Schlagwort: Kindertagesstätten

  • Buchtipp: „Die Krippen-Lüge“

    17.10.2025/EG

    Dr. Anke Elisabeth Ballmann, Claudija Stolz: Die Krippen-Lüge
    Unsichere Bindung, fehlende Geborgenheit – so stärken wir trotz Fremdbetreuung das Urvertrauen unserer Kinder

    Sachbuch (Eltern, Gesundheit, Kinder, Kindertagesstätten)

    „Eltern wird oft suggeriert, dass Krippen der beste Start ins Leben sind. Früh in die Krippe und damit früh fördern, früh fit fürs Leben machen – so lautet das Versprechen. Doch was, wenn genau das unseren Kleinsten schadet? Was, wenn frühe Fremdbetreuung nicht nur Chancen bietet, sondern auch unsichtbare, tiefe seelische Wunden hinterlässt?“

    Autorinnen

    Dr. Anke Elisabeth Ballmann ist Autorin, Pädagogin, Psychologin, Traumatherapeutin (NET), und Expertin für gewaltfreie Pädagogik.

    Claudija Stolz ist Autorin, Traumapädagogin, systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin und dreifache Mutter.

    Verlag: Goldegg
    Erscheinung: September 2025

  • Kindertagesstätten haben ein Qualitätsproblem?

    30.09.2025/EG
    Quelle: Bertelsmann Stiftung, Gütersloh

    Studie: Kindertagesstätten fehlen pädagogisch geschulte Fachkräfte

    „Eine hohe Fachkraft-Quote in jedem Kita-Team ist ein zentraler Faktor für eine kindgerechte frühkindliche Bildung. […] Ein Blick in die einzelnen Bundesländer offenbart starke Unterschiede: Eine hohe Fachkraft-Quote von 82,5 Prozent und mehr weisen im Osten zwischen 35 Prozent (Berlin) und 89 Prozent (Thüringen) der Kita-Teams auf. Im Westen hingegen reicht die Spannweite von 3 Prozent in Bayern bis 36 Prozent in Hessen.“

    Die Auswertungen lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) setzt sich seit Jahren für ein bundesweites Kita-Qualitätsgesetz mit einheitlichen Standards ein. Zentral sind für die Gewerkschaft eine bessere Fachkraft-Kind-Relation und die dauerhafte Finanzierung der Qualitätsstandards durch den Bund:
    „Zu den flächendeckend geltenden Mindeststandards muss insbesondere eine verbesserte Fachkraft-Kind-Relation gehören – mit dem Schlüssel 1:2 für unter Einjährige, 1:3 für Ein- bis Dreijährige; 1:8 für Drei- bis Fünfjährige und 1:10 für Kinder ab sechs Jahren.“
    „Die GEW verlangt daher eine dauerhafte Finanzierung der Qualitätsverbesserungen in Form eines Sondervermögens.“

  • Videotipp: Krippen, kleine Kinder, großes Geld

    08.09.2025/EG
    Quelle: ARTE TV, Offenburg

    Reportage über ein profitables Geschäftsfeld: private Krippen

    Die ARTE-Reportage deckt die Mechanismen auf, die aus der Kindertagesbetreuung ein Geschäftsmodell generierten.

    Eddy Gilson, stellvertretender Abteilungsleiter, Amt für Geburten und Kindheit, Brüssel:
    „Wir wollen eine Finanzialisierung des Sektors vermeiden. Auf keinen Fall wollen wir uns in einen Betreuungssystem wiederfinden, dessen Hauptziel darin besteht, Geld zu verdienen. Wir denken das entspricht nicht dem, was der Staat, was Familien und deren Kinder heute brauchen. Wir wollen Schwierigkeiten vermeiden, wie wir sie in Pflegeheimen erlebt haben. Sobald ich eine Dienstleistung in relativ hoher Bezahlung anbiete, aber gleichzeitig versuche, bei den Kosten und der Qualität zu sparen, wird es riskant.“

    Die zweiteilige Reportage sehen Sie hier.