Kategorie: Allgemein

  • Schuldenbremse sabotiert Entwicklung

    24.02.2025/EG
    Quelle: Hans Böckler Stifung, Düsseldorf

    Deutschland benötigt eine öffentliche Investitionsoffensive

    „Ein großangelegtes kreditfinanziertes öffentliches Investitionsprogramm wäre auch für die heutige Kindergeneration wirtschaftlich absolut lohnend. Denn das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) würde als Folge in den kommenden 25 Jahren zusammengerechnet um bis zu 4.750 Milliarden Euro höher ausfallen als ohne eine Investitionsoffensive.“
    Den Beitrag lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Tom Krebs, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Mannheim, erarbeitete einen Reformvorschlag für die deutsche Schuldenbremse:
    „Die aktuelle Debatte zur Konjunkturkomponente der Schuldenbremse verdeutlicht, wie stark die Finanzpolitik eines Landes von schwer nachvollziehbaren und ökonomisch nicht immer überzeugenden Berechnungen der Ministerien beeinflusst werden kann, die dann vom Bundestag bzw. dem Haushaltsausschuss mangels ökonomischer Expertise kritiklos übernommen werden (Krebs 2024a, 2024b).“
    Die Studie lesen Sie hier.

    Satiresendung „Die Anstalt“ vom 12.03.2024 zum Thema Schuldenbremse, Tafel-Nummer ab Minute 20, sehen Sie hier.

  • Buchtipp: „Das könnte Schule machen“

    21.02.2025/EG

    Stefan Ruppaner, Anke Willers: Das könnte Schule machen
    Wie ein engagierter Pädagoge unser Bildungssystem revolutioniert

    Sachbuch (Bildung, Politik)

    „Zur Schule gehen ohne Angst und Stress, dafür mit viel Eigenmotivation, Lernerfolg und Freude? In der vielfach ausgezeichneten Alemannenschule in Baden-Württemberg ist das bereits gelebte Realität. Schulleiter Stefan Ruppaner hat im öffentlichen Schulsystem eine neue Schulform etabliert, ohne Frontalunterricht, ohne feste Prüfungstermine, ohne Klassenzimmer. Stattdessen leben Kinder und Lehrkräfte gegenseitige Wertschätzung, Kreativität, Freiheit und moderne Unterrichtsmethoden, losgelöst von unserem gängigen Schulmodell.
    In «Das könnte Schule machen» erzählt der Pädagoge, wie seine Schule der Zukunft Realität geworden ist und welche Veränderungen nötig sind, um sie überall möglich zu machen. Denn: Wir brauchen nicht weniger als eine Revolution, um unseren Kindern das Lernen zu ermöglichen, das sie verdienen!“

    Autoren

    Stefan Ruppaner wurde 2005 Rektor der Alemannenschule Wutöschingen, die zu den innovativsten Schulen weltweit gezählt wird. 2019 und 2021 ist sie Preisträgerschule des Deutschen Schulpreises. Die Abkopplung des Lernens von Zeit und Raum wurde hier weitgehend umgesetzt.

    Anke Willers ist Journalistin und Buchautorin. Jahrelang war sie leitende Redakteurin bei der Zeitschrift ELTERN family und hat dort als Kolumnistin über ihren Familienalltag geschrieben.

    Verlag: Rowohlt
    Erscheinung: Februar 2025

    Bob Blume, Bildungsinfluencer, im Gespräch mit Stefan Ruppaner hören Sie hier.

  • Was leistet Ihre Krankenversicherung?

    19.02.2025/EG
    Quelle: Stiftung Warentest, Berlin

    Stiftung Warentest prüfte 1.245 Tarifkombinationen der PKV: nur 31 % erfüllen die Mindestkriterien.

    „Von 1.245 geprüften Tarif­kombinationen erfüllen nur 384 die Mindest­kriterien der Stiftung Warentest: Sie bieten einen Rundum-Schutz und Versicherte müssen höchs­tens 660 Euro Selbst­beteiligung im Jahr zahlen. Diese 384 Tarife haben wir je nach Leistungsumfang mit den Qualitäts­urteilen Gut und Sehr gut bewertet. Zu den Anbietern zählen …“
    Die Ergebnisse lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Julian Chudoba, Testleiter Stiftung Warentest: „Wer schon heute ungefähr 1.000 Euro als 35-jährige selbstständige Person zahlt, muss damit rechnen, bei Renteneintritt jeden Monat deutlich über 2.000 Euro zu zahlen“. Deswegen bleibe die Stiftung Warentest bei der Einschätzung, „dass die PKV etwas für einen exklusiven kleinen Kreis ist, etwas für Beamte, die durch die Beihilferegelung eine gemütliche Situation haben, für Selbstständige und Angestellte mit einem ausreichenden Finanzpolster im Alter“.
    Den Beitrag lesen Sie hier.

    Bürgerversicherung, die Krankenversicherung für alle
    „Laut Umfragen wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen, dass gesetzliche und private Krankenversicherungen fusionieren. Einige Parteien haben die Forderung in ihren Wahlprogrammen.“
    Den BR-Beitrag hören und lesen Sie hier.

  • Broligarchie oder die Sichtbarkeit politisch einflussreicher Akteure

    18.02.2025/EG
    Quelle: Blätter, Berlin

    Brooke Harringon, Sozialwissenschaftlerin am Dartmouth College in New Hampshire, erforscht die Welt der Superreichen

    „Broligarchen unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt von den amerikanischen Oligarchen der alten Schule: Ihre politische Vision zielt darauf ab, das Nationalstaatensystem weltweit zu untergraben. Musk hat sich unter anderem die Privatisierung und Kolonisierung des Weltraums mit wenig oder gar keiner staatlichen Beteiligung zum Ziel gesetzt. Thiel und Andreessen haben viel in die Schaffung von Alternativen zum Nationalstaat auf der Erde investiert, darunter libertäre Kolonien mit minimaler Besteuerung.“
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  • 1.051 Sitzung des Bundesrates

    15.02.2025/EG
    Quelle: Bundesrat, Berlin

    Ausgewählte Beschlüsse der Länderkammer vom 14. Februar 2025:

    TOP 3: Gesetz zur Anpassung des Mutterschutzgesetzes und weiterer Gesetze – Anspruch auf Mutterschutzfristen nach einer Fehlgeburt (Mutterschutzanpassungsgesetz)

    Der Bundesrat billigte das Gesetz zur Anpassung des Mutterschutzes.
    Nach der Entbindung gilt für Mütter eine achtwöchige Schutzfrist, in der sie nicht arbeiten dürfen. Frauen, die ihr Kind vor der 24. Schwangerschaftswoche durch eine Fehlgeburt verloren haben, stand dieser Mutterschutz nach bisheriger Rechtslage nicht zu. Die Neuregelung sieht bei Fehlgeburten einen Mutterschutz ab der 13. Schwangerschaftswoche vor. Dieser ist hinsichtlich der Dauer der Schutzfrist gestaffelt. Ab der 13. Schwangerschaftswoche beträgt sie bis zu zwei Wochen, ab der 17. bis zu sechs Wochen und ab der 20. bis zu acht Wochen. Das Beschäftigungsverbot gilt jedoch nur, wenn sich die Betroffene nicht ausdrücklich zur Arbeitsleistung bereit erklärt.
    Das Gesetz tritt am 01.06.2025 in Kraft.

    TOP 5: Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Kommune

    Bundesrat billigte die Abschaffung des Budgets für Hausärzte.
    Ein zentrales Ziel des Gesetzes sei es, Patientinnen und Patienten den Zugang zu Hausarztterminen zu erleichtern. Müssen viele chronisch kranke Patientinnen und Patienten derzeit aus abrechnungstechnischen Gründen in jedem Quartal neu einbestellt werden, kann künftig stattdessen eine Versorgungspauschale für bis zu ein Jahr abgerechnet werden. Somit entfallen unnötige Abrechnungstermine. Darüber hinaus sollen Praxen, die einen wesentlichen Beitrag zur hausärztlichen Versorgung leisten, durch eine Vorhaltepauschale besonders honoriert werden.
    Nach Ausfertigung und Verkündung tritt das Gesetz zum überwiegenden Teil am Tag nach der Verkündung in Kraft.

    TOP 63: Gesetz für ein verlässliches Hilfesystem bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt

    Der Bundesrat stimmte dem Gesetz für ein verlässliches Hilfesystem bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt zu.
    Ziel des Gesetzes sei der Aufbau eines verlässlichen Hilfesystems. Der Zugang von Gewaltbetroffenen zu Schutz und Beratung soll durch die Einführung eines Rechtsanspruchs sichergestellt werden. Die Länder werden verpflichtet, hierfür ein ausreichendes Netz von Schutz- und Beratungseinrichtungen vorzuhalten.
    Das Gesetz kann nun ausgefertigt und verkündet werden. Es tritt zu einem großen Teil am Tag nach der Verkündung in Kraft. Der Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung tritt am 1. Januar 2032 in Kraft, um den Ländern die Gelegenheit zu geben, die Voraussetzungen für dessen Erfüllung zu schaffen.

    Die vollständige Tagesordnung lesen Sie hier.