Autokonzerne fahren Investitionen in Fabriken zurück

29.03.2017/EG aus der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY), Stuttgart

EY: Investitionen in neue Fabriken brechen ein

„Nach dem Vorjahresrekord traten die Autobauer im Jahr 2016 somit massiv auf die Bremse – vor allem in Westeuropa und China, wo das Investitionsvolumen um 87 bzw. um 79 Prozent sank. Weniger betroffen waren die USA, wo ein Rückgang um 53 Prozent verzeichnet wurde.

Bei den neu angestoßenen Projekten in den USA und Deutschland handelt es sich dabei ganz überwiegend um Modernisierungsmaßnahmen zur Erhöhung der Effizienz der zum Teil jahrzehntealten Produktionsanlagen. In Deutschland sind echte Neuinvestitionen – wie etwa die von Porsche angekündigte Milliarden-Investition für Entwicklung und Bau des Elektro-Sportwagens Mission E – die Ausnahme.“ ey.com

Technologiekonzerne übernehmen Automobiltechnologie

24.03.2017/EG aus dem Beratungsunternehmen OLIVER WYMAN, München

Untersuchung von 85.000 Patenten weltweit belegt Forschungsdynamik in der Mobilität durch Technologiekonzerne

„Eine Analyse der Patentanmeldungen von je sechs Autoherstellern und Technologiekonzernen der Managementberatung Oliver Wyman zeigt: Die Technologiekonzerne haben seit 2012 die Zahl ihrer Mobilitätspatente um durchschnittlich 70 Prozent pro Jahr gesteigert – während bei den OEMs ein Rückgang um sieben Prozent zu Buche schlägt. Gerade bei Software und Diensten sind Internet- und Digitalunternehmen dabei, den klassischen Autobauern (OEMs) davonzufahren.“ oliverwyman.de

Autoindustrie pflegt alternative Daten

21.03.2017/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Bundesregierung plant ab 01.09.2018 eine Annäherung der Abgasmessverfahren an reale Bedingungen

Der ‘Entwurf eines Sechsten Gesetzes zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes‘ war gestern das Thema der Expertenanhörung im Finanzausschuss. Erwartungsgemäß stellten sich Vertreter der Automobilindustrie gegen die Einführung, da mit einer Erhöhung der gemessenen Emissionen sowie der KFZ-Steuer zu rechnen sei. Dagegen argumentierten Vertreter der Nichtregierungsorganisationen, dass sich die Bundesregierung mit dem Gesetzentwurf einen Schritt den realen Gesundheits-, Klima- und Umweltbelastungen annähere. bundestag.de

KPMG erwartet Einbruch in der Autoindustrie

08.03.2017/EG aus der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, Berlin

KPMG: Von aktuell 13,1 Mio. in Westeuropa produzierte Autos werden es 2030 nur noch 5,4 Mio. Autos pro Jahr sein /60 % Einbruch in den kommenden 13 Jahren

Auszüge aus der KPMG-Studie ‘Global Automotive Executive 2017‘, zu der knapp 1.000 Top-Entscheider befragt wurden.:

  • Von heute 13,1 Millionen in Westeuropa produzierten Fahrzeugen werden es 2030 nur noch 5,4 Millionen pro Jahr sein. Auswirkungen auf die Beschäftigungslage inklusive.
  • Knapp 60 Prozent glauben nicht an ein Fortbestehen der Europäischen Union bis nach 2025.
  • 85 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie im digitalen Ökosystem mehr Geld verdienen werden als mit dem Auto an sich.
  • Knapp die Hälfte der Befragten ist davon überzeugt, dass Diesel als Technologie nicht mehr tragfähig sein wird.

Mehr dazu lesen Sie hierkpmg.de.

Autokonzerne machen inkorrekte Angaben

06.02.2017/EG aus dem Informationsprojekt GET REAL (Deutsche Umwelthilfe und Transport & Environment), Radolfzell

GET REAL: Spritverbrauch und CO2-Emmissionen von PKW sind nur auf dem Papier deutlich gesunken / Betrug an Verbraucher, Umwelt, Wirtschaft und Fiskus

„Die Automobilhersteller gestalten die für die Typzulassung vorgeschriebenen Abgastests so, dass im Labor ein niedriger Spritverbrauch und entsprechend geringe CO2-Emissionen gemessen werden. Dadurch, dass keine amtlichen Nachkontrollen der Typzulassung stattfinden, konnte die Automobilindustrie in den letzten Jahren ungehindert ihre Manipulationen der Spritverbrauchswerte ausweiten.“ get-real.org