Autor: 8dF1v0

  • Von wegen Chancengleichheit

    09.03.2018/EG aus dem Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel

    Wirtschaftswissenschaftler untersuchten Übertragung von Ungleichheit über mehrere Generationen: Sozialer Aufstieg ist in Deutschland schwieriger als bislang vermutet

    „In Deutschland hängt der soziale Status einer Person maßgeblich vom sozialen Status der Vorfahren ab. Etwa lassen Bildungsgrad oder Berufsstand der Ur-Großeltern noch auf den ihrer Nachfahren heute in der vierten Generation schließen. Soziale Ungleichheit baut sich also sehr viel langsamer ab als bislang geglaubt. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie unter Beteiligung des IfW.“ ↗ifw-kiel.de

  • Buchtipp: Würde

    09.03.2017/EG

    Gerald Hüther: Würde
    Was uns stark macht – als Einzelne und als Gesellschaft

    Sachbuch (Gesellschaft/Leben)

    Würde ist ein großer Begriff. Gleich in Artikel 1 des Grundgesetzes heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Doch was genau ist Würde? Was bedeutet es, wenn uns unsere Würde genommen wird, weil wir etwa in der digitalen Welt nur noch als Datensatz zählen oder im Netz geschmäht werden? Wenn wir uns selbst würdelos verhalten oder andere entwürdigen? Der Hirnforscher Gerald Hüther zeigt in seinem neuen Buch, dass Würde nicht allein ein ethisch-philosophisch begründetes Menschenrecht ist, sondern ein neurobiologisch fundierter innerer Kompass, der uns in die Lage versetzt, uns in der Vielfalt der äußeren Anforderungen und Zwänge in der hochkomplexen Welt nicht zu verlieren. Umso wichtiger ist es, dass wir lernen, die Wahrnehmung der eigenen Würde zu stärken. Denn: Wer sich seiner Würde bewusst ist, ist nicht verführbar. (mehr …)

  • Syrien: NATO-Partner Türkei verstößt gegen Völkerrecht

    08.03.2018/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

    Wissenschaftliche Dienste (WD) bewerten türkischen Militäreinsatz in Syrien als Verstoß gegen die VN-Charta

    WD zur „Völkerrechtliche Bewertung der „Operation Olivenzweig“ der Türkei gegen die kurdische YPG in Nordsyrien“:

    „Angesichts der bestehenden Zweifel am Vorliegen einer Selbstverteidigungslage nach Art. 51 VN-Charta sowie am verhältnismäßigen Vorgehen der türkischen Streitkräfte in Nordsyrien steht die Berufung der Türkei auf das Selbstverteidigungsrecht auf ausgesprochen ‘tönernen Füßen‘.
    Den NATO-Bündnispartnern würde es nun obliegen, das NATO-Mitglied Türkei z.B. im Rahmen von NATO-Konsultationen nach Art. 4 NATO-Vertrag aufzufordern, triftige Beweise für das Vorliegen einer Selbstverteidigungslage nach Art. 51 VN-Charta beizubringen und von einer Weiterverfolgung der militärstrategischen Ziele in Nordsyrien Abstand zu nehmen. In diesem Zusammenhang könnte die Türkei an ihre Verpflichtung aus Art. 1 NATO-Vertrag erinnert werden, sich in ihren internationalen Beziehungen jeder Gewaltanwendung zu enthalten, die mit den Zielen der Vereinten Nationen nicht vereinbar sind.“ bundestag.de

    Zum Thema

    Rüstungsexporte Deutschlands 2008 bis 2017 bundestag.de.

  • Waffen: Anleger befeuern atomares Wettrüsten

    07.03.2018/EG der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) Deutschland, Berlin

    ICAN-PAX-Studie: Banken finanzieren – mit Hilfe von Anlegern – die Herstellung von Atomwaffen

    „Deutsche Kreditinstitute finanzieren mit Milliardenbeträgen die Herstellung von Atomwaffen und beteiligen sich somit am weltweiten nuklearen Wettrüsten. Das geht aus einer Studie hervor, die am heutigen Mittwoch von der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und der niederländischen Friedensorganisation PAX veröffentlicht wird. Demnach haben zehn deutsche Finanzdienstleister seit Januar 2014 insgesamt rund 10,37 Milliarden US-Dollar (8,41 Milliarden Euro) den Atomwaffen-Produzenten zur Verfügung gestellt. Die Volks- und Raiffeisenbanken verkaufen das tödliche Investment sogar über den Fonds „UniGlobal“ an Privatanleger. Die im Bericht untersuchten Rüstungsunternehmen produzieren Atombomben, Atomsprengköpfe sowie Atomraketen oder sind mit der Wartung dieser Systeme beauftragt.“ ↗icanw.de

    Zum Thema

    Entwicklung der Aktienkurse führender Rüstungshersteller ↗finanzen.net.

  • Arbeitswelt 2017: Jede dritte offene Stelle ein Leiharbeitsplatz

    06.03.2018/EG aus dem Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM), Remagen

    Stellenerhebung 2017: 32 % der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten offenen Stellen waren von Leiharbeitsbranche

    „Im Jahr 2017 waren bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) jeden Monat durchschnittlich knapp 731.000 freie Stellen gemeldet. Etwa 234.000 von ihnen – 32 Prozent – entfielen dabei auf die Arbeitnehmerüberlassung. Damit war fast jeder dritte über die BA zu besetzende Arbeitsplatz ein Leiharbeitsverhältnis.“ o-ton-arbeitsmarkt.de