Autor: 8dF1v0

  • Gesetzliche Neuregelungen

    30.07.2024/EG
    Quellen: Bundesregierung, Berlin

    Ausgewählte Neuregelungen zum August 2024:

    Chancengerechtigkeit an Schulen

    Mit dem sogenannten Startchancen-Programm sollen Schulen mit einem hohen Anteil an bildungsbenachteiligten Schülerinnen und Schülern gestärkt werden.
    „Das Startchancen-Programm beinhaltet drei zentrale Programmsäulen:
    40 Prozent der Fördermittel sollen für eine bessere und damit lernförderlichere Infrastruktur und Ausstattung der Schulen eingesetzt werden.
    30 Prozent der Mittel fließen als sogenanntes Chancenbudget in bedarfsgerechte Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung, beispielsweise zusätzliche, gezielte Lernförderung in den Kernfächern Deutsch und Mathematik.
    Weitere 30 Prozent fließen in die Stärkung multiprofessioneller Teams. Damit ist es beispielsweise rechnerisch möglich, allein aus Bundesmitteln jeder Schule in sozial schwieriger Lage eine volle Stelle für schulische Sozialarbeit zuzuweisen.“
    Konkret sollen 60 Prozent aller Mittel den Grundschulen zur Verfügung gestellt werden und 40 Prozent die weiterführenden und beruflichen Schulen.
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    Berufliche Ausbildung

    Wer trotz umfassender Bemühungen keinen betrieblichen Ausbildungsplatz findet, hat ab 1. August 2024 Anspruch auf eine außerbetriebliche Ausbildung. Arbeitsagenturen können – auf Antrag – Fahrt- und Unterkunftskosten für ein- bis sechswöchige Berufsorientierungspraktika übernehmen. Den Mobilitätszuschuss können Auszubildende erhalten, die umziehen mussten, da ihre Ausbildung weitab von zuhause stattfindet.
    Weiterführende Informationen lesen Sie hier.

    Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

    Die Grundbedarfssätze steigen um fünf Prozent, die Freibeträge um insgesamt 5,25 Prozent und die Wohnkostenpauschale für auswärtswohnende Studierende und Schülerinnen und Schüler von 360 auf 380 Euro. Hinzu kommen erhöhte Freibeträge und eine einmalige Studienstarthilfe von 1.000 Euro unter bestimmten Bedingungen. Mit dem Flexibilitätssemester gibt es einmalig die Möglichkeit, für ein Semester über die Förderungshöchstdauer hinaus weiter BAföG zu bekommen – ohne Gründe anzugeben.
    Die vorgesehenen Änderungen des BAföG sollen zum Beginn des Schuljahres 2024/25 beziehungsweise zum Wintersemester 2024/25 in Kraft treten.
    Weiterführende Informationen lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Die Erschöpfung der Frauen“

    26.07.2024/EG

    Franziska Schutzbach: Die Erschöpfung der Frauen
    Wider die weibliche Verfügbarkeit

    Sachbuch (Gesellschaft)

    „Frauen haben heute angeblich so viele Entscheidungsmöglichkeiten wie nie zuvor. Und sind gleichzeitig so erschöpft wie nie zuvor. Denn nach wie vor wird von ihnen verlangt, permanent verfügbar zu sein. Die Geschlechter-Forscherin Franziska Schutzbach schreibt in ihrer feministischen Streitschrift über ein System, das von Frauen alles erwartet und nichts zurückgibt – und darüber, wie Frauen sich dagegen auflehnen und alles verändern: ihr Leben und die Gesellschaft… “

    Autorin

    Franziska Schutzbach, geboren 1978, ist promovierte Geschlechterforscherin und Soziologin, Publizistin, feministische Aktivistin und Mutter von zwei Kindern. Im Jahr 2017 initiierte sie den #SchweizerAufschrei, seither ist sie eine bekannte und gefragte feministische Stimme auch über die Schweiz hinaus.

    Verlag: Droemer
    Erscheinungstag: 01.10.2021

    Zum Thema

    Eine SWR-Reportage von Julia Haungs, Kulturredakteurin, über unbezahlte Sorge- und Versorgungsleistungen hören Sie hier.

  • Videotipp: „Brauchen wir mehr Erziehung?“

    19.07.2024/EG
    Quelle: 3sat, Mainz

    In der Sendung „scobel“ spricht Gastgeber Gert Scobel mit Prof. Dr. phil. Sabine Andresen, Prof. Dr. phil. Uta Hauck-Thum und Prof. Dr. med. Oskar Jenni über die Charakter- bzw. Herzensbildung.

    „Erziehung ist die Grundlage unseres Sozialverhaltens. Und so entscheidet die Qualität der Erziehung über Lebenschancen. Gute Erziehung für alle ist daher die Grundlage für Gerechtigkeit.“

    Die Sendung sehen Sie hier.

  • Buchtipp: „Demokratie oder zivilisatorischer Abgrund“

    19.07.2024/EG

    Rainer Mausfeld: Demokratie oder zivilisatorischer Abgrund

    Sachbuch (Demokratie, Parteien, Politik)

    „Rainer Mausfeld zeigt hier in pointierter Weise und destillierter Form auf, dass der Begriff der Demokratie seiner ursprünglichen Bedeutung beraubt worden ist und heute nur noch als Fassade missbraucht wird. Doch dieses Buch ist keine Anklageschrift, sondern vielmehr ein Appell an uns alle, uns nicht weiter mit dem Status quo gegebener Machtverhältnisse abzufinden, wie bisher zu schweigen und es nachfolgenden Generationen zu überlassen, über die Gründe unseres Nicht-Handelns und über die Gründe unseres Schweigens nachzudenken. “

    Autor

    Rainer Mausfeld forschte und lehrte Allgemeine Psychologie an der Universität Kiel.

    Verlag: Westend
    Erscheinungstag: 04.03.2022

  • Geldvermögen privater Haushalte

    18.07.2024/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland stieg Ende März 2024 auf fast 8 Billionen Euro

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, stieg das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, zum Ende des ersten Quartals 2024 auf 7.946 Milliarden Euro (+ 7,3 % ggü. I/2023).
    Die Daten lesen Sie hier.

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und ähnliche Organisationen).

    Zum Thema

    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2022, mit 12.398 Milliarden Euro (+ 14 % ggü. 2021) angegeben. Quelle: Publikation „Vermögensbilanzen“, Seite 14.

    Die Deutsche Bundesbank veröffentlichte im Monatsbericht Juli 2022 eine verteilungsbasierte Vermögensbilanz der privaten Haushalte in Deutschland. Die Daten zur Vermögensverteilung im Zeitraum 2009 bis 2021 lesen Sie hier, ab Seite 23.

    Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen im Jahr 2023 um nahezu 20 Prozent auf 121,5 Milliarden Euro. Die Daten lesen Sie hier.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.