OECD bemängelt hohen Anteil niedriger Einkommen

13.06.2017/EG aus der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris/Berlin

Beschäftigungspolitik 2017 in Deutschland: Mindestlohn hat Rückgang der Arbeitslosigkeit nicht unterbrochen

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bescheinigt der Bundesregierung gute Noten bei den Indikatoren Beschäftigungsstand, Arbeitslosigkeit, Durchschnittseinkommen sowie Arbeitsmarktunsicherheit. Schwächen stellten die OECD-Forscher im hohen Anteil von Arbeitsplätzen mit starkem arbeitsbedingten Stress, in der großen Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern und im hohen Anteil der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter mit niedrigen Einkommen fest.oecd.de

EU: Geringer Lohn für jeden sechsten Arbeitnehmer

08.12.2016/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘,

Eurostat: 2014 waren 17,2 % der Arbeitnehmer in der EU Niedriglohnempfänger / Deutschland unter den Top 6

Der Anteil von Niedriglohnempfängern variierte 2014 weiterhin deutlich zwischen den Mitgliedstaaten. Die höchsten Anteile wurden in Lettland (25,5%), Rumänien (24,4%), Litauen (24,0%) und Polen (23,6%) verzeichnet, gefolgt von Estland (22,8%) und Deutschland (22,5%). ec.europa.eu

Sozialstatus beeinflusst Kommunikation

16.11.2016/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

DIW-Studie: Art der Nutzung von IT und Kommunikationstechniken hängt von Einkommen und Bildung ab

Während vor 15 Jahren Jugendliche aus Haushalten mit geringem Einkommen und geringer Bildung seltener Zugang zu privaten PCs und zum Internet hatten, ist dies heute für nahezu alle 17-Jährigen im Land gewährleistet. „Haushaltseinkommen, Bildungsgrad der Eltern oder Migrationshintergrund machen heutzutage so gut wie keinen Unterschied mehr, wenn es darum geht, wer Zugang zum Internet hat“, so die DIW-Studien-Autorin Sandra Bohmann. „Was sich allerdings entlang bestimmter sozio-demographischer Merkmale unterscheidet, ist die Art und Weise, wie die jungen Menschen die IT- und Kommunikationstechnologien nutzen“, ergänzt Sandra Bohmann. Ein geringes Haushaltseinkommen gehe mit einer stärkeren Nutzung des Internets einher. Jugendliche aus Haushalten mit einem hohen sozialen Status beschäftigen sich dagegen weniger mit IT- und Kommunikationstechnologien und verbringen mehr Zeit mit anderen Beschäftigungen als Gleichaltrige aus Haushalten mit niedrigerem Status. diw.de

Sozialstatus bestimmt Gesundheit

13.11.2016/EG aus dem Medium ’Der Standard‘, Wien

Einkommen und sozialer Status bestimmen zu 40 % den Gesundheitszustand

„In Diskussion über das Gesundheitswesen entsteht oft der Eindruck, dass zuvorderst die medizinische Versorgung Gesundheit „produziert“. Das ist falsch. Den größten Anteil machen Einkommen und Sozialstatus aus.“ derstandard.at

TV-Tipp: Bedingungsloses Grundeinkommen

14.10.2016/EG aus dem Gemeinschaftssender ‘3sat‘, Mainz

Das Wirtschaftsmagazin ’makro‘ widmet sich heute Abend, ab 21 Uhr, dem bedingungslosen Grundeinkommen

Mit dem aktuellen Umbruch in das nächste industrielle Zeitalter der Digitalisierung, Stichwort Industrie 4.0, werden immer mehr Menschen durch Prozessoren und Roboter ersetzt. Doch was ersetzt dann den Arbeitslohn? Für Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens steht fest, dass das bedingungslosen Grundeinkommen die Gesellschaft sozialer, freiheitlicher, wirtschaftlicher, familienfreundlicher, ökologischer, sinnorientierter, angstfreier, krisenfähiger, bewusster, zukunftsfähiger und spannender gestaltet. 3sat.de

Zum Thema

Laut der Studie ‘Independent Work‘, die das McKinsey Global Institute (MGI) am vergangenen Montag in Washington veröffentlicht hat, arbeiten rund 21 Millionen Deutsche (30 Prozent aller über 15 Jahre) in unabhängigen Arbeitsverhältnissen. Das bedeutet, sie sind selbstständig, befristet beschäftigt oder bessern ihre Einkommen neben Schule, Studium, Erstjob oder Rente durch unabhängige Tätigkeiten auf.