Hörfunk-Tipp: Arme Rentner, reiches Land

21.03.2017/EG aus dem Sender Deutschlandradio, Berlin

Hörfunkbeitrag von Autorin Christine Werner über Rentner in Mini- oder Teilzeitarbeit

„Bis zu eine Million Ruheständler arbeiten in Mini- oder Teilzeitjobs, so die Schätzunge der Bundesagentur für Arbeit. Renate Paulat, 81, ist eine davon. Sie betreut Demenzkranke, die genauso alt sind wie sie. Wir haben sie und andere Menschen besucht, die im Ruhestand jobben.“ deutschlandradiokultur.de

Prioritäten der EU-Staaten

07.03.2017/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ‘Eurostat‘, Luxemburg

2015 stellte die soziale Sicherung den bedeutendsten Aufgabenbereich der Staatsausgaben in allen EU-Mitgliedstaaten dar

Das Verhältnis der Ausgaben des Staates für soziale Sicherung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) variierte in den EU-Mitgliedstaaten von 9,6 Prozent in Irland bis 25,6 Prozent in Finnland. In Deutschland betrug der Anteil 19 Prozent. Dabei waren die Ausgaben für die Alterssicherung mit 2,4 Prozent in Irland bis 15,7 Prozent in Griechenland die dominanten Sektoren der sozialen Sicherung. In Deutschland betrug der Anteil 9,2 Prozent. ec.europa.eu

Rente: Vorbild Österreich?

25.01.2017/EG aus dem rentenpolitischen Blog SENIORENAUFSTAND, Wattenbek

Autor Reiner Heyse mit einem Vergleich der Altersversorgungssysteme in Deutschland und Österreich

„Die Mindestpension beträgt in Österreich seit 2017 für Alleinstehende, die mindestens 30 Jahre Beitrag gezahlt haben 1.000 Euro (Grundsicherung in Deutschland ca. 800 Euro).
Das Österreichische Rentensystem ist ein reines Umlageverfahren. Es wird nichts gespart und damit in unsichere langfristige Kapitalanlagen gesteckt. Es ist damit ungleich sicherer und sorgt für ständige, die Wirtschaft belebende, Nachfrage.“ seniorenaufstand.de

Die Rente als Konzept

26.11.2016/EG

Paritätischer kritisiert Rentenpläne der Großen Koalition als „halbherzig und inkonsequent“ und fordert die Abschaffung der staatlichen Förderung privater Altersvorsorge / Prof. Dr. Stefan Sell: „Herausgekommen ist eine rentenpolitische Maus der Gemeinsamkeiten“

Als „halbherzig und inkonsequent“ bewertet der Paritätische Wohlfahrtsverband die aktuellen Koalitionsbeschlüsse zur Rentenpolitik. Die vereinbarten Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten würden lediglich für Neurentner gelten, kritisiert der Verband, an den ungerechten Abschlägen halte die Regierung weiterhin fest. Auf Maßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut sowie eine Reform der Altersrenten habe die Koalition gleich ganz verzichtet. Insbesondere mit der geplanten Stärkung der privaten Altersvorsorge sei die Große Koalition rentenpolitisch auf einem Irrweg. der-paritaetische.de

Prof. Dr. Stefan Sell: „Man kann es drehen und wenden, wie man will – wir brauchen ein Finanzierungssystem, dass auch aus den Quellen gespeist werden muss, die sich bislang der Finanzierung entziehen oder nur anteilig über einen Bundeszuschuss aus Steuermitteln irgendwie beteiligt werden. Außer, man interessiert sich nicht wirklich für die Rutschbahn nach unten in einen mehr als kargen Lebensabend für viele neben den anderen, denen es auch in Zukunft im Alter sehr gut gehen wird, weil sie über mehrere Einkommens- und Vermögensquellen verfügen.“ aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de

‚Säulen‘ der Rente

02.11.2016/EG aus dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wiesbaden

Jahresgutachten 2016/17 – Kapitel VII/Altersvorsorge: Für vier Mitglieder hat sich das Drei-Säulen-Modell bewährt / Ein weiteres Mitglied ist – auch hier – anderer Meinung

Die Mitglieder des Sachverständigenrates, Prof. Dr. Christoph M. Schmidt (Vorsitzender), Prof. Dr. Lars P. Feld, Prof. Dr. Isabel Schnabel und Prof. Volker Wieland, Ph.D., sehen das Drei-Säulen-Modell zur Alterssicherung als „richtigen und wichtigen Schritt“. Weiterhin gehen die vier Sachverständigen nicht von einem flächendeckenden Anstieg der Altersarmut aus.

Prof. Dr. Peter Bofinger, das amtsälteste Mitglied des Gremiums, kommt zu anderen Ergebnissen: „Generell lässt sich feststellen, dass es mit der breit angelegten Förderung des privaten Sparens durch die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge (bAV) nicht gelungen ist, das Sparen der privaten Haushalte, insbesondere im Bereich der niedrigen Einkommen zu stimulieren. Die Sparquote ist vielmehr vor allem bei niedrigen Einkommen deutlich zurückgegangen.“ Wegen der unzureichenden Sparfähigkeit geht der Ökonom davon aus, „dass das Problem der Altersarmut zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.“ sachverstaendigenrat-wirtschaft.de