Kategorie: Allgemein

  • Buchtipp: „Raus aus dem Ego-Kapitalismus“

    06.10.2023/EG

    Patrick Kaczmarczyk: Raus aus dem Ego-Kapitalismus
    Für eine Wirtschaft im Dienste des Menschen

    Sachbuch (Kapitalismus)

    „Ob Krisen, Armut oder die zunehmende Verrohung und Spaltung der Gesellschaft: Die beängstigenden Entwicklungen der letzten Jahre sind in erster Linie das Ergebnis verfehlter wie fehlender wirtschaftspolitischer Ideen und Leitbilder. Das sagt der Politökonom Patrick Kaczmarczyk. Seine Suche nach möglichen Auswegen aus dem drohenden sozio-ökonomischen wie ökologischen Desaster führt Kaczmarczyk bis in die Soziallehre der Kirche. Diese weist einen überraschenden Reichtum an Prinzipien und Leitbildern auf, die den auf radikalen Egoismus setzenden Dogmen des Neoliberalismus in fundamentaler Weise entgegenstehen. Denn eines steht fest: Ohne mehr Gemeinsinn sind die aktuellen Krisen ein bloßer ein Vorgeschmack auf all das, was noch auf uns zukommt.“

    Autor

    Dr. phil. Patrick Kaczmarczyk ist Entwicklungsökonom. Zuletzt arbeitete er als Berater für die Vereinten Nationen zur Finanzmarktstabilität im globalen Süden sowie zur wirtschaftlichen Entwicklung in Ostafrika. Derzeit ist er als wirtschaftspolitischer Referent in Berlin tätig.

    Westend Verlag, 978-3-98791-020-3, E-Buch

  • Elitenpositionen in Deutschland

    05.10.2023/EG
    Quelle: Universität Leipzig

    Universität Leipzig veröffentlicht erste Ergebnisse der Leipziger Elitendatenbank

    „Unter den 2.788 Personen, die in den Jahren 2022/23 Elitenpositionen innehaben, finden sich nur zwölf Prozent gebürtige Ostdeutsche. Dieser Anteil variiert deutlich zwischen den gesellschaftlichen Bereichen. Wie bereits frühere Untersuchungen ergaben, sind die Ostdeutschen allein im politischen Bereich nicht unterrepräsentiert – allerdings nur, wenn die Landesebene einbezogen wird. In den politischen Positionen auf Bundesebene allein liegt der Anteil der Ostdeutschen bei nur 13,3 Prozent.“

    Die ersten Ergebnisse lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Michael Hartmann, Sozialwissenschaftler im Ruhestand mit dem Arbeitsschwerpunkt n. a. Eliteforschung, im Gespräch bei „Wohlstand für Alle“ im Mai 2020 hören Sie hier.

  • 1.036. Sitzung des Bundesrates

    30.09.2023/EG
    Quelle: Bundesrat, Berlin

    Ausgewählte Beschlüsse der Länderkammer vom 29. September 2023:

    TOP 3 – Kinderreisepass wird abgeschafft

    Der Bundesrat stimmte dem Gesetz zur Modernisierung des Pass-, und des ausländerrechtlichen Dokumentenwesens zu. An Stelle des Kinderreisepasses soll ein elektronischer Reisepass mit längerer Gültigkeitsdauer beantragt werden können.
    Nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens kann das Gesetz dem Bundespräsidenten zur Ausfertigung zugleitetet, danach im Bundesgesetzblatt verkündet werden und dann wie geplant zu wesentlichen Teilen am Tag nach der Verkündung in Kraft treten.

    Ergänzende Informationen lesen Sie hier bundesrat.de.

    TOP 5 – Verbessertes Eingriffsrecht für Kartellbehörden

    Der Bundesrat billigte das Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen und anderer Gesetze. Das Gesetz reagiert auf die extremen Preissteigerungen in der Energiekrise im letzten Jahr und soll die Voraussetzungen für die so genannte Abschöpfung von wirtschaftlichen Vorteilen, die durch Kartellrechtsverstöße erlangt wurden, vereinfachen.
    Das Gesetz wird über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Es soll am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

    Ergänzende Informationen lesen Sie hier bundesrat.de.

    TOP 6 – Heizungsgesetz

    Der Bundesrat billigte das Gesetz zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes
    Es soll in weiten Teilen am 01. Januar 2024 in Kraft treten. Zum Gesetzentwurf der Bundesregierung für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (vgl. TOP 46) der mit dem Heizungsgesetz in engem Zusammenhang steht, hat der Bundesrat zahlreiche Änderungsvorschläge formuliert. Diese Stellungnahme wurde der Bundesregierung zugeleitet, die dazu eine Gegenäußerung verfasst. Anschließend legt sie beide Dokumente dem Bundestag zur Entscheidung vor.

    Ergänzende Informationen lesen Sie hier bundesrat.de.

    Die vollständige Tagesordnung lesen Sie hier ↗bundesrat.de.

  • Beeinflussen Unternehmensgewinne die Inflation?

    29.09.2023/EG
    Quelle: Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    Sebastian Dullien, Alexander Herzog-Stein und Ulrike Stein untersuchten die Rolle der Gewinnentwicklung für die aktuelle deutsche Inflation

    Schlussfolgerungen, Auszug, Seite 19: „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass von Anfang 2021 bis Mitte 2023 ein beschleunigtes Wachstum der nominalen Stückgewinne eindeutig und spürbar zum Überschießen der Teuerung in Deutschland über das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank beigetragen hat. Dabei war besonders die Entwicklung in den Bereichen Bau, Handel, Verkehr und Gastgewerbe entscheidend. In diesen Bereichen sind nicht nur die Gewinne stark gestiegen, sie stiegen auch stärker als in anderen europäischen Ländern und ihre Entwicklung lief jener der Löhne voraus, sodass man hier von einer durch Gewinnsteigerungen induzierten Inflation sprechen kann. Leider reichen allerdings die bisher in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung verfügbaren Daten nicht aus, um eindeutig Ursachen der Gewinnanstiege zu identifizieren. Weitgehend ausschließen kann man allerdings die These einer Überschussnachfrage als zentrale Ursache für die gestiegenen nominalen Stückgewinne: Dieser These widerspricht die Nachfrageentwicklung in den besonders durch Gewinnanstiege geprägten Wirtschaftsbereiche.“

    Die Studie lesen Sie hier imk-boeckler.de.

  • Buchtipp: „Das Geld“

    29.09.2023/EG

    Eske Bockelmann: Das Geld
    Was es ist, das uns beherrscht

    Sachbuch (Geld)

    „Geld regiert die Welt, und die von ihm regierte Welt droht in einer Katastrophe zu enden – sozial und ökologisch. Doch warum bestimmt das Geld überhaupt über den Lauf der Welt? Worin besteht seine Herrschaft, dass selbst die mächtigsten Regierungen vor ihm strammstehen und wir uns kaum vorstellen können, dass es je anders gewesen sein könnte? In seiner grandiosen Schilderung, wie das Geld in die Welt kam, zeigt Eske Bockelmann entgegen den heute gängigen Überzeugungen, dass sich dieses besondere Tauschmittel erst im Europa des Spätmittelalters durchgesetzt hat – mag es davor auch Märkte und Münzen gegeben haben. Mit einem ungewöhnlich genauen Blick auf die Geschichte und Ethnologie des Wirtschaftens arbeitet er die Unterschiede zu vormonetären Gemeinwesen und ihrem sozialen Zusammenhalt ohne Geld heraus und beleuchtet die Etablierung der Marktwirtschaft in den freien Städten des späteren Mittelalters bis hin zum Platzen der ersten Finanzblase. Und mit dieser Herleitung des Geldes gelingt es endlich, auch das scheinbar ewige Rätsel zu lösen: was Geld überhaupt ist – und wie es zusammenhängt mit Wert und Kapital, Spekulation und Krise, Staat und Gesellschaft.“

    Autor

    Eske Bockelmann, 1957 in Friedrichshafen geboren, ist klassischer Philologe und Germanist. Er wurde promoviert an der Universität München und habilitiert an der TU Chemnitz, wo er seit 1994 arbeitet.

    Matthes & Seitz Verlag, 978-3-95757-888-4, E-Buch