2014 erzielten 18.999 Steuerpflichtige ein Einkommen von über 1 Mio. Euro

21.06.2018/EG aus dem Statistischen Bundesamt (Destatis), Wiesbaden

Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2014: 8,4 % mehr Einkommensmillionäre als 2013 / Gini-Koeffizient* beträgt bei der festgesetzten Einkommensteuer 0,739

Im Jahr 2014 hatten 18.999 von allen in Deutschland erfassten lohn- und einkommensteuerpflichtigen Einkünfte von mindestens einer Million Euro – das waren knapp 1.600 Steuerpflichtige mehr als 2013.
Die komplette Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2014 lesen Sie hier destatis.de

*Der Gini-Koeffizient nimmt einen Wert von 0 bei einer gleichmäßigen Verteilung und 1 bei maximaler Ungleichverteilung an.

Grundbesitz des Bundes

18.06.2018/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Rund 87.000 Hektar unbebaute Gesamtfläche sind im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) / Im Bestand: 883.933 Quadratmeter in Berlin und 613.284 Quadratmeter in München

„Die BImA verfügt bundesweit über rund 25.700 unbebaute Flurstücke mit einer Gesamtfläche von rund 87.000 ha (ohne Land- und Forstwirtschaftsflächen). Die Flurstücke sind von unterschiedlicher Größe (ab 1 m²) und zudem häufig Bestandteil von größeren Liegenschaften, die ohne diese (z. B. wegen der Erschließung, einzuhaltender Abstandsflächen, vorhandener Außenanlagen bzw. Park- und Stellplätzen) unter Umständen nicht (mehr) nutzbar wären. Sie umfassen dienstlich benötigte wie auch entbehrliche, grundsteuerpflichtige als auch von der Grundsteuer befreite Flurstücke.“ bundestag.de

Forschungsergebnis: Regierung begünstigt die (Einfluss-)Reichen

18.06.2018/EG aus dem Blog von Armin Schäfer, Münster

Studie von Armin Schäfer (Politikwissenschaftler), Lea Elsässer (wissenschaftliche Mitarbeiterin) und Svenja Hense (wissenschaftliche Mitarbeiterin) über die Unterschiede im Einfluss der Bürger auf Volksvertreter

„Ein Reihe von empirischen Studien zeigt, dass die Politik in den Vereinigten Staaten zugunsten der sozial Bessergestellten verzerrt ist, weil politische Entscheidungen den Präferenzen der Reichen entsprechen, wohingegen die der Mittelschicht und der Armen weitgehend ignoriert werden. (…)

Unsere Ergebnisse zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen politischen Entscheidungen einerseits und den Präferenzen der Einkommensreichen andererseits, aber keinen oder sogar einen negativen Zusammenhang mit denen der Armen. Das Muster ungleicher Repräsentation in Deutschland ähnelt dem der USA, obwohl beide Länder sich institutionell stark unterscheiden.“ mpifg.de

Globaler Vermögensstand 2017: 200 Billionen US-Dollar in Privatbesitz

17.06.2018/EG aus dem Beratungsunternehmen THE BOSTON CONSULTING GROUP (BCG), Boston

BCG-Bericht über den Globalen Reichtum: 2017 stieg das weltweite Privatvermögen auf 201,9 Billionen US-Dollar (+ 12 %) / Schweiz bleibt beliebteste Steueroase, besonders für Deutsche, Franzosen und Saudis

121,6 Billionen US-Dollar (60%) des globalen Vermögens auf investierbare Vermögenswerte (hauptsächlich Aktien, Investmentfonds, Bargeld und Einlagen sowie Anleihen) und die restlichen 80,3 Billionen US-Dollar (40%) auf nicht investierbare oder wenig liquide Vermögenswerte wie Lebensversicherungen, Pensionsfonds und Aktien von nicht börsennotierten Unternehmen.

Ausgewählte Daten von in Steueroasen gebuchte Vermögen:

  • Schweiz: 2,3 Billionen US-Dollar, ‘Anleger‘ aus Deutschland, Frankreich und Saudi-Arabien besitzen die größten Vermögen.
  • Luxembourg: 300 Milliarden US-Dollar, ‘Anleger‘ aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien besitzen die größten Vermögen.

Den kompletten Bericht lesen Sie hier bcg.com

Zum Thema

Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreicht Ende 2017 fast 5,9 Billionen Euro (+ 5 % gegenüber 2016) bundesbank.de

Spekulation mit Bauland – 100 Prozent Gewinn innerhalb weniger Jahre: Man kauft Bauland in Berlin, Hamburg oder München, lässt es ein paar Jahre liegen und verkauft es dann weiter. br.de

Es sind mangelhafte Gesetze, die eine ‘legale‘ Steuervermeidung ermöglichen gabriel-zucman.eu.

Verfassung des Freistaates Bayern, Artikel 123:

  • (1) Alle sind im Verhältnis ihres Einkommens und Vermögens und unter Berücksichtigung ihrer Unterhaltspflicht zu den öffentlichen Lasten heranzuziehen.
  • (2) Verbrauchssteuern und Besitzsteuern müssen zueinander in einem angemessenen Verhältnis stehen.
  • (3) 1Die Erbschaftssteuer dient auch dem Zwecke, die Ansammlung von Riesenvermögen in den Händen einzelner zu verhindern. 2Sie ist nach dem Verwandtschaftsverhältnis zu staffeln.

Ungleichheit würgt soziale Mobilität ab

15.06.2018/EG aus der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris

OECD-Studie: Deutschland fällt u. a. durch die relativ hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen sowie den hohen Anteil der Teilzeitbeschäftigten mit befristeten Verträgen oder zu niedrigen Löhnen auf

In Deutschland haben 42 Prozent der Söhne von geringverdienenden Vätern selbst einen niedrigen Verdienst. Lediglich neun Prozent schaffen es in die höchste Verdienstgruppe. Elf Prozent der Kinder mit niedrig gebildeten Eltern erreichen einen tertiären Abschluss. Dagegen erreichen 53 Prozent der Kinder aus Familien mit tertiären Abschluss ebenfalls einen tertiären Abschluss.

Zur Verbesserung der Situation in Deutschland empfiehlt die OECD

  • weitere Investitionen in die ganztägige Kinderbetreuung sowie in die frühkindliche Bildung
  • den Ausbau des Nachmittagsunterrichts an Schulen und die spätere Trennung von Schülern in der mehrgliedrigen Sekundarstufe
  • die Reduzierung der Abgabenquote für Gering- und Mittelverdiener
  • die Erhöhung der Anreize zur Vollbeschäftigung für Zweitverdiener und
  • die Reform der Erbschaftssteuer zur Abmilderung der hohen Vermögenskonzentration.

Den kompletten Bericht lesen Sie hier oecd.org.

Zum Thema

Institut für Weltwirtschaft (IfW): Sozialer Aufstieg ist in Deutschland schwieriger als bislang vermutet

„In Deutschland hängt der soziale Status einer Person maßgeblich vom sozialen Status der Vorfahren ab. Etwa lassen Bildungsgrad oder Berufsstand der Ur-Großeltern noch auf den ihrer Nachfahren heute in der vierten Generation schließen. Soziale Ungleichheit baut sich also sehr viel langsamer ab als bislang geglaubt. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie unter Beteiligung des IfW.“ ifw-kiel.de

Was uns die Ungleichheit wirklich kostet werner-vontobel.ch.