Medien im Kampf um Werbeetats

31.03.2018/EG aus dem Medium OXI, Berlin

Tom Strohschneider, OXI-Redakteur, über Facebook, die alten Medien und die ökonomischen Konkurrenzverhältnisse

„Ein interessanter Aspekt in der Debatte über Facebook ist, worüber nicht so viel gesprochen wird: über die ökonomischen Konkurrenzverhältnisse zwischen denen, die nun mit Aufmachern und Titelgeschichten den datenverarbeitenden Konzern kritisieren, und Facebook selbst.“ oxiblog.de

Buchtipp: Amerika auf der Couch

30.03.2017/EG

Allen Frances: Amerika auf der Couch
Ein Psychiater analysiert das Trump-Zeitalter

Sachbuch (Gesellschaft, Politik, Psychologie, USA)

Allen Frances warnt davor, die Wahl Trumps als Ausnahmefall oder Ausrutscher zu betrachten und nicht als Spiegelbild unserer Demokratie. Denn wir müssen uns mit der Frage beschäftigen, was seine Wahl über den Zustand der USA aussagt. In der Psychiatrie wird eine Wahnidee oder ein Irrglaube als eine tief sitzende, abwegige Überzeugung definiert. Und an genau solchen wahnhaften Überzeugungen hält die amerikanische Gesellschaft fest – aber auch viele andere westliche Gesellschaften. Lieber begegnen wir der bedrohlichen Realität mit Verleugnung, Wunschdenken und abwegigen Verhaltensweisen. Doch die Einsicht, dass wir uns selbst ein tiefes Loch graben, ist der erste und unerlässliche Schritt, um aus ihm herauszuklettern.

Der Job eines Psychiaters ist es, Patienten zu helfen, aus ihren Fehlern zu lernen, das Irrationale ihres Denkens freizulegen und den Teufelskreis selbstzerstörerischen Verhaltens zu beenden. Diesen Heilungsprozess braucht nicht nur der Einzelne, sondern die gesamte westliche Welt. Denn wir müssen uns dem Wahnsinn in unserer Gesellschaft stellen – bevor es zu spät ist. Weiterlesen

Sozialhilfe für rund 8 Mio. Menschen

28.03.2018/EG aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen, Duisburg

Abhängigkeit der deutschen Bevölkerung sinkt seit 2007 – gegenläufiger Trend bei der ausländischen Bevölkerung

„Im Jahr 2016 mussten rund 7,9 Mio. Personen, das sind 9,5 % der Gesamtbevölkerung in Deutschland, Geldleistungen der Grundsicherung/Mindestsicherung in Anspruch nehmen: Bei etwa jedem 10. Einwohner lag demnach das Einkommen – dazu zählen das Erwerbseinkommen und/oder Sozialeinkommen sowie private Unterhaltsleistungen – noch unterhalb des sozialkulturellen Existenzminimums und wurde aufgestockt.“ sozialpolitik-aktuell.de

*Sozialleistung für Menschen, die ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bestreiten können.

Sozialbeiträge: Aufkommen aktuell bei 531 Mrd. Euro

28.03.2018/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

15,6 % des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland sind Sozialbeiträge

„Sozialbeiträge sind in Deutschland ein eigenes Abgabensystem neben dem Steuersystem, das weite Bereiche der sozialen Sicherung finanziert. Die Sozialversicherung besteht derzeit aus Beiträgen zur

  • gesetzlichen Krankenversicherung
  • gesetzlichen Unfallversicherung
  • gesetzlichen Rentenversicherung
  • Pflegeversicherung und
  • Arbeitslosenversicherung.

Sie erzielen derzeit ein Aufkommen von etwa 531 Milliarden Euro im Jahr, das entspricht 15,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der volle Beitragssatz liegt 2018 bei fast 40 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte hiervon wird bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vom Bruttolohn abgezogen. Ferner sind einzelne Berufsgruppen der Selbstständigen mit ihren Gewinnen sozialbeitragspflichtig. Rentnerinnen und Rentner zahlen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die Renten, soweit sie nicht privat versichert sind. Nicht beitragspflichtig sind Vermögenseinkommen oder sonstige Sozialtransfers.“ diw.de

Zum Thema

Beitragsentwicklung 1970 bis 2018 sozialpolitik-aktuell.de

Video-Tipp: Spiel ohne Grenzen

27.03.2018/EG

Die Story im Ersten: Spiel ohne Grenzen – eine Dokumentation über den von wirtschaftlich starken Ländern geforderten uneingeschränkten Marktzugang, den Freihandel

Einen wirklich freien Handel hat es nie gegeben. Sogenannte ‘Freihandelsabkommen‘ werden immer dann gefordert, wenn er zum eigenen Vorteil genutzt werden kann. Drohende Nachteile für die eigene Wirtschaft werden mit (Straf-)Zöllen belegt. Die ARD-Dokumentation zeigt, wie im Welthandel getrickst, getäuscht und gedroht wird. ardmediathek.de