Kategorie: Allgemein

  • Deutschland geht es gut?

    02.09.2017/EG

    Deutschlandfunk sendet vom 01. bis 23. September 2017 eine Reihe über „abgehängte Regionen“

    Quedlinburg im Hartz – Reportage vom 01.09.2017:

    „Schnell wachsende Altersarmut, verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit – monatlich rund 1.800 Menschen kommen in Quedlinburg im Harz zur Tafel, Tendenz steigend. Von der Politik fühlen sie sich schlicht vergessen. Da hilft es nur begrenzt, dass sie sich beim Tafel-Chor regelmäßig zum gemeinsamen Singen treffen.“ ↗deutschlandfunk.de

    Regionen mit stark unterdurchschnittlichen Lebensverhältnissen ↗bbsr.bund.de.

    Die verantwortlichen Regierungskoalitionen der Legislaturperioden

    • 1991 bis 1998: CDU/CSU und FDP
    • 1998 bis 2005: SPD und Bündnis 90/Die Grünen
    • 2005 bis 2009: CDU/CSU und SPD
    • 2009 bis 2013: CDU/CSU und FDP
    • seit 2013: CDU/CSU und SPD
  • Hohe Arbeitsanforderungen bei niedriger Lohnentwicklung

    01.09.2017/EG aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    Löhne in Europa steigen real nur sehr langsam – Abbau von Arbeitnehmerrechten haben Verhandlungsposition der Gewerkschaften geschwächt

    „Obwohl sich das wirtschaftliche Umfeld in Europa weiter verbessert hat, steigen die Löhne in Europa nur langsam. Im vergangenen Jahr legten die realen Effektivlöhne im EU-Schnitt um 1,5 Prozent zu, im laufenden Jahr dürfte der Zuwachs durchschnittlich lediglich 0,4 Prozent betragen. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Europäische Tarifbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

    Deutschland liegt mit einem Reallohnzuwachs von 1,9 Prozent 2016 und prognostizierten 0,8 Prozent 2017 zwar über dem europäischen Durchschnitt, angesichts des stabilen Aufschwungs sind die inflationsbereinigten Zuwächse aber auch hier sehr moderat.“ ↗boeckler.de

  • Buchtipp: Verteilungskampf

    01.09.2017/EG

    Marcel Fratzscher: Verteilungskampf
    Warum Deutschland immer ungleicher wird

    Sachbuch (Gesellschaft, Politik, Ungleichheit, Wirtschaftswissenschaft)

    »Wohlstand für alle« – das ist seit Ludwig Erhard das Credo der deutschen Politik. Doch Deutschland ist an seinem Ideal gescheitert: In kaum einem Industrieland herrscht eine so hohe Ungleichheit – in Bezug auf Einkommen, Vermögen und Chancen. Die Investitionen sinken, die Abhängigkeit vom Staat nimmt zu, die soziale Teilhabe nimmt ab. Der Verteilungskampf wird härter. Verantwortlich dafür ist primär die hohe Chancenungleichheit, die Menschen davon abhält, ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Fratzscher zeigt, wie die Politik die Chance der Zuwanderungswelle nutzen kann und was sie tun muss, um die Spaltung der Gesellschaft abzuwenden. (mehr …)

  • Arbeitslosigkeit im Schatten der Statistik

    31.08.2017/EG aus Blog O-Ton Arbeitsmarkt, Remagen

    Offizielle Arbeitslose (ALG I) + Bedarfsgemeinschaften (ALG II, bekannt als Hartz IV) + Doppelbezieher (ALG I und II) = 7,05 Millionen Menschen

    „Im Juni (teilweise aktuellste verfügbare Werte durch Wartezeiten in der Statistik) gab es rund 2,47 Millionen Arbeitslose gemäß der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Gleichzeitig lebten aber rund 7,05 Millionen Menschen von Arbeitslosengeld und/oder Hartz-IV-Leistungen. Über 759.000 Menschen bezogen Arbeitslosengeld und rund 6,37 Millionen Menschen lebten in einem Hartz-IV-Haushalt, einer so genannten Bedarfsgemeinschaft, darunter über 2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (Mai 2017). 79.000 (gerundeter Wert aus März, aktuelle Zahlen sind nur mit Wartezeit verfügbar) von ihnen waren Doppelbezieher von Arbeitslosengeld und Hartz-IV-Leistungen.“ o-ton-arbeitsmarkt.de

  • Welche Partei vertritt meine Interessen?

    30.08.2017/EG aus der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Bonn

    Wahl-O-Mat – die Orientierungshilfe zur Bundestagswahl am 24. September 2017 / 38 Aussagen führen zur Partei mit der größten persönlichen Übereinstimmung

    Der Wahl-O-Mat ist ein Frage-und-Antwort-Tool, das zeigt, welche zu einer Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht. 38 Thesen können mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ beantwortet werden – alle zur Wahl zugelassenen Parteien können auf die gleiche Weise antworten. Auf diese Weise können die Nutzer die eigenen Antworten mit denen der Parteien abgeglichen, der Grad der Übereinstimmung mit den ausgewählten Parteien wird errechnet. Zum Wahl-O-Mat ↗bpb.de