Einblicke in ein illegales Waffenschmuggel-Netzwerk

20.07.2017/EG aus dem Medium Voltairenet, Damaskus

Thierry Meyssan, Journalist, über illegale Waffengeschäfte von mindestens 17 Staaten

„Laut einer der PKK nahestehenden Quelle haben im Mai und Juni 2014 die türkischen Geheimdienste Sonderzüge angeheuert, um in Rakka, was damals das islamische Emirat im Irak und Syrien war, und das heute als ISIS bekannt ist, von Saudi Arabien bezahlte ukrainische Waffen und mehr als 1.000 speziell gegen den Wüstensand präparierte Hilux Toyota (Pick-up Doppelkabine) zu liefern. Laut einer belgischen Quelle wäre der Ankauf der Fahrzeuge mit der japanischen Toyota Firma von der saudi-arabischen Firma Abdul Latif Dschameel ausgehandelt worden.
Laut Andrey Fomin von der Oriental Review habe Katar, der nicht nachstehen wollte, bei der ukrainischen staatlichen Gesellschaft UkrOboronProm die neueste Version der Missile Air-Defense Complex „Petschora-2D“ für die Dschihadisten gekauft. Die Lieferung erfolgte durch die zypriotische Firma Blessway Ltd.“ voltairenet.org

Saudi-Arabien ist größter Extremismusinvestor in Großbritannien

06.07.2017/EG aus der Denkfabrik ‘The Henry Jackson Society‘, London

‘Centre for the Response to Radicalisation and Terrorism‘ veröffentlicht Bericht über ausländisch geförderten, islamischen Extremismus in Großbritannien

Die ausländische Finanzierung für den islamistischen Extremismus in Großbritannien stammt vor allem aus Regierungen und Regierungsgebundenen Stiftungen im Golf und dem Iran. Unter ihnen Saudi-Arabien, das seit den 1960er Jahren mindestens 67 Milliarden US-Dollar gesponsert hat, um den radikalen Wahhabi-Islam über die islamischen Gemeinschaften weltweit zu exportieren.

Im Jahr 2016 wurde berichtet, dass Untersuchungen der deutschen Geheimdienste zu der Schlussfolgerung gekommen waren, dass es durch die Finanzierung von Schulen, Moscheen und Salafi-Missionsgruppen eine „langwierige Strategie zur Ausübung des Einflusses“ durch bestimmte Golfstaaten gegeben habe. henryjacksonsociety.org

Iran und Saudi-Arabien oder Sunna und Schia

29.06.2017/EG aus dem Medium Qantara, Berlin

Charlotte Wiedemann, Journalistin, über die Unterschiede zweier Kulturen

„Irans Revolutionsführer Ali Khamenei nannte Saudi-Arabien kürzlich eine „rückwärtsgewandte Stammesgesellschaft“, während in Iran gerade 40 Millionen Menschen zu einer Wahl gegangen seien. Viele Iraner, auch wenn sie dem Regime nicht nahestehen, dürften sich in Khameneis Beurteilung wiederfinden. Wie Donald Trump sie schmäht und die Saudis preist, empfinden sie als große Kränkung.“ qantara.de

Ein Blick nach Afghanistan

15.06.2017/EG aus dem Medium ‘acTViSM‘, München

TRNN-Video: Matthew Hoh, Mitglied der Washingtoner Denkfabrik ‘Center for International Policy‘, über den längsten Krieg in der US-Geschichte

Warum entsenden die USA weitere Truppen nach Afghanistan, obwohl dort bereits 9.000 stationiert sind? Welche Optionen sollten die USA darüber hinaus in Erwägung ziehen? Sind Verhandlungen mit den Taliban eine davon? Wären sie daran überhaupt interessiert? Können weitere militärische Interventionen jemals Frieden und Stabilität bringen? Wieso unterstützten die USA weiterhin Pakistan, obwohl Teile der pakistanischen Regierung die Taliban unterstützen? actvism.org

Naher/Mittlerer Osten: Fortsetzung der Destabilisierungspolitik

10.06.2017/EG aus dem Medium Qantara.de, Berlin

Matthias Sailer, Promotionsstipendiat der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), zur aktuellen Konfliktdebatte um eine rohstoffreiche Region

„Für Saudi-Arabien ist vor allem die Beziehung Qatars zum Iran ein Dorn im Auge. Das Emirat unterhält ein gemeinsames Gasfeld mit dem Iran und ist schon allein deswegen auf pragmatische Beziehungen mit dem Iran angewiesen. In der jüngsten Anti-Qatar-Kampagne beschuldigten saudische Medien denn auch Emir Tamim, sich geheim mit dem iranischen General Qassem Soleimani, dem Kommandeur der iranischen Quds-Brigaden, in Bagdad getroffen zu haben. (…) Einige Analysten spekulieren bereits über mögliche saudische Mobilisierungsversuche von wahhabitischen Minderheiten innerhalb Irans gegen die Führung in Teheran.“ qantara.de

Zum Thema

Ergänzende Informationen über Qatar sehen Sie im Video (12 Minuten) mit dem verstorbenen Jean-Christophe Victor in der ARTE-Sendung ‘Mit offenen Karten‘ vom März 2015youtube.com.

Iran fordert UN auf, die Ursachen der Teheraner Terroranschläge zu betrachten:

Irans Gesandter und ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen Gholam Ali Choshroo rufte in einem Brief den Generalsekretär der Vereinten Nationen an, mehr Aufmerksamkeit auf die jüngsten Terroranschläge in Teheran und die Motive und Verschwörungen hinter diesen Angriffen zu lenken. „In meinem früheren Brief am 4. Mai 2017 hatte ich vor der unverantwortlichen, provokativen und unglücklichen Politik von Saudi-Arabien bei der Förderung und Finanzierung extremistischer Gruppen und ihres kurzsichtigen und selbstsüchtigen Adventurismus (Abenteurtum) in der Region gewarnt, die im klaren Gegensatz mit den Zielen und Grundsätzen der Charta von Vereinten Nationen stehen.“ irna.ir