Steuern: Entlastung nur bei den reichsten 30 %

11.04.2017/EG aus dem Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Düsseldorf

IMK: Steuer- und Abgabenreformen seit 1998 haben nur die reichsten 30 Prozent entlastet

„Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen sind durch die Änderungen bei Steuern und Sozialabgaben zwischen 1998 und 2015 zusätzlich belastet worden. Entlastungen gab es in dem Zeitraum nur für die reichsten 30 Prozent. Dabei waren die Mehrbelastungen am unteren Ende besonders hoch …“ ↗boeckler.de

Zum Thema die Bundesregierungen

  • 1998 bis 2005: SPD und Grüne
  • 2005 bis 2009: CDU/CSU und SPD
  • 2009 bis 2013 CDU/CSU und FDP
  • seit 2013: CDU/CSU und SPD

Steuer-CD: Kosten und Nutzen

03.10.2016/EG aus der Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

NRW: Ausgaben rund 18 Millionen Euro – Mehreinnahmen rund 6 Milliarden Euro bundesweit

Die Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen prüft seit dem Jahr 2010, mit Hilfe von beschafften Daten-CD, alle Anhaltspunkte auf Steuerstraftaten mit Bezug zur Schweiz. Seither wurden elf Datenträger für 17,9 Millionen Euro beschafft. In der Folge haben sich rund 120.000 steuerpflichtige Bürger selbst angezeigt.

Bundesweit konnten die Finanzbehörden geschätzte sechs Milliarden Euro Mehreinnahmen einfordern. Demnach spülte jeder investierte Euro 335 Euro in die Kassen der Finanzverwaltungen.

In NRW stieg die Zahl der Selbstanzeigen auf bisher 23.035 (Frühjahr 2010 bis September 2016). Durch die aufgedeckten Steuerhinterziehungen summierten sich die Mehreinnahmen auf rund 2,1 Milliarden Euro.

Privilegierte Gesellschaften

21.08.2016/EG

Ökonom Dr. Nikolaus Kowall mit einem Beitrag zum Mythos „Die oberen Einkommensschichten tragen den Großteil der Steuerlast“

Fakt 3: „Die 230.000 Top-Haushalte mit Einkommen über 200.000 Euro tragen 15 Prozent des Einkommensteueraufkommens, aber nur 5,7 Prozent des gesamten Steueraufkommens.“ steuermythen.de