9/11: US-Versicherer klagen gegen Saudi-Arabien

28.03.2017/EG aus der NRO ‘Middle East Monitor‘ (MEMO), London

MEMO: Dutzende Versicherer versuchen Saudi-Arabien für die Anschläge vom 11.09.2001 haftbar zu machen

Die Klage über sechs Milliarden US-Dollar wurde vergangenen Donnerstag beim Bezirksgericht Manhatten eingereicht. Die Versicherer, darunter Liberty Mutual, Safeco, Wausau und viele Lloyd-Syndikate, beschuldigen Saudi-Arabien und eine staatlich verbundene Wohltätigkeitsorganisation für die Finanzierung und andere materielle Unterstützung, die Osama bin Laden und Al-Qaida ermöglichten, die Angriffe zu führen. Vertreter Saudi-Arabiens weisen jede Mitverantwortung an sowie weitere Kommentierungen zu den Anschlägen ab. middleeastmonitor.com

Neben den Versicherern klagen auch rund 800 Angehörige von Opfern und etwa 1.500 Überlebende.

Rüstungsexporte an Scharia-Staaten

27.03.2017/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Juli 2015 bis Ende 2016 wurden Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter an Katar, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate im Wert von 2,5 Mrd. Euro erteilt

„Die Bundesregierung verfolgt eine restriktive Rüstungsexportpolitik. (…) Der Beachtung der Menschenrechte wird bei Rüstungsexportentscheidungen ein besonderes Gewicht beigemessen,“ so die Bundesregierung in ihrer Antwort zu den Rüstungsexporten nach Katar, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate (VAE).

Aus der Antwort geht hervor, dass die Bundesregierung Ausfuhrgenehmigungen für den Export von Kriegswaffen im Zeitraum Juli 2015 bis Dezember 2016 nach Katar im Wert von 1,65 Milliarden Euro, nach Saudi-Arabien im Wert von 621 Millionen Euro sowie in die VAE im Wert von 230 Millionen Euro genehmigte. bundestag.de

Ein Blick nach Israel

02.03.2017/EG aus dem Medium ‘JusticeNow!‘, Dresden

Zerstörung palästinensischer Häuser durch israelische Behörden auf Rekordniveau

„In Ost-Jerusalem haben die Behörden 88 Wohnhäuser und 48 andere Gebäude abgerissen. Andernorts im Westjordanland zerstörten die Behörden weitere 274 Wohnhäuser und 372 andere Gebäude. Diese Hauszerstörungen belegen die israelischen Bemühungen, die Anwesenheit von Palästinensern in solchen Gebieten einzuschränken, die Israel annektieren will.“ justicenow.de

Naher Osten: Westliche Denkmuster und Waffen schüren Konflikte

02.02.2017/EG aus dem Medium ‘Qantara.de‘, Berlin

Politikwissenschaftler Shafeeq Ghabra mit einem Beitrag über vorverurteilende Tendenzen in Europa und USA

„Der gewaltsame Dschihadismus ist im Grunde nicht von anderen Phänomenen zu trennen: von der Aufteilung der Welt in Produzenten im Westen und Konsumenten im Orient, von den westlichen Waffenlieferungen an nahöstliche Staaten, von der weitgehend gleichgültigen Reaktion auf Verletzungen der Menschenrechte in diesen Staaten und von den militärischen Interventionen im Irak und anderen Staaten des Nahen Ostens.“ qantara.de

Zum Thema ein Beitrag der NRO Informationsstelle Militarisierung über deutsche Rüstungsexport in Krisengebieteimi-online.de.

‘Sollbruchstellen‘ im Nahen Osten

14.09.2016/EG aus dem islampolitischen Medium ’Qantara.de‘, Bonn

Ökonom Ishac Diwan, PhD, mit einem Beitrag zu den großen Bruchlinien in der arabischen Welt

„Besonders prekär gestaltet sich die aktuelle Situation aufgrund des erneuten Zutagetretens alter, sich hartnäckig haltender Gräben – wie am Unmut der Sunniten in Syrien und dem Irak, jenem der Schiiten in Bahrain, Saudi-Arabien und im Jemen sowie auch dem Groll der Kurden und Palästinenser überall deutlich wird. Diese Probleme brodelten jahrzehntelang unter der Oberfläche autokratischer Repression. Nun wurde die Büchse der Pandora geöffnet …“ qantara.de