prozent. Unterschiedlich sind die Renten: die Durchschnittsrente eines langjährig Versicherten in Deutschland lag 2013 bei 1.050 Euro monatlich, in Österreich bei umgerechnet 1.820 Euro pro Monat. In Österreich werden kleine Renten auf etwa 12.000 Euro jährlich aufgestockt, in Deutschland nicht. Das geht auch deshalb, weil Österreich die Alterssicherung nicht teilprivatisiert hat, sondern alle Erwerbstätigen in der Rentenversicherung absichert, auch Beamte und Selbstständige, und weil das Umlagesystem sich gegenüber den niedrig oder kaum verzinsten Kapitalanlagen bewährt.“ der-paritaetische.de

  • Zivilcourage: Hinweisgeber schützen Rechtssystem – Gesetze schützen Hinweisgeber nicht

    27.11.2017/EG

    Der gesetzliche Schutz von Hinweisgebern in

    Deutschland:

    „In Deutschland gibt es keinen effektiven Schutz für Hinweisgeber. Stattdessen haben diese in vielen Fällen mit arbeits- beziehungsweise strafrechtlichen Konsequenzen oder anderen Nachteilen zu rechnen.“ ↗transparency.de

    Russland:

    „Der Staatsduma-Ausschuss für Sicherheit und Korruptionsbekämpfung hat einen Gesetzentwurf gebilligt, der denjenigen, die den Strafverfolgungsbehörden Tatsachen der Korruption offenbaren, staatlichen Schutz zuspricht. Dem Gesetzprojekt steht nun die erste Lesung in der Duma bevor.
    (…)
    Zu den genauen Maßnahmen, die im Gesetzprojekt aufgeführt sind, gehören die Gewährleistung der Vertraulichkeit der Meldung, eine kostenlose Rechtsberatung, der Schutz vor unrechtmäßiger Entlassung oder anderen Sanktionen bei der Arbeit sowie der Schutz vor jeder anderen Verletzung der Bürgerrechte. Insbesondere heißt es in dem Gesetzentwurf, dass eine Person, die Tatsachen über Korruption meldet, erst nach einer Sondersitzung der zuständigen Kommission unter Beteiligung eines örtlichen Staatsanwalts in den Schutz des Staates genommen werden kann. Die Schutzdauer soll zwei Jahre ab dem Zeitpunkt der ursprünglichen Meldung betragen.“ ↗rt.com

    Transparency International:

    „Hinweisgeber sind bei der Aufdeckung von Korruptionsfällen und Straftaten in Verwaltung, Wirtschaft und anderen Organisationen unverzichtbar. Ohne sie würden viele Fälle von Korruption und Machtmissbrauch unerkannt bleiben und das Rechts- und Wirtschaftssystem sowie den sozialen Zusammenhalt beschädigen. Daher sind Maßnahmen zum Schutz und zur Ermutigung von Hinweisgebern ein wichtiger Schritt hin zur Eindämmung von Korruption.“