Klimawandel: Spuren werden immer deutlicher

20.01.2020/EG
Quelle: NASA, New York

2019 war das zweitwärmste Jahr

„Nach unabhängigen Analysen der NASA und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) war die durchschnittliche globale Oberflächentemperatur der Erde im Jahr 2019 die zweitwärmste seit Beginn der modernen Aufzeichnungen im Jahr 1880.
Weltweit war die Durchschnittstemperatur im Jahr 2019 nach der von 2016 die zweitwärmste und setzte den langfristigen Erwärmungstrend des Planeten fort: Die letzten fünf Jahre waren die wärmsten der letzten 140 Jahre.
Das vergangene Jahr war um 1,8 Grad Fahrenheit (0,98 Grad Celsius) wärmer als der Mittelwert von 1951 bis 1980, so die Wissenschaftler des Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA in New York.“ nasa.gov

Zum Thema

Eine Animation einer GISS-Klimamodell-Simulation (Goddard Institute for Space Studies) der Oberflächenlufttemperatur in Grad Celsius von 1880 bis 2100 sehen Sie hier. nasa.gov

Ausgewählte signifikante Klimaanomalien und Ereignisse im Jahr 2019 lesen Sie hier noaa.gov.

Globale Temperatur- und Niederschlagskarten sehen Sie hier noaa.gov.

Nationale Grundrechte zunehmend fremdgesteuert?

20.01.2020/EG
Quelle: Verfassungsblog, Berlin

Klaus Ferdinand Gärditz, Rechtswissenschaftler an der Universität Bonn, über die Wirkung des Unionsrechts auf deutsche Grundrechte

„Für das BVerfG war es schon länger ein Schreckensszenario, vergleichbar zu enden. Das immer engmaschigere Netz des sekundären Unionsrechts hat längst in zentralen Regelungsbereichen deutsche Grundrechte verdrängt. Etwa im Datenschutz- und Asylrecht ließ sich beobachten, wie gewachsene deutsche Verfassungsdoktrin zur Verfassungsfolklore mit marginalem Anwendungsbereich historisiert wurde. Durch eine expansive Auslegung des Anwendungsbereichs der EU-Grundrechtscharta (GRCh) durch den EuGH droht zudem eine schleichende Vereinheitlichung des Grundrechtschutzes unter der Obhut europäischer Gerichtbarkeit, zu deren funktionaler Außenstelle sich das BVerfG nicht degradieren lassen wird.“ verfassungsblog.de

Geldvermögen privater Haushalte erreicht 6,3 Billionen Euro

17.01.2020/EG
Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

Geldvermögen der privaten Haushalte* in Deutschland lag zum Ende des dritten Quartals 2019 bei 6.302 Milliarden Euro (+ 4,5 % gegenüber III/2018)

Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen (Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Investmentfonds, Versicherung, Alterssicherung, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen) der privaten Haushalte in Deutschland, zum Ende des dritten Quartals 2019, auf 6.302 Milliarden Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 271,1 Milliarden Euro bzw. 4,5 Prozent.
„Wie in den vergangenen Quartalen erhöhten die privaten Haushalte insbesondere ihre Bestände an Bargeld und Einlagen sowie ihre Ansprüche gegenüber Versicherungen. Die Präferenz für liquide oder als risikoarm empfundene Anlageformen hielt damit weiter an. Auch Bewertungsgewinne trugen wieder zum Anstieg des Geldvermögens bei.“ bundesbank.de

*Private Haushalte sind Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

Zum Thema

Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2018, mit 8.655 Milliarden Euro erfasst. bundesbank.de (Seite 11)

Buchtipp: Herr Sonneborn geht nach Brüssel

17.01.2020/EG

Martin Sonneborn: Herr Sonneborn geht nach Brüssel
Abenteuer im Europaparlament

Sachbuch (Demokratie, Europäisches Parlament, Politik)

Endlich verstehen, wie in Europa Politik gemacht wird.
Das Abenteuer beginnt im Frühjahr 2014. Unerwartet wird der ehemalige Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn ins EU-Parlament gewählt – als einziger Abgeordneter seiner Partei (Die Partei). Und da er schon mal da ist, beschließt er rauszufinden: Wie funktioniert Europa?
Am Anfang ist es wie eine Klassenfahrt für Erwachsene. Europäer mit 24 verschiedenen Muttersprachen treffen aufeinander. Sie kennen sich nicht, sollen aber gemeinsam Politik machen. Und es werden wilde Jahre: Es geht um die Vergrößerung der EU, den Brexit, Datenschutzrichtlinien, die Katalonienkrise und die Beziehungen zu den USA und zu Russland. Politik wird von Menschen gemacht. Von den Fraktionslosen wie dem polnischen Monarchisten, der das Frauenwahlrecht wieder abschaffen will, und Alessandra Mussolini, der Enkelin des Duce, die über Berlusconis legendäre Po-Liste ins Parlament gekommen ist, genauso wie von den Mitgliedern der großen Parteien. Martin Sonneborn begegnet Weiterlesen

Standortqualität im Sinne von ‘Familienunternehmen‘

16.01.2019/EG
Quelle: Stiftung Familienunternehmen, München

Studie „Länderindex Familienunternehmen – Standortfaktoren in Emerging Markets“ macht unternehmerische Investitionsentscheidungen von standortunabhängigen Unternehmen sichtbar / Ergebnis: Russland, Türkei und China erringen die ersten drei Plätze im Standortranking

Nach Angaben der Autoren finden große Familienunternehmen in den Emerging Markets (Schwellenländer) ein Umfeld vor, „das diesem Sektor etwa in Bezug auf Steuern, Regulierung, Energie- oder Arbeitskosten interessante Entwicklungsmöglichkeiten bietet“.
Die vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Mannheim, erstellte Studie umfasst die Themengebiete „Steuern“, „Arbeitskosten, Produktivität, Humankapital“, „Regulierung“, „Finanzierung“, „Infrastruktur“, „Institutionen“ und „Energie“.
Die Studie lesen Sie hier familienunternehmen.de.

Zum Thema

Die gemeinnützige „Stiftung Familienunternehmen“ ist nach eigenen Angaben eine wirtschaftlich und politisch unabhängige Initiative von Familienunternehmen. Die Satzung lesen Sie hier familienunternehmen.de.

Ein Forscherteam vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) hat sich im Jahr 2016 mit 61 unternehmensnahe Stiftungen, die im Bereich Wissenschaft tätig sind, befasst. Ergebnis: „Sie attestieren der Mehrzahl der Stiftungen „eine elitäre Ausrichtung“ und Intransparenz und stellen fest, dass sich die Arbeit der Stiftungen häufig mit den Interessen der verbundenen Unternehmen überschneidet. Schon länger haben auch wir Stiftungen als Lobbyakteure im Blick – so etwa die Stiftung Familienunternehmen und ihre Lobbyarbeit für Hochvermögende im Zuge der Erbschaftssteuer oder die …“ lobbycontrol.de

Ergänzende Informationen über die „Stiftung Familienunternehmen“ lesen Sie hier lobbypedia.de.