Stromversorgung 2015: 6,3 Mio. Sperrandrohungen

22.03.2017/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

331.727 Haushalte wurden 2015 von der Stromversorgung gesperrt

Im Jahr 2015 wurden 331.727 Stromsperren (- 5,8 Prozent gegenüber 2014) sowie 43.626 Gassperren (- 6,6 Prozent) verhängt. Eine Sperrandrohung erging in 6.282.975 Fällen (- 0,8 Prozent) an Strombeziehern und in 1.284.670 Fällen (- 0,3 Prozent) an Gasbeziehern. Die durchschnittliche Forderungshöhe bei Androhung lag bei 119 Euro (Strom) beziehungsweise 123 Euro (Gas). bundestag.de

Der Bericht über die Armut in Deutschland

02.03.2017/EG aus dem Wohlfahrtsverband DER PARITÄTISCHE, Berlin

Armutsquote bei Rentnern stieg zwischen 2005 und 2015 von 10,7 auf 15,9 Prozent (+ 49 %)

„Bei allen bekannten Risikogruppen habe die Armut im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugenommen: Bei Erwerbslosen auf 59 Prozent, bei Alleinerziehenden auf 44 Prozent, bei kinderreichen Familien auf 25 Prozent, bei Menschen mit niedrigem Qualifikationsniveau auf 32 Prozent und bei Ausländern auf 34 Prozent. Alarmierend sei im Zehn-Jahres-Vergleich insbesondere die Armutsentwicklung bei Rentnerinnen und Rentnern. Ihre Armutsquote stieg zwischen 2005 und 2015 von 10,7 auf 15,9 Prozent und damit um 49 Prozent, …“ der-paritaetische.de

03.03.2017: Zum Thema ein Beitrag von Prof. Marcel Fratzscher, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)diw.de.

Armutsrisiko steigt

25.01.2017/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

DIW: Untere Einkommensgruppen haben heute weniger als vor 25 Jahren / 12,7 Millionen Menschen in Deutschland sind von Armut bedroht

Niedriglohnsektor und atypische Beschäftigungsverhältnisse haben über die vergangenen 20 Jahre an Bedeutung gewonnen. „Eine Erwerbstätigkeit schützt zwar nach wie vor am effektivsten gegen Einkommensarmut, allerdings sind auch immer mehr erwerbstätige Personen armutsgefährdet“, so DIW-Forscher Dr. Markus M. Grabka. diw.de

Regierung zensiert soziale Verwerfungen

15.12.2016/EG

Autoren im Armuts- und Reichtumsbericht: „Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass das Einkommen politische Meinungen beeinflusst.“* / Regierung befeuert Frust bei einem unberechenbaren Teil der Wähler

„Demokratie ist ein Verfahren, umstrittene Fragen auf eine Weise zu entscheiden, die auch den Unterlegenen als legitim erscheint. Niemand kann dabei erwarten, dass die eigene Meinung stets umgesetzt wird. Wenn allerdings die Politik systematisch den politischen Präferenzen bestimmter sozialer Gruppen folgt, wohingegen die anderer missachtet werden, wird der Grundsatz politischer Gleichheit beschädigt.“ armuts-und-reichtumsbericht.de

Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Sell: „Aber die zunehmende Ungleichheit lässt sich vielleicht aus Berichten verbannen, wenn sie aber Realität ist, dann bricht sie an anderer Stelle durch und manifestiert sich in einem breiten Spektrum bis hin zur Protestwahl, wenn die Betroffenen merken, dass die Stimmabgabe für eine bestimmte Partei sehr wohl eine große Unruhe und Unsicherheit entfalten kann, egal, was die Partei denjenigen aus den Kelleretagen unserer Gesellschaft wirklich zu bieten hat.“ aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de

Zum Thema ein aktueller Bericht der NRO LobbyControl: „In der aktuell vorliegenden Version wurde nun der Teil, der die Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit und politischen Entscheidungen darstellt, weitgehend gelöscht.“ lobbycontrol.de.

Bundesministerin Andrea Nahles, Bundesministerium für Arbeits- und Soziales: „Transparenz war mir bei der Erarbeitung des Armuts- und Reichtumsberichtes ein besonderes Anliegen.“ armuts-und-reichtumsbericht.de

*Seite 43, ’Diskussion der Ergebnisse‘ (Autoren: Lea Elsässer, Svenja Hense und Prof. Dr. Armin Schäfer/Universität Osnabrück)

Nachtrag:

Zensierte Passagen lesen Sie hierder-paritaetische.de.

EU: Geringer Lohn für jeden sechsten Arbeitnehmer

08.12.2016/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘,

Eurostat: 2014 waren 17,2 % der Arbeitnehmer in der EU Niedriglohnempfänger / Deutschland unter den Top 6

Der Anteil von Niedriglohnempfängern variierte 2014 weiterhin deutlich zwischen den Mitgliedstaaten. Die höchsten Anteile wurden in Lettland (25,5%), Rumänien (24,4%), Litauen (24,0%) und Polen (23,6%) verzeichnet, gefolgt von Estland (22,8%) und Deutschland (22,5%). ec.europa.eu