Medien: Die ‘vierte Gewalt‘ oder das ‘vierte Rad‘?

05.02.2019/EG

Michael Meyen, Kommunikationswissenschaftler an der LMU München, über eine um Aufmerksamkeit konkurrierende Branche

„Allein das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung beschäftigt mehr als 400 Menschen, die Apparate der Ministerien und so weiter noch gar nicht mitgezählt (Meyen 2018: 122). Diese Menschen machen nichts anderes, als die Welt darüber zu informieren, was die Kanzlerin und ihre Minister so tun. Nachrichten produzieren, Dossiers, zitierfähige Sätze. Sich in jeder Hinsicht darum kümmern, dass Politik und Politiker gut dastehen. Dafür auch in den Redaktionen anrufen, mit dem winken, was die Macht im Guten und im Schlechten zu bieten hat.“ medienblog.hypotheses.org

Zum Thema ‚vierte Gewalt‘

Bundeszentrale für politische Bildung: „In Demokratien erfüllen Medien grundlegende Funktionen: Sie sollen das Volk informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungsbildung beitragen und damit Partizipation ermöglichen.“ bpb.de

Klassische (Drei-)Teilung der staatlichen Gewalt:

    • Gesetzgebende Gewalt (Legislative = Bundestag/Bundesrat)
    • Ausführende Gewalt (Exekutive = Regierung/Verwaltung/Polizei/Militär)
  • Richterliche Gewalt (Judikative = Gerichte) gegeben