Hörfunk-Tipp: Wie Europa die Welt eroberte

24.05.2018/EG aus dem Bayerischen Rundfunk (BR), München

BR ‘radioWissen‘ über die Folgen des militärischen Wettbewerbs in Europa

„Der amerikanische Wirtschaftshistoriker Philip T. Hoffmann argumentiert, dass die entscheidende Rolle für den Aufstieg Europas die Kleinstaaterei und die daraus resultierenden unzähligen Kriege waren. Denn der ständige militärische Wettbewerb führte dazu, dass die europäischen Herrscher seit der Frühen Neuzeit immerzu aufrüsteten und ihre Kriegstechnologien – Heer, Flotte, Schießpulver – stetig verbesserten. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert brachte den Europäern dann noch einmal einen massiven Fortschritt in der Entwicklung von bewaffneten Schiffen und Artillerie. Damit gelang es ihnen schließlich, weite Teile der Welt zu kolonialisieren.“ ↗br.de

Ein Blick nach ‘Catalunya‘

02.10.2017/EG aus dem Medium LA VANGUARDIA, Barcelona

Carles Puigdemont, Regierungschef Katalonien: „Wir haben jetzt das Recht, einen unabhängigen Staat zu erhalten.“ / 844 Demonstranten und 33 Polizisten beim Referendum verletzt

Bei dem von der Regierung einberufenen Referendum über die Unabhängigkeit wurden insgesamt 2.262.424 Stimmen gezählt, teilte der Sprecher der katalanischen Exekutive, Jordi Turull, in einer Pressekonferenz heute am frühen Morgen mit. 2.020.144 (89,3 Prozent) sprachen sich für die Unabhängigkeit Kataloniens aus und 176.000 (7,8 Prozent) für die Trennung. 45.585 Stimmen waren leer und 20.129 für ungültig erklärt worden. Zum Zeitpunkt des Ergebnisses fügte der Minister hinzu, dass noch 15.000 Stimmen zu zählen seien. lavanguardia.com

Bezahlter Interessenwechsel

01.02.2017/EG aus der NRO Transparency International, Berlin/Brüssel

EU: 30% der EU-Abgeordneten und mehr als 50% der EU-Kommissare haben die ‘Volksvertretung‘ verlassen und arbeiten für Lobby-Organisationen

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat gestern einen Bericht über den Wechsel von vormals hochrangigen EU-Vertretern in die Privatwirtschaft veröffentlicht. Zuletzt sorgte der Wechsel des ehemaligen EU-Kommissions Präsidenten José Manuel Barroso zu Goldman Sachs für Kritik. Der Bericht untersucht diese „Drehtüreffekte“ bei den EU-Institutionen. Dabei wurden die Karrieren von 485 ehemaligen Mitgliedern des Europäischen Parlaments und 27 Vertreter der Kommission analysiert. Ein Drittel der ehemaligen deutschen Abgeordneten sind zwei Jahre nach ihrem Ausscheiden in Organisationen aktiv, die im EU Lobbyregister geführt werden. Es finden sich unter anderem Tätigkeiten in Brüsseler Lobbyberatungen wie GPlus oder die Leitung des Brüsseler Büros des Autobauers Opel, so Daniel Freund von Transparency International.

Den kompletten Bericht lesen Sie (auf Englisch) hiertransparency.eu.

25 Jahre Europäische Union

19.01.2017/EG aus dem volkswirtschaftlichen Blog Ökonomenstimme, Zürich

Ökonom Peter Bofinger mit einem Beitrag über die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Rahmen des Vertrages von Maastricht

„Deutschland tut sich schwer, ein wohlwollender Hegemon zu sein. Mit dem wachsenden Zulauf für eurokritische Parteien im Ausland kann es durchaus sein, dass der Euro seinen 21. Geburtstag nicht erreichen wird. Deutschland ginge es dann so wie dem Fischer und seiner Frau in Grimms Märchen. Nachdem diese zunächst viel erreicht hatten, jedoch immer mehr wollten, endeten sie dort wo sie begonnen hatten: in einer armseligen Fischerhütte.“ oekonomenstimme.org

Pro- und antirussische EU

28.11.2016/EG aus dem Medium ‘EurActiv.de‘, London/Berlin

Redakteur Georgi Gotev mit einem Beitrag über pro- und antirussische EU-Parlamentarier

Südeuropa lehnte die Entschließung zur ‘Strategischen Kommunikation der EU, um gegen sie gerichteter Propaganda von Dritten entgegenzuwirken‘ deutlich ab. „Zahlreiche EU-Abgeordneten stimmten hier im Einklang mit ihrem nationalpolitischen Kurs – vor allem in Frankreich und Italien. Nur drei von 68 französischen und acht von 69 italienischen Europaabgeordneten vor Ort stimmten für die Entschließung. Die 18 anwesenden griechischen EU-Volksvertreter waren allesamt dagegen und lediglich sechs von 20 portugiesischen Europaabgeordneten unterstützten den Antrag. Großen Widerspruch gab es auch aus …“ euractiv.de