Griechenland – die unendliche Krise?

25.02.2017/EG

Staatsverschuldung lag im Jahr 2007 bei 103 % des BIP, 2016 bei etwa 185 %!

„Die öffentliche Verschuldung Griechenlands belief sich Ende 2016 auf die schwindelerregende Höhe von 326,3 Mrd. Euro bzw. ungefähr 185% des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) und verzeichnete damit im Verhältnis zu Ende 2015 einen Anstieg um ungefähr 5 Mrd. Euro. Die Ausweitung beruht auf dem Zufluss zusätzlicher Gelder aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (EMS), der inzwischen auch den Hauptgläubiger des Landes darstellt, da es dem Mechanismus 227,7 Mrd. Euro schuldet.“ griechenland-blog.gr

Banken erst beraten und danach gerettet?

24.02.2017/EG aus der Denkfabrik Transnational Institute (TNI), Amsterdam

TNI: Wirtschaftsprüfungsgesellschaften profitierten von Rettungspaketen in der EU

Die marktführenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Deloitte, Ernst & Young, KPMG und PricewaterhouseCoopers haben zusammen mit einer kleinen Gruppe von Finanzberatungsunternehmen (wie beispielsweise BlackRock, Lazard, Merrill Lynch, Rothschild) die Gestaltung und Umsetzung von Rettungsprogrammen in den EU-Staaten entwickelt, so eine Untersuchung der Denkfabrik Transnationale Institut (TNI). Eine Hunderte von Millionen teure Dienstleistung. tni.org

27.02.2017: Einen ergänzenden Beitrag von Griechenland-Blog lesen Sie hiergriechenland-blog.gr.

Cum-Cum: BMF plant ‘Straffreiheit‘ für Banken

07.01.2017/EG aus dem Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Steuerhinterziehung in Höhe von rund einer Milliarde Euro / NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans wertete die BMF-Papiere als „Freibrief für in dubiose Steuererstattungen verstrickte Banken“

Auf Initiative von NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans forderte das Gremium das Bundesfinanzministerium (BMF) zu einer Klarstellung auf, wie künftig mit Geldinstituten umgegangen werden soll, die sich an solchen Deals beteiligt haben. „Damit steigt nun die Chance, Milliarden schwere Steuertricks von Wertpapier-Besitzern doch noch als das zu ahnden, was sie sind: massivste Steuerumgehung zu Lasten der Allgemeinheit“, sagt Walter-Borjans. Weiterlesen

‘Sozialhilfe‘ für Banken

23.12.2016/EG aus der NRO ’attac‘ Deutschland, Frankfurt am Main

Rettung der Banca Monte dei Paschi di Siena: Und wieder werden Renditen privatisiert und Schulden sozialisiert – Fortsetzung folgt

„Auf politischer Ebene mussten in den letzten Monaten die italienischen ‘Kleinsparer‘ als Rechtfertigung für eine angeblich notwendige öffentliche Rettung der Bank herhalten. Doch aktuelle Daten der EZB – heute veröffentlicht durch die italienische Zentralbank – belegen, dass man aufgrund der Vermögensverhältnisse der Besitzer von Bankanleihen keinesfalls von ‘Kleinanlegern‘ sprechen kann. So besitzen nur 5,4 Prozent aller italienischen Haushalte Bankanleihen. Diese verfügen zudem ein Medianvermögen von über 500.000 Euro und gehören bei den Einkommen zu den Top 12 Prozent.“ attac.de

Zur Bankenkrise in Italien ein Kommentar von Claudia Aebersold Szalay in der Neuen Züricher Zeitungnzz.ch.

Das am 27.02.1472 in der damaligen Republik Siena gegründete Bankhaus Banca Monte dei Paschi di Siena ist nach eigenen Angaben die älteste Bank der Welt. Der Geschäftszweck war die Gewährung von Darlehen an arme und bedürftige Personen zum minimalen Zinssatz.

Antitrust: Geldbußen gegen Banken

07.12.2016/EG aus der Europäischen Kommission, Brüssel

Kommission verhängt Geldbußen gegen Crédit Agricole, HSBC und JPMorgan Chase in Höhe von 485 Mio. EUR für Euro-Zinsderivatekartell / Banken sprachen sich ab

Die Europäische Kommission hat gegen Crédit Agricole, HSBC und JPMorgan Chase Geldbußen in Höhe von insgesamt 485 Mio. EUR wegen Teilnahme an einem Euro-Zinsderivatekartell verhängt. Die Banken sprachen sich bei der Preisfestlegung von Euro-Zinsderivate-Bestandteilen ab und tauschten sensible Informationen aus. Damit verstießen sie gegen das EU-Kartellrecht. Weiterlesen