Autokonzerne fahren Investitionen in Fabriken zurück

29.03.2017/EG aus der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY), Stuttgart

EY: Investitionen in neue Fabriken brechen ein

„Nach dem Vorjahresrekord traten die Autobauer im Jahr 2016 somit massiv auf die Bremse – vor allem in Westeuropa und China, wo das Investitionsvolumen um 87 bzw. um 79 Prozent sank. Weniger betroffen waren die USA, wo ein Rückgang um 53 Prozent verzeichnet wurde.

Bei den neu angestoßenen Projekten in den USA und Deutschland handelt es sich dabei ganz überwiegend um Modernisierungsmaßnahmen zur Erhöhung der Effizienz der zum Teil jahrzehntealten Produktionsanlagen. In Deutschland sind echte Neuinvestitionen – wie etwa die von Porsche angekündigte Milliarden-Investition für Entwicklung und Bau des Elektro-Sportwagens Mission E – die Ausnahme.“ ey.com

Gewerkschaften in der Fahrspur

22.03.2017/EG aus dem volkswirtschaftlichen Blog MAKROSKOP, Wiesbaden

Gewerkschafter Hardy Koch zur Verbetrieblichung gewerkschaftlicher Denkweisen und Handlungsmuster in der IG Metall

„Dass in der Erklärung der Auto-Betriebsräte das Freihandelsabkommen CETA gelobt wird, erklärt uns jetzt auch nachträglich und anschaulich, warum der DGB in dieser ‘handelspolitischen‘ Frage schneller umgefallen ist, als man ihn hätte stoßen können. Genau dieser DGB, der dem ‘sozialdemokratischen‘ Partner auf einem Sonderparteitag die nächste Hintertür zu unfairen Handelspraktiken geöffnet hat.“ makroskop.eu

Wen vertreten Gewerkschaften?

09.03.2017/EG aus dem Ökonomieblog MAKROSKOP, Wiesbaden

Ökonom Heiner Flassbeck mit einem Beitrag zur Lohnpolitik deutscher Gewerkschaften

„Die deutschen Gewerkschaften sind offensichtlich fest entschlossen, genau das Falsche zu tun, nämlich deutsches Lohndumping zu leugnen, um von ihren eigenen Fehlern aus der Agenda-Zeit abzulenken und um die deutsche Exportposition zu verteidigen. (…)
Wer seinen Kollegen die deutsche Wahrheit des Lohndumpings vorenthält, um es einmal milde zu sagen, zeigt damit nämlich, dass er die ganz kurzsichtigen Interessen der Unternehmen vertritt. Gewerkschaftler als Unternehmensvertreter aber sind ein Widerspruch in sich und werden scheitern, weil die Arbeiter über kurz oder lang und zu Recht fragen werden, wofür sie ihre Beiträge bezahlen.“ makroskop.eu

Zum Thema

Tarifforderungen und -abschlüsse der Tarifrunde 2016 (Bilanz gewerkschaftlicher Interessenvertretung siehe Seite 4 und 5)boeckler.de.

Grad der Tarifbindung im Zeitraum 1998 bis 2015boeckler.de.

Frauentag: Männer bevorzugt

08.03.2017/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘, Luxemburg

EU: Eine von drei Führungskräften ist eine Frau / Schlusslicht Deutschland / Gehalt und Verantwortung weiter abhängig vom Geschlecht

Nach einer Mitteilung des statistischen Amtes der Europäischen Union profitierten auch im Jahr 2014 deutlich mehr Männer als Frauen bei der Verteilung von Führungspositionen und Verdienst. Demnach blieben 65 Prozent der Führungspositionen in der Hand von Männern. Der Frauenanteil in Führungspositionen wies in Deutschland lediglich 22 Prozent auf und war damit, zusammen mit Italien und Zypern, der niedrigste Wert in Europa. Zum Vergleich: In Lettland waren 53 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt. europa.eu

Zum Thema

Schließung der Lohnlücke, zwischen Frauen und Männern in westlichen Industriestaaten, wird nach einer Umfrage des Beratungsunternehmens Accenture bis zum Jahr 2080 erwartetaccenture.com.

Lohn nach Tarif

01.03.2017/EG aus dem Statistischen Bundesamt (Destatis), Wiesbaden

Tarifverdienste wurden 2016 um durchschnittlich 1,9 % ohne Sonderzahlungen bzw. um 2,0 % mit Sonderzahlungen gegenüber 2015 angehoben

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren die Tarifverdienste – gemessen am Index der tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen – im Jahr 2016 durchschnittlich 2,0 Prozent höher als im Vorjahr. Das ist der geringste Anstieg seit 2011 (+ 1,7 Prozent). destatis.de

Zum Thema

Inflationsrate: Die Jahresteuerungsrate gibt das Statistische Bundesamt für das Jahr 2016 mit 0,5 Prozent an. destatis.de

Tarifbindung: Unser Beitrag vom 21.02.2017 ‚Deutschlands prekäre Arbeitswelt‘