CO2: Klimaziele nicht erfüllbar

31.01.2017/EG aus der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development, kurz OECD), Paris/Berlin

OECD: Reduktionsmaßnahmen von Kohlenstoffdioxid (CO2) im Transportsektor können Klimaziele nicht erfüllen

„Aktuelle und absehbare Maßnahmen zur Minderung von CO2-Emissionen im Transportsektor werden nicht ausreichen, um die Klimaziele der internationalen Gemeinschaft zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des der OECD angegliederten Internationalen Transportforums (ITF), die heute in Paris veröffentlicht wurde. Die wachsende Mobilität führt dazu, dass selbst unter optimistischen Annahmen die CO2-Emissionen im Transportsektor im Jahr 2050 mit 7,5 Gigatonnen nicht unter das Niveau von 2015 sinken werden. Wahrscheinlicher ist eine Verdoppelung des Verkehrsaufkommens und ein Anstieg der Emissionen um 60 Prozent bis 2015. Vor allem wachsender Handel innerhalb Asiens, in Regionen, die kaum mit Schienen und Wasserwegen erschlossen sind sowie wachsender Verkehr in den Städten, werden zum Wachstum verkehrsbedingter CO2-Emissionen beitragen.“ itf-oecd.org

Subventionierte Schädigung der Umwelt

07.01.2017/EG aus dem Umweltbundesamt (UBA), Dessau

UBA: Abbau umweltschädlicher Subventionen stockt weiter – 57 Milliarden Euro Kosten für Bürgerinnen und Bürger

„Wir leisten uns beim Subventionsabbau seit Jahren riesige blinde Flecken. Es ist paradox: Deutschland verpflichtet sich auf internationaler Ebene zu mehr Klimaschutz. Gleichzeitig honorieren wir im eigenen Land klimaschädliches Verhalten mit Steuergeldern. Es ist daher konsequent, dass die Bundesregierung den Abbau klimaschädlicher Subventionen im Klimaschutzplan 2050 endlich auf die Agenda gesetzt hat. Jetzt müssen den Worten aber auch Taten folgen“, so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. umweltbundesamt.de

Verbrauchsangaben der Autohersteller

21.12.2016/EG aus dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), Berlin

T&E-Analyse* misst hohe Verbrauchsabweichungen bei verschiedenen Automodellen / VCD spricht von Betrug durch Automobilhersteller

Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim VCD: „Die scheinbaren Verbrauchsminderungen der vergangenen Jahre sind in der Realität nichts als heiße Luft. Bei allen großen Herstellern findet die CO2-Reduktion nur auf dem Papier statt. Besonders alarmierend sind die Diskrepanzen von mehr als 50 Prozent. Diese lassen sich nicht mehr allein durch ein Ausnutzen von Testtoleranzen und Schlupflöchern erklären. Der Verdacht liegt nahe, dass hier mit unerlaubten Mitteln beim Labortest gearbeitet wird. Betrogen werden dadurch nicht nur die Autofahrer, die mehr für Sprit ausgeben müssen, sondern auch der Staat, dem erhebliche Einnahmen aus der CO2-basierten Kfz-Steuer entgehen. Ganz zu schweigen vom Schaden an der Umwelt.“ vcd.org

*Transport and Environment (T&E) ist die Dachorganisation von 50 europäischen Nichtregierungsorganisationen (NRO) aus dem Tätigkeitsfeld ‘nachhaltige Verkehrspolitik ‘

‘homo automobilis‘ vs. Umweltschutz

14.12.2016/EG aus dem Statistischen Bundesamt ’Destatis‘, Wiesbaden

Zeitraum 2008 bis 2015: PKW-Bestand + 8,7 % / Fahrleistungen + 7,9 % / Kraftstoffverbrauch + 3,6 % / Motorleistung + 9,6 % / CO2-Emmission + 4,6 %

„Die durchschnittliche Motorleistung von neuzugelassenen PKW ist von 2008 bis 2015 deutlich angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatten die Neuzulassungen des Jahres 2015 eine Motorleistung von durchschnittlich 105,7 Kilowatt (kW). 2008 hatte sie noch bei 96,4 kW gelegen. Dies führte im Jahr 2015 im Vergleich zu 2008 zu einem rechnerischen Mehrverbrauch von 3,7 Milliarden Litern Kraftstoff und zu 9,3 Millionen Tonnen zusätzlichen Kohlendioxid-Emissionen.“ destatis.de

Zum Thema eine Meldung über ein Messergebnis des Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission am aktuellen Audi A3derstandard.at.

Das große Treibhaus

25.10.2016/EG aus der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Genf

WMO: Weltweit durchschnittliche CO2-Werte erreichte 2015 rund 400 Teile pro Million / Historisch hohe Treibhausgaswerte markieren den Beginn einer neuen Ära der Klimawirklichkeit

Die Kohlendioxid-Werte (CO2) hatten zuvor für bestimmte Monate des Jahres und an bestimmten Orten die 400-ppm-Barriere erreicht, aber nie zuvor auf globaler Basis für das gesamte Jahr. Wie die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) weiter mitteilt, gab es zwischen den Jahren 1990 und 2015 aufgrund der langlebigen Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan und Lachgas (N2O) aus industriellen, landwirtschaftlichen und häuslichen Tätigkeiten einen 37-prozentigen Anstieg der Strahlungstendenzen – der wärmenden Wirkung auf unser Klima. bublic.wmo.int